Bellcnz, Bollenz und Riviera. 1618. 1619. 1831
M)rt werde, und, wo es nöthig ist, darüber in die Orte zu berichten. Absch. 47. a. 3«. Es wird^'chtet, daß viel Korn und Reis durch die Stadt und Grafschaft Bellenz nach den Bünden geführt werde,^ ^ spanische Ambassador, Alphons Casati, beschwert. Da zu besorgen steht, daß der Ankauf" Nctualien im Mailändischen deßwegen verboten werden könnte und es die Unterthanen entgeltendich Ainbasiador ersucht, ein Beschwerdeschreiben an die drei Orte abgehen zu lassen. Wenn
dci, 5^, so solle Uri im Namen derselben den Landvogt von Riviera, den Commissarius und
fuhr ""^^iber zu Bellenz an den Rath im Misox abordnen, um demselben zu eröffnen, daß diese Durch-eil gestattet werde?: könne, da Mailand bereits den Ankauf der Victualien um einen Dritt-e. ^^untergesetzt habe: zur Entschuldigung haben sie jenes Schreiben des Ambasiadors vorzuweisen,daß ^ Commissarius das Durchfuhrverbot zu publicieren. Ibiä. d. 37. Da berichtet wird,Ziatk/"' Prädicant iin Misox wohnen solle, so wird der obengenannten Abordnung aufgetragen mit demreden, daß derselbe entfernt »verde, widrigenfalls man die Sache nicht allein vor einedvi, dringen, sondern auch „dergleichen Gsind so nah an der Thüre" nicht dulden werde kraft des" früher gethanen Versprechens; ingleichcm würde der Gubernator zu Mailand das nicht dulden,^»rch ''' Da Güter und Kaufmannswaaren durch die Orte nach Bellenz gehen, von dort dann>verd ^ nach dein Venetianischcn geführt, andere hingegen durch die Bünde nach Bellenz gefertigtKid/"' ^ ^ obige Gesandtschaft die Säumer ermahnen, davon abzustehen, solche Güter zu führen,Unfalls ihnen die Pferde confisciert würden. Ibiä. ä.
I«1V.
Es wird berichtet, daß im Misoxerthal etliche hundert Bewaffnete stehen, welche die Graf-^'Hail bedrohen, und zwar weil ihnen das Getreide Hinterhalten werde; daß dagegen der Gubernatorlenseitz ^klärt habe, es werde, wenn man denen in Misox Getreide zukoinmcn lasse, den Unterthanenda ^ ^ ^ebirgs die Fruchtzufuhr voin mailändischen Boden aufgehoben werden. In Folge dessen, undunziemliche Antwort gegeben haben, wird beschlossen, daß jedes Ort zwölf Kriegsleute inZtadtg "r fch^cken, daß jede Nacht zwei derselben in der Stadt mit Leuten aus derselben wachen, daß diegesäubert, die Mauern ausgebessert, die Gitter vor den Porten hergestellt und Wachen des»icht Magadino und Lumino ausgestellt werden sollen. Absch. 48. a. «<>. Weil Alphonso Casati
ist, mit welchen: man sich wegen der abgeschickten und noch abzuschickenden Kriegsleute un-so wird Oberst von Beroldingen zu ihm abgeordnet, um sich des Soldes der Soldatenist' bereden. Dem Gesandten von Nidwalden wird aufgetragen, sobald der Ambassador angekommen" breiörtischen Tag auszuschreiben, damit :nan sich über die Durchführung des Getreides in die^ ^ Kaufmannswaaren halber unterreden kann. Ibick. b. «I. Nachdem auf den: letzten^kiiliss berabschiedet worden ist, daß der Rath von Bellenz wegen der bei dem Empfang des neuen»ich ^ verübten Ungebühr und der eigenmächtigen Beeidigung der Leute still gestellt werden solle,ke» ^ gekominei: ist, daß eine Abordnung des Rathes, um sich zu verantworte?:, in die Orte kom-
^ ^ird Uri ersucht, wenn dieselbe ko?n?ne, die beide?: a?:dern Orte eben dahin zu berufen, dainit^3evrd bie Art und Weise vergleiche, tvie man ihnen ihre Fehler vorhalten wolle. Die Bellenzerst//' ^^n auch ihre Freiheiten und ihr Statutenbuch mitbringen und sich darüber erklären, weß-encn auf der Riviera, in Bollenz und Livinen ohne der Orte und Amtleute Vorwissen die