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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Mai 1646.

sie nicht fürchten, daß daselbst ihnen etwas zu Nachthcil fürgehe, und wenn es ihnen gefalle, könne»sich auf dieselben verlassen und ihre Herren Gesandten der Mühe überheben eine so weite Reise zu ihn»'und wenn sie auch noch andere Sachen haben (sintemal diese nicht erfordern, eine solche wichtige DcP»^tion, bei welcher man sie abgesondert sehe von den katholischen Orten, welche auch oftmals ersucht wordenmitzuschicken, dazu aber um gewisser Ursachen willen niemals sich verstehen wollen) und ihnen gefiele, sichihn offenherzig herauszulassen, und derenthalb ihm ein Memorial zu übergeben, wollte er deßwegenKönigliche Majestät berichten und nicht zweifeln, dann sie ihren Herren Plcnipotentiarien anbefehlen w>"den, sich ihrer Interessen anzunehmen, sowohl als Ihre Königliche Majestät eigner. So wisse er auch, ^gedachte Herren Plenipotentiarien gar geneigt seien, ihnen Freundschaft zu erweisen und Gefallen zu th>^was sie betreffen möchte; denn gemelte Herren ihm solches überschrieben, es denselben zu wissen zu mach^so er auch gethan.

Darüber Herr Bürgermeister Weitstem geantwortet, daß alle Briefe von Münster und Osnabu'ausweisen, daß durch die Friedenshandlung sich verändern werden viele Länder, Städte und Schlösserandere Orte, so in ihrer Nachbarschaft seien, bei welcher Veränderung sie auch großes Interesse bekon»»^möchten, und daß dies; eine der vornehmsten Ursachen sei gedachter Gesandtschaft, dazu auch schlage,man Rede halten möchte von Sachen, so sie berühren thäten, daß sie dannzumal an selbigem Ort»"'Leute hätten, so genugsam wären, ihre Rechte und Interessen zu rcpräsentircn.

Ueber solches Herr Ambassadvr wiederum geantwortet, daß allein Frankreich wäxe, so anzusprr^'habe an gedachte Länder, Städte und Orte, so in ihrer Nachbarschaft an dem Rhein gelegen, dercnWes von etlichen Jahren her in billigem Besitz sei durch Recht eines billigmäßigen Krieges, und daß ^deßwegen große Ursache haben, sich zu erfreuen der Ancrbietungcn, so die Kaiserlichen allbereit eineshalb gethan, und daß er hoffe, sie werden in kurzer Zeit Frankreich auch überlassen, darum noch dies;""'der Streit sei; dieweil sie mit Frankreich verbündet seien und mit Oesterreich nicht, sollten sie sichIhrer Königlichen Majestät auch erfreuen, daß gedachte Länder Ihr ohne Ersatz verbleiben, ohnesich zu fürchten, daß ihnen etwas Nachtheil zuwachsen würde von gemeldten Veränderungen, sondernmehr großer Vortheil, sintemal das Haus Oesterreich sie niemals für seine Freunde gehalten, hing^aber von Frankreich sie allezeit gute Freundschaft und Assistenz empfangen, deßwegen sie nicht sorgstsein sollen, Achtung zu geben auf dasjenige, so bei gedachten Veränderungen vorgehe, so das ge»'^Wesen und sie ganz nichts betreffe, anders es liebe zu sehen die Erweiterung Frankreichs in ihrer 3^'barschaft, daß vielleicht ihre Gesandten sich bei solcher großen Versammlung verwickelt befinden möch^'weil sie ohne Geschäft daselbst wären von einem namhaften Stand, so aber vielleicht minder angest^würde, als er aber «rentiert; daß etliche sie befragen möchten, ob sie dahin gekommen wären, alssie auch Thcil am gegenwärtigen Krieg, und iir diesem Fall sollten sie nicht erscheinen ohne derPaßporte oder als ein Rcichsglicd, so ihnen nicht ersprießlich wäre. Wäre es dann die billigen A»sp^Frankreichs zu favorisieren, so solche allein an gedachte Städte und Länder hat, sind sie dazu nicht ^und würde wenig nützen; sollte es aber im Gegenthcil, so er jedoch nicht glauben könne, da er ein »nff'^Vertrauen zu ihrer fürsichtigen Affectiv» gegen Ihrer Königlichen Majestät, und daß sie Wohl wisse», 'ihre Interessen mit Frankreich vermischt, dahin gemeint seien, den Sachen eine Verlängerung zu ^fachen, würde neben der Schande, so sie bei aller Welt überkommen, ihr Vorhaben ohne besondere»sein; denn es ganz gewiß, daß man gedachte Länder um keine andere Ursache willen abtritt, als ausund könnten sie zu Freunden verlieren, die so ihre allerbesten gewesen sind.

Gedachter Herr Wettstein hat weitcrs geantwortet, daß die Stadt Speyer Sachen gegen ihnen