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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Juni 1646.

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1«S».

Conferenz der katholischen Orte.

Lucern. tK4«, 4. und 5. Juni.

Staatsarchiv Luccr». Alisch. So anno ilitö. Bd. XXXVI. koi.cs.

Gesandte: Lucern. Heinrich Fleckenstein, Ritter, Schultheiß und Pannerherr; Jakob Bircher,bitter, Alt-Schultheiß und Venner! Ludwig Meyer, Ulrich Dulliker, Ritter; Leodegar Pfyffer, alle des^aths. n r i. Johann Heinrich Zum Brunnen, Ritter, Alt-Landannnann uiid Landshanptmann; Seba-stian Bilgerin Zweyer von Evebach, Ritter, Statthalter. Schwyz. Georg Aufdermaur, Landaminann;Sebastian Abyberg, Alt-Landammann; Michael Schorno, Alt-Statthalter und Seckelmeister. Unter wal-Maranard Jinfeld, Ritter, Landaminann; Johann Jmfeld, Ritter, Statthalter, von Obwaldcu;^"old Stultz, Landaminann, von Nidwalden. Zug. Beat Zurlauben, Alt-Ammann; Landvogt JakobAndermatt, des Raths. fKath vlischj Glarus. Balthasar Müller, Landaminann. Frelbn r g. JohannDaniel von Mvntenach, Ritter, des Raths; Riklaus von Mvntenach, des Raths. Svlothurn. JohannJakob Glutz, Seckelmeister und Venner. A P P c n z c l l - I n n e r r h v d c n. Johann Sutcr, Land-a»u»ann.

N. Nach Verrichtung der eidgenössischen Begrüßung läßt man das päpstliche Breve wegen des drohen-^n tiirkischen Krieges nochmals verlesen und antwortet darauf, die päpstliche Heiligkeit möchte mit denlästigsten Mitteln den so lang ersehnten allgemeinen Frieden zwischen den christlichen Potentaten nnd Häup-lrn befördern, damit deren Kriegsmacht wider den grausameil Tyrann gebraucht werden könne. Mail^'de die von den fronimen Vorältern bei dem päpstlicheil Stuhl erworbenen Ehreil und Titel ungeschwächtehalten suchen und bei allen Vorfallenheiten ihrem Exempel folgen. Zum Theil von den Unkatho-^ben umgeben, zum Theil mit ihnen Landschaften von beiden Religionen beherrschend, werde man sich denSchutz und die Acufnnng der katholischen Religion möglichst angelegen sein lassen. Man sei auch Willens,Heiligkeit alles dasjenige zu leisten, was erst neulich die Delegierten der Orte bei ihr schriftlich nndRundlich versprochen hätte», und hoffe, daß Sc. Heiligkeit sich damit begnügen werde. Sollte über knrz^r inng für peil h. Kirchenstaat Schuß begehrt werden, so zweifelt man nicht, daß jedes Ort nach demExciilpA der lieben Altvordern bereitwillig sich treu und tapfer werde finden lasseil. I». Den drei katholischenDchiedorten wird für die große Mühe, welche sie bisher in dem thurgauischen Geschäfte gehabt haben, ge-lind darauf beschlossen, die von Bern auf den 13. dieses Monats nach Baden ansgcschricbcne Tag-^Ituilg ^ besuchen, jedoch mit dem Entschlüsse, sich wegen der bekannten zwei Punkie mit Zürich in keineDeputation einzulasseil, hierin mit einander wohl vereinigt zu bleiben und diese beiden Punkte nicht mit""der» vermischen zu lassen. Werden diese beiden Punkte nicht widersprochen, so können dann die an-Zur Besprechung komme» und zwar die respectwidrige Behandlung des lucernischen Läufersbvten von^te der Uttwyler, die Prvfanativn der Gebeine der seligen Adelheidis, die Schließung der uralten Capelle,^ Benehmen des Landvogts Füßli. Man hofft, daß die Gesandten der katholischeil Schiedorte Alles wahr-^k)>iieii und ablenken werden, was den katholischen Orten zum Nachtheil gereichen könnte, sollte man ihnen'"ä)t billige Satisfactivil werden lasseil, so möchte man ihnen zum lieben Rechte und zur -Theilung dieser^"igeil Vvgtei beholfe» sein. Es wird die Hoffnung ausgesprochen, daß die Obrigkeiten diese Vorschläge

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