20rer dieser Armenpflege sichs herzlich angelegenseyn lassen, für den Schulunterricht der Ar-menkinder zu sorgen, und nebst bürgerlichenWissenschaften ihnen auch besonders die Kennt-nisse des Christenthums beybringen zu lassen;welch einen schönen Dienst leisten sie hiemitnicht den Armen, und zugleich der Religion,welcher alles daran gelegen seyn muß, Fröm-migkeit in den Kindern in diesen zarten Spröß-lingen des Staatsbaumes zu sehen, um ausihnen einst würdige allgemein nützende undchristliche Bürger zu gestalten. Wer weis esnicht, wie viel auch die Kirche Gottes auf Er-den dadurch gewinnt? Wer weis es nicht,wie gründlich das geistliche Wohl einer christ-lichen Gemeinde eben alsdann befördert wird,wenn Kinder, aus denen einst Leute, Ehe-leute, Väter und Mütter werden sollen, früh-zeitig und in den Jahren, wo es gilt, mitden Gründen der Religion bekannt gemachtwerden? Habe ich es nöthig, ihnen etwa vonProben hierüber zu sprechen, oder ist es nichtgenug, wenn ich Sie auf den Schaden hin-führe, auf die erfahrungsvolle Beyspiele derjämmerlichen Sittenlosigkeit, welche lebendigeZeugen der im Christenthume verwahrlosten Ju-gend abgeben? Leichfertigkeiten aller Art, öf-fentliche Ausschweifungen, widerspänstige Ver-
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Fünf Predigten zur Empfehlung der neu errichteten allgemeinen Armen-Versorgungsanstalt
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