19da: Der Greiſe weichet von dem Wege nichtmehr ab, den er als Jüngling zu gehen ge-wöhnet war. — Auch wir Deutschen habendieses Sprüchwort nach dem Sinne der Mor-genländer: Jung gewöhnt, sagen wir, alt ge-than. Die erſten Eindrücke zum Guten oderzum Bösen, die man dem Kinde beybringet,sind meistentheils die stärksten und bleiben.Wer anfänglich gute Grundsätze der Tugendals Kind empfangen hat, von dem läßt sichwenigstens nach dem Gange der Dinge, wennkeine Verführung dazwischen kömmt, auch hof-fen, daß er nachgehends als Mann, als Weib,als Sohn, als Tochter, als ein Glied desStaates dabey verharren werde; da im Gegen-theile derjenige, oder diejenige, die in derWiege ihres Alters im Guten, im Christen-thum verwahrloset worden, auch in der Folgekeinen rühmlichen Christen, keine des Namenswürdige Christinn abgeben wird. — Unterrichtin den Anfangsgründen der Religionsvorschrif-ten, und Befestigung in denselben muß mit-hin das Hauptgeschäft für die Erziehung derchristlichen Jugend ausmachen. Da nun die-ſes eigentlich auf die Kinder der Armen angesehen ist, die ohnehin aus Mangel der Er-ziehung oft die Gefahren der Sittenlosigkeitam nächsten einlaufen, und da die Beförde-
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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