Juni 1645. 1351
^M-geüwischen Boden gezogen und von dcmselbigen die. Statt Constantz belagert hat, und denzcmahl diebier Lobl. Catholischen Orth Urh, Schwehtz, Undertvalden und Zug mit ihren Ehrenzeichen der Landts-W'dlinen zu Erstattung der beh denselben Zeiten ausgangnen Ehdtgnössischen Abscheiden (die da vermögen,ein- oder die andere Kriegs Macht den Ehdtgnössischen Boden berüehrcn sollte, dieselbe mit gesambtcr^acht abzetreiben) ausgezogen, in dessen Ansahen dan grosse Uncösten anffgangen; also wvlermelldtes^rch Schlvehtz, zue Abstattung deroselben, durch Hrn. Landtamman und die Siben daselbsten, ein allgc-'"nne, in dergleichen Landsnötheil und Gefahren gewohnte Stettr auf Ihr Landtleüth und Nnderthanen^ legen verursachet worden; hierinnen dan auch die Walldtleüth zue Einsidlen, in Ansechung ihrer Ver-achtung, wie auch ihr, der Herren von.Schwehtz, Regalien, unverseerten von ihren geliebten Altvordern^nen hinderlaßnen, auf solche Wehst angelegten Steür- und Atlszug Ziödlen gezogen worden; hingegen"ber Ihr Fürstlich Gnaden zue gemeldtem Eiusidlcu in Ansechung ihres Gottshauses habenden Regalienlolches nit zuegeben tvöllen, sondern, so dan auch die Waldtleüth daselbsten sich darwider gesetzt; waraustnun vilerhandt Btistverstendtnussen und Unwillen sich ereugen lassen. Und obwvlen solche hinzuclegen
Monats Aprilis Anno 1636 ein Zuesamenkhunft von Ihr Fürstlich Gnade» in Person selbsten
^'"ht dcroselbigen geist- und tveldtlichen Biithaften, und einem ansechenlichen Allßschntz von wvlermcld-^'U Orth Schwehtz, bei dem Rothen Thun» angesechen lind gehalten; auch darinnen durch beiderseiths^'sgeschostno Herren solchen Mistverstandt der streitigen Steür' etwelcher Gestalt zu vergleichen, Mittel in^hr auffgesetzt worden, hat es jedoch alles soweit nit verfangen mögen, dan dast diesere erregte Streit""d Misthel hiednrch hingelegt werden könden, sonder hat mit der Zeit also znegenvmmcn, daß die HerrenSchweitz den Waldleiithen zue Einsidlen einen Vogt ans ihrer der Herren von Schweitz GcmeindAprilis dest 1637 Jahrs zegeben Ursach genommen haben; lvarauf dan Ihr Fürstlich Gnaden aus^'gemeldtem Ansechen ihrer lliegalieic sich diserem Füritcunnen nit weniger widersetzt, und vvlgendts bei-^rseiths noch mehr Ungnetes und allerhandt Weitlüufigkhciten sowol mit tviircklichen Processen, als mit^herstlstMjH^ Schriften, Worten und Werckhen ervolget; und ohnangesechen nit allein die Päpstlichen^rcn Nuncij, sondern auch die iibrige Cathvlische Orth Lobl. Ehdtgnoschafft (allwo discre Mißhcl und^lrcitigkh^it von Ihr Fürstlich Gnaden vorgebracht worden) durch vilfaltige Schreiben und underschiden-Gesandtschaften sich in die Sach geschlagen und solche zue vergleichen sehr beinüehet haben; jedochdisere vvrgelvendte Btüehe, Arbeith, und Uncösten nit fruchten mögen, als daß der Unwillen und^"Mmdtschaft mit der Zeit sich genehret, und solche Unruhw und Misthellung bis in die sechs Jahr langErzogen, aber letstlich durch flchssige und unablestliche Underhandtlung der Ehrwürdigen Vüttern Capnci-nach langem die Sach dahin vermittlet, dast man sich zue beiden Theilen widerumb auf ein fründt-Besprachung zlie dem Rothen Thurm veranlasset, allda Ihr fürstlich Gnaden ein beweglichen VortragUsfaung eines Gott tmd seiner Gcbenedhten Rtlietter angenemmen, bciderseithe, aber wolanstendigen,"'^aeiudicierlichen Fridens gethan, und also einer hauptsechlichcn Composition oder Vergleichung denallbereitet hat; wie dan nachvolglichen Ihr Fürstlich Gnaden darab fvrtzesctzen, ans Ihr Mittel^ Eoiwent die Wol-Ehrwürdigen Herren 1K Martinum Kachlern, Subprioren, lind I.. Michaelem Regc-Statthaltern llacher Schwehtz, und zue denselben von den Herren von Schwehtz widerumb ein an-'^Mlichm Ausschntz mich miff sollig End hin verordnet; auch damahls durch Sic Ihr Fürstlich Gnaden^geordnete der alte Stand dargeschlagen; durch die Herren Ausschütz der Herren von Schwehtz aber,^ sie in dein alten Stand sehen und denselbigen in kein Weg überfahren haben, geantwortet wor-