I86-j Belle»;, Bollen; und Riviera. 1627.
Geld hätten libcrieren wollen, daß er niemals ein solches Vergehen begangen habe, nnd daß als Zeng^gegen ihn seine Todtfeinde aufgetreten seien. Die Gesandten von Tchwyz und Unterwaldcn nehmen d"Lache in den Abschied; Uri will sie wiederum vor den Landvogt, die Amtleute nnd Mitrichtcr wcil^Uebrigens soll den Gesandten der Auftrag ertheilt werden, A'achfrage zu halten, ob wirklich die Am»^für Liberationen Geld nehmen, nnd die Fehlbaren zu strafen. Ibici. c». 47ti. Abnahme der Kirchen-, ^4"'und Zollrechnung. Absch. 442. n, 474. Die Unterrhanen zu Bellenz beschweren sich, das; sie von »Gütern Steuer geben müssen, wenn gleich andere Personen Gülten oder Renten darauf haben; es wäre bil^'daß diese auch von ihren Handschriften und Häusern, auch von solchen, die sie an andern Orlen h"^"Steuer zu zahlen hätten. Diese Beschwerden sollen ans eine dreiörtische Tagsatznng gebrachtItziä. d. 475» Oberst von Bervldingen und Drosch hatten von Mailand aus, wo sie um BezahlungRegimenter der Orte solliciticrten, dem Commissarius zu Bellen; geschrieben, er sollte die zurückkehrthochdeutschen Soldaten nicht durchpassieren lassen. Ter Commissarius fragt nun die Gesandten um A ^Da dieselben fürchte», die Sperrung des Passes mochte leicht Gefahr und Ungelcgenheiren zur Folge l'» ^so danken sie Uri dafür, das; es bereits von sich aus einen Boten an den Commissarius gescbickt ha^ ^dem Befehl, die aufgestellten Wachen einzuziehen. Absch. 445. 5. 47<i. Cs werden zwei Schreibt ^dem Commissarius zu Bellenz und den Deputierten von Bellenz vorgelegt, betreffend die Streitigkeit ül'tt ^Fürleite zwischen denen aus dem Misvxenhal lind denen von Bellenz, des Inhalts, daß Ersterc die 5^" ^zu Kundschaften stellen wollen. Blau nimmt die Sache nä rokeroncinm in den Abschied. Absch. ^ .477. Uri fragt Schwhz an, ob cs entschlossen sei, durch einen abzuordnenden Gesandten den "eurru'N^.Landschreiber und Dolmetscher in Bollenz ans der Landschaft Kosten einzusehen. Der Gesandte von ^erwidert, daß seine Obern darüber noch keinen Entschluß gefalzt hätten, nimmt die Anfrage in de» -l' ^und hofft, daß diese Gesandtschaft belieben werde. Diese würde dann außer der Einsetzung desschrcibers auch die Bestrafung der gegen die letzten Gesandten ungehorsamen Bvllenzer vornehme" ^wegen des Fürkanfs des Weines in Gegenwart der Landvögle ernstlich processieren. Itziä. d. 47t!. 'von Bervldingen berichtet über seine Verhandlungen wegen der vier Ordinarien des Stiftes ^welche sich unbefugter Weise Conti oder Grafen der drei Dhälcr nennen nnd mancherlei Neuerung
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Bollenz und auf der Riviera herbeigeführt haben. Es stellt sich heraus, daß dieselben keine besonder"
sprüche haben, daß sie blos zu Abiasco den vierten Thcil der Fischenzen, ans einein StückBol lenz et was Weniges, zu Claro 50 kleine Pfund Bodenzins besitzen; 15 c 7 sei dieß von einem „Eins" ^von Abiasco zu Lehen empfangen und mit diesem Lehen auch der Zehnten von Abiasco einveUel ^dann später dem Ritter Pellanda u. A. verliehen worden. Durch ein Unheil des Viearius lB"
seien die Ordinarien als Pvssessvren anerkannt worden. Räch Anhörung dieses Berichtes wird den z»in Böllen; und Riviera verboten, künftig zu Mailand das Placet oder die Cvnfirmation der Ptt"empfangen, und den Weltlichen, lim die Zehnten oder Anderes, wofür sie möchten von GeisU«^" ,,sprochen werden, vor den geistlichen oder fremden Richtern zu antworten, sondern sie sollen als - ^chcne vor ihrem natürlichen Richter laut Vertrags gesucht werden. Dem Cardinal Borromco ^ ^dieser Reuerung unter Protestation gegen dieselbe Kenntnis; gegeben. Oberst von Bervldingenbei Gelegenheit seiner Reise nach Mailand mit dem Cardinal, oder mit wem es sonst »ölhigseitigung dieser Ansprüche zu tractieren. Idici. o. 47!>. In Beziehung ans den noch immerStreit wegen des Monticello findet man kein besseres Mittel zu dessen Schlichtung, als die l!id-