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Januar 1647.
bassador ein Jntercessionsschreiben erlassen und den nach Zürich reisenden Gesandten aufgetragen, dasselbezu vermögen, das Schreiben seinerseits zu secnndieren. «. Lucern wird ersucht, die fünf Orte wiedereinzuberufen je nach dem Resultate der Abordnung nach Zürich, oder wenn sonst etwas Wichtiges vor-kommen wird. Freiburg und Solothurn, obgleich im Thurgau und Rhciuthal nicht mitregierende Orte,werden ersucht, bei diesen gefährlichen Läufen den freien Ruhestand des allgemeinen Vaterlandes schirme»zu helfen. Die Gesandten der beiden Orte wollen dieß referieren und hoffen, daß ihre Obrigkeiten Alststhun werden, was durch die Lage der Dinge und die Blinde erfordert werde. 5'. 1) Was au Appenzell, dirLandvögte im Thurgau und Nheinthal, an Baden, Bremgarten und Mellingen zu bestellen für gut erachtctworden ist, soll Lucern ausfertigen. 2) Es wird auch zur Sprache gebracht, ob nicht bei den dermaligr»Zeitläufen die in fremden Diensten befindlichen Völker heimberufen werden sollten. Man ist der Ansicht,daß dieß unter Umständen nothwendig sein werde. A. Die thurgauische Streitigkeit läßt man einstwcist»ruhen, wodurch aber den Rechten der Orte nichts benommen werden soll. Freiburgs Gesandter theilt mit,welches der Zeit Berns Meinung und Vorhaben sei, und was seine Obrigkeit darauf geantwortet habaist. Der neue Bischof von Basel schreibt, daß sich seine Unterthailen von Biel und aus der Herrschaft 6»'-guel geweigert haben, die Huldigung nach alter Gewohnheit zu leisten. Schultheiß Wagner von SolothM'»legt die Punkte vor, welche die von Biel und dem Erguel ausbedungen haben. Freiburg und Solothw'»werden als zunächst gelegene und zum Theil mit Viel verburgerte Orte ersucht, durch eine Gesandtschalteine Vermittlung anzubahneil. Wenn sie glauben, daß dem Bischof damit gedient sei, so sollen sie m'ä!einen qualificiertcn Manie von Zug, an welches dieses Jahr die Bestellung des fürstbischöflichen Raths vo>'möge des Bündnisses dein Umgang nach fällt, zu dieser Action einladen. 5° Begrüßung des neu a>G'°langten Nuntius, Monsiguvre Alphouso Sacrati, Bischofs zu Comachio. Das päpstliche Creditiv wi^sammt dem Begleitschreibeil des Cardinals Pamphili mit gebührender Reverenz entgegengenommen »»^dem Abschiede beigefügt. Zürich hat dieser Tage ein kaiserliches Schreiben, betreffend die BeschwortBasels wider das Kammergericht zu Speyer abschriftlich mitgetheilt. Dieses wird zn Händen der AVordneten in den Abschied genommen. In demselben berichtet der Kaiser, daß dem Kammergericht die stöä-fung zugegangen sei, daß es die gegen Bürger von Basel eingeleiteten Processe bis auf eine weitere darübsterfolgende Erklärung einstellen solle.
KKAZ.
Confcrenz von Zürich, Luoern, Uri und Schivyz.
Zürich. , Z5. Zanunv (29. December a. K.).
Staatsarchiv Äucern. Ad sq. So anno 1617. Bd. XXXVlI. t'ol. s!4.
Gesandte: Züri ch. Johann Rudolf Nahn, Salomvn Hirzel, beide Burgermeister i Salomen Hst'Z'^Statthalter und Pannervorträger ;Jvhann Jakob Leu, Statthalter und Salzamtsverwalter; Johann LudvübSchneeberger, Seckelmeister; Hans Heinrich Spöndli, Spitalherr; Konrad Werdmüller, beide des Rast''"Im Namen der VII katholischen Orte: Lucern. Ulrich Dulliker, Ritter, Schultheiß. Uri.stiail Bilgerin Zweyer von Evebach, Statthalter. Schwyz. Michael Schorno, Alt-Statthalter a»bSeckelmeistcr.