1644
Februar 1645.
Conferenz der evangelischen Städte und Orte während der Tagsatzung zu
Baden. 1K45, im Februar.
Staatsarchiv Zürich. liest. XII. ISO. toi. SW.
Gesandte: Dieselben, welche in Absch. 1056. Appenzell-Außerrhoden ist bei dieser Conserenz nicht ^treten.
». Wegen des schrecklichen Sturmwindes, der Sonntags den 29. Januar ganze Wälder "iederg^und andern Schaden verursacht hat, wird auf Sonntag Neminiscere (den 12. März) ein allgemeiner S' ^und Bettag in allen evangelischen Orten und den Zugewandten angesetzt. St. Gallen, Genf, Biel ^Mülhausen werden davon in Kenntnis) gesetzt. I». Bürgermeister Jmthnrn läßt eine Beschwerdeschrist"Junkers Johann Jakob Ziegler, des Raths und Statthalter zu Schaffhansen, verlesen, betreffend dasjc>>^was demselben wegen seiner Söhne Christoph und Heinrich in dem Schlnmpf- und Zollikoferschenmentsgeschäfte zu St. Gallen begegnet ist, und fügt bei, Schaffhausen werde denselben möglichst ^bieten; weil man aber in Beziehung auf den Arrest nicht instruiert ist, so nimmt man das Begehrtden Abschied und findet für gut, einstweilen ein freundliches Jusinuationsschreiben an die Stadt St. ^ ^zu erlassen, mit Eröffnung der Zieglerischen Begehren und Vorschläge zu Erörterung der Sache, t -eröffnet vertraulich, seine Obrigkeit habe sich wegen des Dorfes Grvßhüniugen mit Herrn Herwart, ^dasselbe von dem Herzog von Sachsen-Weimar verehrt worden sei, in einen Admodiationstractat ausJahre eingelassen mit Ratification der königlichen Regierung zu Breisach und habe die RatificationErzherzogin Claudia begehrt, welche aber noch nicht erfolgt sei. Weil Basel au diesem Ort viel lff»»die Posseßuahme jedoch ohne vollkommene Ratification bedenklich sei, so bitte es die Orte um ihn ^achten. Es geht dieses dahin: weil durch eine Necharge au die Erzherzogin, wenn deren Resolutiongünstig ausfallen sollte, sie noch mehr „gesteckt" würden, Oesterreich den Pfandschilling noch nichtbezahlt habe, die Admodiation aber von denen geschehen sei, in deren Gewalt das Dorf sich dermalen^finde und sie niemanden zum Nachtheil gereiche, so möchte Basel den Posseß wohl einnehmen.Eröffnung Berns, daß Oberst von Wattenwhl von dem Marschall von Vassompierre nach Trier cool»"diert worden sei, wird zu fernerm Nachdenken und künftiger Resolution in den Abschied gew»»" ^v. In Folge einer Beschwerde von Basel über das Verfahren des Kammergerichts zn Speyer w»'^,den französischen Ambassador geschrieben, er möchte sich bei Hof dafür verwenden, daß dem künftige» bdenstractat einverleibt »verde, des Königs Bundesgenossen möchten mit allen beschwerlichen Processenund bei ihren Freiheiten belassen »Verden. l. „Weil Michael Augelo Zeuoino wegen desCerati Nahrung aus seinem eigenen väterlichen Erb bisher keine Satisfactivn erhalten hat", so iBasel, daß mau dem Zenvino, falls er das Recht nochmals brauche und wieder abgewiesen »verde,sälien bewillige. Es wird dieß in Bedenken gezogen und Zürich ersucht, die Sache dem veuetianisch^ ^sidenten nochmals zu empfehlen. A. Was wegen Hvhentwiel zur Sprache gebracht worden ist »»d ^Gegenstand weiterer Verathung gemacht werden soll, dessen werden sich die Gesandten wohl zuwissen. I». Landammann Elmer begehrt Rath wegen folgender Beschwerden der evangelischenburger: Von den Beamten des Prälaten würden alle Mittel versucht, um jene von ihrer Religio»treiben; bei Heirathen in verbotenen Graden ertheile man den Katholischen Dispens, auch den 6»»^