1714 Freie Aemter.
— Man läßt es bei der auf der Jahrrechnung ergangenen Erkanntniß und bei dem jüngst zu Brenig"^'ertheilten Schein verbleiben und es in die Abschiede setzen, damit entweder noch vor der Jahrrechnung cauf selbiger ihm dazu verhelfen werde. Absch. 900. u. 118. (1639.) Die Gotteshäuser, Coiinne"^Häuser und Gerichtsherren beklagen sich über die ungleiche Vertheilung der Kriegskosten, und daßRechnung darüber vorgelegt worden sei. Laudvogt Schneebergcr und Statthalter Wikart werden beausi^'den 13. October nach Bremgarten zu reiten, der Rechnungsablage beizuwohnen und eine billige Berthe"'der Kosten anzuordnen. Absch. 912. IIS. (1640.) Das Gotteshaus Hermatschwyl bittet dielischen Gesandten, man möchte die Kriegsanlage von 250 Gld., die man ihm auferlegt habe, herabtz'h 'da es während der Besetzung Mellingens viel Kosten gehabt habe und seine Güter nicht alle in den ^Aemtern liegen. Die Gesandten, ohne Instruction, nehmen das Ansuchen in den Abschied. Absch- ^ '12S. (1640.) Alt-Landvogt Peter Furrer von Uri eröffnet, daß etliche Gerichtshcrrcn, wie dieHäuser Muri und Hermatschwyl, auch die Häuser Köuigsfelden und Hilfikvn den ihnen durch obrigkc'Erkanntnisse auferlegten Antheil der Kriegslasten nicht zahlen wollen, indem ihnen der Nuntius st ^untersagt habe. — Lucern wird gebeten, dem Nuntius die Bewaudtniß der Sachen angelegentlichstellen, in der Hoffnung, daß er alsdann solches nicht mehr hindern werde. Bis dich erledigt sei"soll der Landvogt nicht weiter vorschreiten. Absch. 931. ä. 121. (1640.) Es wird von den katlst^^Gesandten ein Schreiben des Nuntius verlesen, in welchem derselbe sich anheischig macht, die Klöster^Gotteshäuser zu unterstützen gegen die von den Landvögten ihnen auferlegte Kriegssteucr. Lucer"gebeten, deßwegen mit dem Nuntius zu reden. Ibiä. ii. 122. (1640.) Uri berichtet den übrige" ^tischen Gesandten, daß Landvogt Furrer die Kriegsaulage in den Freien Aemtern wegen derNuntius noch nicht völlig habe beziehen können. Wegen Abwesenheit des Nuntius vereinigt man sich ^daß derselbe gelegentlich von Lucern aus über diese Sache unterrichtet werden soll. Absch. 937. ä-(1640.) „Dem Nuntius soll die gehörende Erinnerung überreicht werden, um daß die Inhibition decwußten Kriegssteuer-Abstattung gegen die Klöster in den Freien Amtern abgegangen sei", damit La" ^Furrer von denselben die Gebühr beziehen könne. Absch. 938. ä. 124. (1641.) Da der Landvocsi^immer nicht zur Bezahlung der Kriegsanlagen von Seite der geistlichen Gerichtsherren und derlangt ist, weil der Legat sie zu bezahlen verboten habe, werden Lucern, Uri und Uuterwaldendarüber mit demselben zu reden. Absch. 943. au. 125. (1641.) Da die Gotteshäuser in de»Aemtern und in Baden sich noch immer weigern, ihren Antheil an die für die Grenzbewachung ^Ausgaben zu zahlen, da doch die Altvordern dieses Land vor dem Abfall von der katholischen Relig^rettet haben und jeweilen in solchen Fällen, wie die Steuerrödel zeigen, die Gotteshäuser in AnN'". ^nöstunen worden sind, so wird der Nuntius von den Gesandten von Lucern, Uri und Obwalde" ^
es
beim Papste auszuwirken, daß die Orte ihren Beschluß durchführen können. Der Nuntius sagt ee ^sandten zu und spricht gegen sie die Hoffnung aus, ihre Herreu und Obern werden, wie ihre Borgegen die Immunität und Freiheit der Kirche nichts vornehmen, sondern andern katholischeilFürsteil ein gutes Exempel geben. Wenn sie übrigens künftig eine solche Steuer außer ihren U"te st-auch den Geistlichen und den Gotteshäusern auferlegeil wollen, so möchteil sie vorher ihn davonniß setzen, damit er durch seine Autorität eine Verweigerung verhüten könne. Absch. 947. li. 126'In Betreff der noch von den Gotteshäusern ausstehenden Kricgssteuern finden die Gesandten vonund Nidwalden, daß der Landvogt mit Einziehung derselben fortfahren und daß man ihm „g"^'
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