Januar und Februar 1647. 141^
gehabt, je nach Gutfindeu zu handeln nnd diesen haben diejenigen, welche mit dem Noll wiederum abgezogensu>d, sich ^fugt. Anderseits können Lncern und Schwhz nicht getadelt werden, daß sie „mit der Wiederab-ivrderung des Volks nicht fürzufahren bedacht gewesen sind." Sie erklaren sich anch dahin, daß bei diesen ge-fährlichen Zeitläufen vielleicht eine andere Demonstration als die jetzige bald nothwendig sein werde, und daßalsdann wenigstens der ganze katholische Stand das Seinige leisten müsse, indem die katholische Religiondurch dieses Kriegswesen großen Schaden leide und zwar nicht mir durch die Verfolgung, sondern auch da-durch, daß sie ansehnlicher Bnndesgenossen und guter Nachbarschaften verlustig gehe. — Man ist schließ-lich der Ansicht, daß Schwhz alle Ursache gehabt habe, die übrigen Orte zu mahnen; man will aber umdrr Eintracht willen znwarten und ein wachsames Auge haben bis die Haupthandlung an die Obrigkeitenklangt ist und die französischen und die schwedischen Generale sich erklärt haben. Inzwischen soll jedes Ortdie ihm zugethcilten 75 Mann für Thurgan nnd Rheinthal, falls es noch nicht geschehen ist, verabfolgen"ud überdieß das festgesetzte Corps für jede Mahnung bereit halten. »>. Es wird berichtet, der Landvogt"" Nheinthal habe mit dem schwedischen Volk viel Gemeinschaft und Cvrrespondenz, gestatte Paß und Re-duß, er habe sogar die Neutralität zu Rheineck öffentlich ausrufen lassen und unnöthiger Weise noch zwei^auptlcute den srühern beigegeben, welche stets nach Äregenz nnd sogar in das Lager vor Lindau reiten zdie von der Stadt St. Gallen führen auch stets über den Rhein nach Bregenz, Ems und Feldkirch; Zürichlulle erklärt haben, dem General Wrangel nichts in den Weg legen zu wollen, solle auch seit einigen Ta-ge» mit einer großen Anzahl Volkes an den Schanzen gegen die katholischen Orte arbeiten und seine be-»achbarten Unterthanen bewaffnen; Schaffhause» leiste diesen fremden Völkern fast täglich mit Früchtenu»d Anderem Vorschub, und auf die Pässe zu Klinguau und an der Stilli würde nicht gar große Vorsorge^'wendet. Man verciiligt sich dahin, daß man sich erkundigen solle, ob die Sachen wirklich sich so ver-alte», entweder durch ein Schreiben an die Gesandten der katholischen Orte zu Whl, »venu ein solches die-lelben noch erreichen könne, oder es lost jede Obrigkeit berathen, wie man sich verhalten wolle, lim solcheälnstatthaftigkeiten zu beseitigen und den Argwohn zn vermeiden. «. Als Lucern die erste Sitzung aus-üben wollte mit der Andeutung, daß noch andere mit der Hauptsache in Verbindung stehende Sachenvorhanden seien, bemerkt der Gesandte Uris, er habe seinen Befehl eröffnet und lasse es dabei bewenden;
sti auch nicht instruiert, Anderes anzuhören, als weßhalb diese Conferenz allsgeschrieben worden sei. Imübrigen werde es seinen Obern bedenklich fallen, immer mit so großer Ungelegenheit Konferenzen nach^üies jeden Belieben zu besuchen. — Es wird für nothwendig erachtct, um die Eintracht nicht zu stören,Varüber sich nicht auszulassen, wohl aber diesen Vorfall, ob dem man nicht wenig bestürzt ist, in den Ab-schied zu nehme» nnd an Statthalter und Rath zu klri ein Schleiben zu erlassen mit dein 'Bemerken, es'verde ihnen hoffentlich nicht gefallen, daß ihre Gesandtschaft sich also betragen habe, viel weniger'volle man glauben, daß ihre Absicht und ihr Befehl dahin gehe, sich gleichsam zu trennen und sich des vonden Altvordern anererbten Zusammenhaltens künftig zu entschlagen, welches ein Uebel auf das andere häu-fen und endlich eine erbärmliche Spaltung nach stch ziehen würde. Lneern bemerkt, daß seine Obern diel^rte mit Conserenzen gern verschonen wollen, wenn man es für thunlich erachte. Die übrigen Gesandten'viederhvlen die Bitte, künftig mit dem gewohnten Eifer fortzufahren und nichts zu unterlassen, falls etwaswichtiges vorfalle. «I. 1) Alan vernimmt mit Bedauern, daß die vertriebenen Leute, welche sich zu Wallen-l'adt und in einem Dörflein am Schvllberg' niedergelassen haben, übel gehalten und mit Geld ungebührlichvanzioniert werden. — Schwhz, dem die Sache geklagt worden ist, wird ersucht, dahin zu wirken, daß alle