Thurgau. 1(07
>v^ jährlich aus S. Laureutii Einkommen angedeütc 4 Mütt Kernen und 15 Gld. uf seinen Ufzlig,aus weniger den Evangelischen zue des Herren Tisch Brodt und Wein, wie allewegen gegeben unddem Kirchenguet bezahlt worden. Und dieweilen sie, die Evangelischen, bißhcro bede Kirchen zue Ober-^ und St. Johann mit 2 Herren Prädicanten verstehen, infahl sie künftiger Zeit für die neüwe KirchIticl Prädicanten begehren wurden, daß alßdan sie von dcstwegen weder St. Laurentzen noch St.
Kircheil Einkommen ailgreifen noch anfechten, sondern demselben Prädicanten uß ihren selbsten"Erhaltung schöpfen und geben, wie auch die Kirchen in Ehren, Tach und Gemach erhalten sollen,alz fünften habeil die Evangelischen außtrücklichen angedingt, dieweil sie disen ncüwen Kirchenbauwu»d a eigneil Kosten und ohne Behstettr und Hüls der Catholischen allein für sie, ihre Erben
slir ^kmilmen, der evangelischen Religion znegethan, zu derselben volkomncn Uebuug und Besitzungdaß allch billich nicmaild andcrß einige Ansprach oder Zuegang zue Uebuug einer andernHlon weder der evangelischen darin nimmermehr haben möge,steb n frchsten und letsteil solle es (ausserhalb was hie oben von ciucm Articul zuiu andern crleütertalten allthentisch uild von unfern gnädigen Herreil und Obern allerseits angenommenenko», Abscheidcil gentzlich besteheil und verbleiben, auch von beiden Theilen demc in allcweg nach-
"wn und gelebt werden.
freund bestendiglich jetzt und ins künfftig gehalten werde: also uf Vitt
jür»e Ersuccheil und Ailhalteil beder Religioilen zue Frauwenfeld haben die sromincn, eruvesten,^Urter'^^" weisen Herr Caspar Müller, der Zeit Schultheiß der evangelischen, und Herr WernerHnsi s .^'Schultheiß, der catholischen Religion zu bemeltcni Fralüvenfeldt, ihre bederseits eigne Secret-flnd ^ ^ auch beder Religions-Commuuen und derselben Nachkomineil öffentlich hieran gehenkt.
."^'"whlen alle aildere Evangelische, die in der Obcrkirchischen Pfahr gesesseil, dises Vergleichs (sovil"^bl'ck/ daßelbige Kirchenguet belangt) gleicher Gestalt content und zufrieden, und ihre Anwält,^ ""s dem Langendorf die ersainen R. Zt. und ab den Höfen die auch ersamcn Zt. Zt. mit voll-ende ^ ^üialt dargestelt: also zue mehrer Sicherheit angezogenen Vergleichs haben die aus dem Lan-sie g ^ N., die ab den Höfen aber den Zt. Zt. underthenig Dienstfleißes gebeten und erbeten, daß
°^»tliä Sccret-Jnsigel für sie und alle ihre Neligionsgenossen, auch derselben Ztachkommcn
gehenkt haben an disen Brief, der geben ist Donnerstag den 3. Januarii Anno 1611.
Johann Melchior Locher, Schultheiß.
Caspar Müller, Alt-Schultheiß.
Hauß Heinrich Eilgel, Stathaltern.
Hans Mclichior Ztüwiler, Bumeister.
Johailn Ludwig Beringcr, Landtaminan.
Hails Heinrich Vogler.
Wehrni Hurter.
Hannß Heinrich Cappeller, Spendtmeister.
^lnm. Im September 1643 geht der Bau ungehindert von Statten. Zürich steuert 1000 Gulden und^ willigt eine Collect?. (Staatsarchiv Bern, Thurgau-Buch 11 Fol. 351.) Im Jahr 1640 (20. Mai)^Üen sich an den Bau zu steuern anheischig gemacht: Burger und Einsaßen von Frauenfeld mit 2974 Gld.