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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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18schiedenen Ständen im Staate. So viele de-ren immer sind, die Religion muß ihre Trieb-feder, ihre Richtschnur seyn. Wer immersagt, er kenne Christum, aber seine Gebothenicht hält, in dem ist die Wahrheit nicht.Johannes erklärt dieses im I. Briefe, II.Hauptst. 4. Verse. Jeder Stand im Staa-te muß also durch seine Anhänglichkeit anChristum, durch pünktliche Erfüllung seinerGebothe an Tag legen, daß er der Zweig ei-nes christlichen Staates sey. Gehet aberdieses alle Klassen der Bürger an: so betriftsauch die Armen; und jede Einrichtung imStaate, welche für das Aufkommen der Reli-gion der Armen sorgt, muß mithin auch indieser Rücksicht die beste Gutthat für die Ar-men seyn. Nun aber muß der Armenpflegeauch hierinn das Lob beygelegt werden. Siesorget so ganz für die Sittlichkeit der Armen.Sie befördert das geistliche Wohl der dürfti-gen Staatsglieder im Ganzen. Ich will ſa-gen: I. Das Heyl der Kinder II. Das Heylder Erwachsenen. Das Heyl die guten reinenSitten der armen Kinder. Wohl und ganzgottseelig haben die Stifter dieser Armenan-stalt dasjenige überdacht, was der Weise inseinen Denksprüchen amXXII. Haupst. 6ten Versebehauptet: Es ist ein Sprüchwort, redet er