1802 Luggarus.
nehmeil die Sache in den Abschied. Absch. 364. k. 7^. (1631.) Landammann Karl Einanuel von Aollvon Uri beschwert sich, daß der Landvogt zu Luggarus ihn an dem Bezüge seiner Zinsen daselbst hindereunter dem Vorwand, daß er zu hohe Zinsen nehme. Dein Landvogt wird ernstlich zugeschrieben, von diesitProcedur abzulassen. Sollte sich aber derselbe dessen beschweren, so soll es dem Landammann frei stehe»,die Sache entweder vor die Gesandten zu bringen oder den Landvogt in die Orte zu citieren. Absch- 55?- ^7Z. (1631.) Dem Lorenz Abondio von Luggarus wird ein Schreiben an den Landvogt zu Lugga^vergünstigt, derselbe möchte dafür sorgen, daß weder Lorenz noch die übrigen Erben seines Vaters Anw»Abondio wegen der Bürgschaft von Johann Baptista Orello molestiert werden, welche er für Landau»«»»»Johann Peter von Roll von Uri und Johann Anton Donada gegen einen Mingineto „gethan" habe, »Landammann von Noll, der gegen das Urtheil appelliert hatte, von seiner Krankheit wieder genesen st'-Idiä. e. 7K. (1634.) Alt-Landvogt Fryo zu Luggarus berichtet, daß Serafina Abondia von S^»N'welche wegen Mordthaten verurtheilt und deren Vermögen confisciert worden war, vor ihrer FluchtPriester Bartholomeo Rasino Hausrath sammt „heimsteuerlichen Instrumenten" zur Aufbewahrnng gege ^habe, daß dieser Priester aber dieselben trotz einem geschworenen Eide, daß er Alles, was ihm übcrg^worden sei, angezeigt habe, Hinterhalte. Der Landvogt habe den Priester zu Coino vor Recht geladen,Proceß dauere schoil drei Monate und habe bis dahin schon 125 Silberkroneu gekostet, ohne daß ein Ur 'habe erlangt werden können. Absch. 692. a. 77. (1639.) Margarita Rossalina, geborene Aps»»'^klagt, daß die Anwälte der Compagnia der Hintersäßcn die Verlassenschaft ihres seligen BrudersAppiano auf künstliche Weise an sich gezogen hätten unter dem Vorgeben, daß Andreas viel Schulde» vterlassen habe, welche kaum bezahlt werden könnten, und die Compagnia ebenfalls bei 600 Krone»part zu fordern habe über das, was selbige Verlassenschaft von der Squadra wegen Niparto betreffen >» »Durch diese Forderungen erschreckt, hatte des Andreas Tochter auf die Erbschaft verzichtet und Marg»sie anzutreten gewünscht. Als sie durch den Richter dazu bevollmächtigt war und die geforderte Bürgstleisten wollte, wurden die Bürgen durch die Compagnia eingeschüchtert und traten zurück. Die CoinMerhielt unterdessen von neun Orten zu ihren Gunsten Sprüche und einen förmlichen Rechtsspruch Z» A" .der in Baden bestätigt wurde. Der Landvogt Marti erzählt den Gang des Processes noch einläßlich- ^lich sprechen die Gesandten also: Die ganze Verlassenschaft des Andreas Appiano soll bis AustragHandels hinter einen Dritten gelegt werden; die Compagnia und die Anwälte sollen vollkommenehaben, vor dem Landvogt, dem Landschreiber und vr. Trcvano mit der Appiano eine Grundrech»»^ 'machen, auf wie viel diese Verlassenschast sich belaufe. Die früher über die Margarita verhängte ' ^von 7500 Ducatonen wird auf 500 reduciert, die Compagnia um 50 gebüßt, weil sie den Decrcten p^^in die Orte gegangen ist. Die Gesandten setzen der Compagnia einen Termin, bis zu welchem sie si^ ^schließen soll, ob sie dieses Urtheil „zu- oder absage"; im letzte« Fall wird auch dem Landvogt wn'd^^Recht geöffnet Da man sieht, daß die Hintersäßen jährlich tiefer in Schulden kommen undzahlen, so sollen künftig die Gesandten instruiert werden, nach Mitteln sich umzusehen, wie diezur Bezahlung angehalten werden können, damit derjenige, der noch etwas hat, nicht mit dem schonwerten ins Verderben gezogen werde. Absch. 903. e. 7«. (I64l.) Johann Hlstow stbondso von ^garus war Schuldner von 6000 Pfund Mailänderwährung geworden gegenüber dem Johann ye
Magistris, genannt Minghino. Dieser übergab durch Tausch vor Gericht zu Gulino an Frau Hipp" ^Ferrariis aus Eschenthal Mailändergebiets diese Gült. Im Jahr 1630 consiscierte der Landvogt W»