April und Mai 1647. 1427
von allen Orten besetzt
Verabscheidung zu Baden geschaffenen Obersten- und Kriegsrathstcllen noch nicht ^ ^
fu.d, soll Zürich, falls die Notisication nicht bald geschieht, deß.vegcn mahnen. Da die Obersten und Obcrst-istutencmts dein Kriegsrath auch beiwohnen müssen, so ist man der Ansicht, daß sie auch zu Kricgsräthenderordnet werden könnten. A» Dem französischen Ambassador von Caun.artin soll auf sein Complimcnt-fchreiben gebührend geantwortet werden.
Konferenz der katholischen Orte nebst Abt von St. Galle,:.
Lucern. tt-47, 3V. April und l. Mai.
Staatsarchiv Luccr». Msch.->l-a»nv N-t?. Br. XXXVU. toi. N7.
Gesandte: Lucern. Ulrich Dulliker, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Heinrich Fleckenstcin,^tter, Alt-Schnltbeiß und Pannerherr: Lal-renz Meyer, Oberzeugherr: Llldwig Meyer, des Raths. N r i.Jvhanncs Stricker, Landamman» : Sebastian Bilgen» Zweyer von Evebach, Ritter, Statthalter. S ch tv y z.Georg Ailfdermanr, Landaminan»: Sebastian Abyberg, Alt-Landammann und eoeckelmeister; MichaelSchorn», Alt-Statthalter und Seckelmeister. 1l n t erw a l d en. Marquard Jmfeld, Ritter, Landanimann,Ob.valdcn; Kaspar Leu, Ritter, Landammann und Landshanptniann, von Nidwalden. Z u g. Beat^Urlauben, Alt-Aminann; Peter Trinkler, Alt-Ammaiin. sK a t h o l i s chj Glarus. Balthasar Rlüller,^»dainmann. Frciburg. Rudolf Weck, Statthalter. Solothurn. Johann Jakob Mutz, Venncr.^ ppenzell - Innerrhodcn. Jakob Wiser. Landammann und Pannerherr. Abt St. Galle n.Johann Rudolf Neding zu Glattbnrg, Landvogt im Tvggenburg.
Eidgenössische Begrüßung. — Der Abschied von Rapperswyl wird verlesen und über die ferner»^'sprechungm von Dulliker und Zweyer mündlich Bericht erstattet. Man beschließt, nichts vorzunehmen,^ bvn Seite des Erzherzogs von Oesterreich eine Erklärung erfolgt, l». Das Project einer Antwort aufbäs Schreiben des Generals Wrangel wird gut geheißen, jedoch mit der Erläuterung, daß dieselbe „nichtiustructivnsweise", wie zum Theil auf der Cvnfcrcnz zu Rapperswyl die Meinung gewesen ist, „solle abgelegt^rde»", sondern daß das Conccpt in aller XIII Orte Namen in die Form eines Sendschreibens zu bringen»Nd unter Zürichs Ehrensiegel beförderlichst zu bestellen sei. v. Das Schreiben des Generals Türenne findet'"5" nicht so befriedigend, wie das Wrangels, indem darin bloß der Reichenau Erwähnung gethan wird,^n erachtet deßwcgen für zweckmäßig, die Beantwortung bis auf Weiteres einzustellen. «,. Die Erinne-^ngsschreiben des Bischofs zu Chur und des Nuntius Sacrati wegen der bündncrischen MißHelligkeiten^rden verlesen und hierauf für zweckmäßig erachtet, den auf den 13. Mai angesetzten Beitag zu Chur bc-ZU lassen und dazu beizutragen, daß die Ausübung der katholischen Religion ungeschmälert bleibe,specielle Instruction wird nicht aufgesetzt, da die Direction am Ort selbst geholt werden muß. Man^'d aber hauptsächlich darauf zu achte., haben, daß die Protestierenden an, alte mit Arglist zuwege ge-dachte Statuten sich stützen und kraft derselben ihr ungütliches Beginnen zum Nachthcil der katholischen Re-!^»u zu behaupten suchen. Dagegen soll förmlich cxcipiert .verde». Weil man keine besondere Hoffnungdaß es zu einer freundlichen Couiposition kommen .verde, so mögen die Gesandten die Verhandlung""fach ust rolorsuäuiu nehmen oder auch, wenn man die Katholischen gar zu ..»gütlich behandeln wollte.
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