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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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1405
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Januar 1L47. 1405

daß Zürich keine allgemeine Tagsatzung znsanimcnbernft, wahrend es dvch bei frühern geringem Begeben-heiten, wenn die Kriegsvölker' der andern Partei sich gezeigt haben, dergleichen nicht versäumt hat. Estvird namentlich darauf hingewiesen, daß man, wenn Bregenz in die Hände der französischen und schwedi-schen Völker kvnlinen svllte, vor feindlicher Invasion nicht mehr sicher sein könnte, so wie anch, daß mandarauf hinarbeiten müsse, daß die Eidgenossen der andern Religion mit denen der katholischen Orte gemein-schaftliche Sache machen. Bei der weitem Bcrathnng wird die Aufmerksamkeit ans die Sicherstellt»^ derPässe gelenkt, namentlich ans Dießenhoscn, Rheinau, Kaiserstnhl, Eglisau, Reichenau und die Insel Werd.Bas die vom Landvogt des Thurgaus ans der Brücke zu Stein aufgeführte Wache betrifft, so hat Steingegm dieselbe protestiert. Ohne ihr Recht dazu aufzugeben, ziehen die Gesandten die Wache ans Burg''"rück. Es wird ferner für passend erachtet, um den Unterthanen die väterliche Sorgfalt zu zeigen, gnali-sstierte Commandanten abzusenden, welche ihnen freundlich zusprechen, die Pässe und Posten bestchtigen unddie nöthige Vorsorge treffen sollen, und für den Ansang ans den Orten Volk in die beiden Vvgteien Thnrgan""d Baden zu schicken und nöthigenfalls einen größern Aufbruch nachfolgen zu lassen. Endlich möchten sich dieObrigkeiten darüber berathen, wie man sich verhalten wolle, wenn Bregenz verloren sei, die salzzusuhrabgeschnitten werde und das Kriegsvolk sich den Grenzen noch mehr nähere. Es wird deßhalb beschlossen, anZürich zu schreiben, was für Gedanken es in Betreff dieser besorglichen Läufe habe, und zu was es sich^"schlössen habe, und ob es Willens sei, mit ihnen das fremde Kriegsvolk vom eidgenössischen Bodenserne zu halten. Ueberdieß scheint es passend, durch Schreiben oder durch eine Gesandtschaft von der Ge-neralität zu vernehmen, wessen man sich von ihr zu versehen habe. I». ES wird anch der in den Blindenwaltende Streit zur Sprache gebracht und beschlossen, den Schultheiß Dnlliker und den Statthalter Zweherden auf den IG Januar angesetzten Beitag nach Chur abzuordnen und Zürich zur Mitwirkung einzuladen,^ils um sich zu erkundigen, was für Absichten sie bei diesen besvrglichen Zeitkäufen haben, theils um siebestimmen, die innern Zwistigkeiten einzustellen, t?» In der Ritten Sitzung kommt der Bericht, daß esBregenz sehr gefährlich stehe, ja der Landvogt im Thnrgan meldet, daß es bereits eingenommen sei.Obgleich man dieser Rachricht noch keinen rechten Glanben schenkt, wird doch statt eines Schreibens eine^fandtschaft nacb Zürich geschickt, bestehend ans Schultheiß Dullikcr, Statthalter Zweper und MichaelTchvriw, mit einer Instruction folgenden Inhalts: Alle Pässe von Coblenz bis Nagaz sollen sicher gestelltwerden, namentlich Kaiserstnhl mit seiner Dependenz, Dießenhofen, Gottlieben und Rheinau; es soll darübergesprochen werden, von wie viel Mannschaft dieselben zu besetzen, aste diese zu verthcilen, und endlich aufwelche Weise sie zu verproviantieren sei. Es wird anch für gut erachtet, an den französichen Ain-b"ssadvr und an die Generalität der consöderierten Armeen zu schreiben. Die Schreiben sollen vonZürich im Rainen aller Orte ausgefertigt werden mit der Andeutung, daß man höchlich beleidigt sei""d den Abschlag des Salzes u. s. w. als eine Hostilität aufnehmen würde. Es soll sodann auch""t dem in Zürich residierenden schwedischen Agenten gesprochen werden. Räch Bern, Glarns, Appen-und St. Gallen, dergleichen an die Landvögte der gemeinen Herrschaften soll von Zürich ausRvthwendige geschrieben werden. Die 114 Bünde lind in aller v-rte Rainen nachdrücklich zu ersuchen,zu beseitigen oder wenigstens eingestellt zu lassen, wcw auf ihre innern Differenzen Bezug habe.Mit Bedanern vernimmt man, was dem Bischof von Consta»; von dem schwedischen OberstlientenantBR'ael Jsaacson zugemnthet worden sei, daß dieser gedroht habe, im ^all der Richterstattnng Alles mit^'"er und Schwert zu verheeren. - Um dieser Extremität zu begegnen, wird an den französischen Am-