Juli und August 1643. 1285
Ambassador überläßt ihueu die Wahl des einen Namens; da sie aber davon keinen Gebrauch machenZollen, läßt er das Kind Felix nennen, r. Basel beschwert sich, daß seine Bürger und Angehörigen zu-wider den ihm von Kaisern und Königen gegebenen Befreiungen von außerhalb der Eidgenossenschaftlohnenden Ansprechen: vor das kaiserliche Kammcrgericht zu Speyer und anderswohin citiert und, da ihnen
^ erscheinen verboten ist, mit Arresten angegriffen worden seien. Es wird an den Kaiser geschrieben, daß'k Angehörigen der Eidgenossenschaft künftig mit dergleichen Citationcn und Arresten verschont wm-va,,'"dchten. (S. ... die betreffenden Vogtcien.) ^
Verhandlungen der katholischen Orte,tt. Der Bischof von Basel dankt für das von der letzten Tagsatznug im Namen der XIII Orte undZugewandten an den französischen Ambassador erlassene Schreiben, berichtet, daß dieselben Drangsale"°ch fortbestehen, daß von seinen Nnterthaucu immer noch Contributiouen verlangt werden, daß keine Hoff-"""g vorhanden' sei, das Eisenbergwerk wieder zu erhalten noch eine Ergctzlichkeit dafür. Er bittet">n Rath und Hülfe.' Ihn. wird die Antwort des Ambassadors zugeschickt und mitgethcilt, was man andm Hof geschrieben hat, zugleich auch beigefügt, daß, wenn nicht bald eine willfährige Antwort erfolge,die Herreu und Obern doch bedacht sein werden, eine Gesandtschaft abzuordnen. ,»». Durch den Prälaten"vn Wettingen wird den Gesandten ein Breve des Papstes mit einem Begleitschreiben des Nuntius zuge-"ellt, in welchem jener die Gesandten in Kenntniß setzt, daß katholische Fürsten ihre Macht gegen den Vaterd°r Christenheit aufstellen und kein Bedenken tragen, mit offenem Krieg die Stadt des römischen Stuhles°'"zunehmeu. In der darauf erlassenen Antwort wird das Bedauern über diese Empörung und die Er-wartung eines bald erfolgenden Friedens ausgesprochen, für welchen der Papst bei den interessierten Poren-'Mcn, Festen und Ständen durch seine Autorität ferner hinzuwirken gebeten wird, wenigstens doch, daß^ Blutvergießen zwischen den Katholischen eingestellt werde, vv. sDie mit Mailand verbündeten Orte.s^uf die Klage, daß die dermalen auf mailändischem Gebiet befindlichen Soldaten übel bchaudclr werden, wird^ Gubernato'r und Großcanzlcr zu Mailand und der Ambassador Casati ernstlich um Abhülfe angegangen undgleich dem Oberstlieutenaut und den Hauptleuten die Weisung gegeben, heimzuziehen, wenn jene Schreiben nichtsAchten sollten (S. u. Thurgau.) XX. sVII katholische Orte.j Lucern wird ersucht die Beschwö-
rst des Bundes mit Wallis auf künftige.. Herbst anzusetzen. Die Gesandten Lucerns entschuldigen sichdaß der Bau der Hofkirchc, in welcher der Hauptact vor sich gehen werde, noch nicht vollendet sei;?°"chuen jedoch das Ansuchen in den Abschied. Ferner wird Lucern ersucht, an den Bischof und die'"bm Zehndcn ein Entschuldigungsschreiben wegen der Verschiebung des Buudesschwurs abzuschicken.
M mit Savoyen verbündete Orte.j Die Herzogin von Savoyen antwortet auf die an sie abgcgan-^ Beschwerdeschrift, die Garde und das Regiment des Obersten Ulrich betreffend. 2-. sVII katholischemü nebst katholisch Glarus und Appenzell^ Erzherzogin Claudia berichtet in einem Schreiben, daß inUl Bünden etwas Schwierigkeiten" vorhanden sei, daß ein Anschlag bestanden habe, die Capuciner^ Chur zu vertreiben und durch maskierte Personen zu erwürgen. Die Bünde werden m eine», an sieächteten Ermahuuugsschreibeu auf die Folgen für sie und die Eidgenossenschaft aufmerksam gemacht.
(S. u. Nappcrswyl.)
Man sehe auch in den Abschnitten Herrschafts- nnd Schirnwrtsangelegmheiten:
^'"schc gemeine Vogtcie» über». Ii. Art. 5ö. Kirchliches. k. Art. 6. AnttSrcchnnng.