Juli und August 1643.
Ort soll aber möglichst gute Vorsorge treffen. 3) Da die Wirthe au etlichen Orten zu große Herten^hc>i, cmf die Wünschbarkeit einer auch hicfiir aufzustellenden Ordnung aufmerksam gemacht.' l^III Orte.) Der französische Ambassador, Herr Caumartin, libcrreicht ein königliches Schreiben und^ alsdann die Antwort auf das ihm auf jüngster Tagleistung zugestellte Memorial vor. Der Inhaltselben ist folgender: 1) Alls die Beschwerde der Orte, daß man die. in Frankreich traficierenden eidgenös-Kaufleute von den Jmpots der Douane zu Lyon und Valencc befreien möchte, wird geantwortet,Man den Fcrmiers befehlen werde, keine Neuerungen einzuführen und zurückzuerstatten, was sie unrccht-abgenommen hätten. 2) Alls die Bitte um Bezahlung der geliehenen Capitalicn nebst den Zinsen,^ Pensionen und Distributionen und die Bezahlung der Obersten und Hauptlcute, erfolgt die Antwort,die Königin wegen der Erhaltung der großen Armeen dermalen nicht im Stande sei, die Zahlung zu.^a, daß sie aber, sobald der Friede hergestellt sei, die Ansprachen befriedigen werde. 3) Auf die Be-'^rdc, daß die Besitzer von eroberten hypothcciertcn Gütern auf österreichischem Grund und Boden denMtoren keinen Zins mehr zahlen wollen, wird geantwortet, daß darüber eine Untersuchung werde ange-werden. 4) Auf die Bitte, es möchten die neu errichteten und die gesteigerten Zölle, namentlich die».^isach beseitigt werden, wird gefragt, über was für Zölle zu Breisach man sich zu beklagen habe,^ woher es komme, daß die Eidgenossen sich für die Dinge, welche im Elsaß geschehen, interessieren.
Das Verlangen, daß man das eidgenössische Kricgsvolk nicht anders als nach dem Laute des Bünd-. ^ brauchen möge, wird dahin beantwortet, daß dasselbe an keinem Orte werde gebraucht werden, dersP'laß zu einen: Verweise von Seite irgend jemandes geben könnte. 6) Auf das Begehren der Wie-z/"'setzung des Bischofs von Basel in sein Land wird erwidert, daß diese schon stattgefunden habe mitz„ der Eisenhütten zu Oelsberg. Ucberdicß würden unbedeutende Contributionen und Requisitioneni^^baltung der Garnisonen erhoben, welche das Land vor größerm Unheil schützen. 7) Auf die Bitte,"wchte Coustanz nicht angreife,: und die Armeen von den eidgenössischen Grenzen fern halten, wird>> "wgstchen Gründen nicht willfährig geantwortet. 8) Dem Ansuchen um Wiederherstellung der Neu-Aschen den beiden Burgund stellt Frankreich die wortbrüchige Handlungsweise der FreigrafschaftUewgmZ wird auf den bald zu hoffenden Frieden aufmerksam gemacht. 9) Auf die^ König möchte für den gemeinen Frieden, zu dessen Herbeiführung die Deputierten sich ver-das Scinigc beitrage,:, wird eine befriedigende Antwort gegeben. 10) Endlich erklärt sich diek,,?" ""f das Ansuchen der Orte bereit, beim künftigen Friedensschlüsse sich der Eidgenossen an-und dahin zu wirken, daß sie in den Frieden eingeschlossen werden. Obgleich der Ambassadordaß „:an sich „ut dieser Antwort, in der kein Artikel versagt sei, begnügen werde, zieht man diedach m weitere Bcrathung und findet, daß eine Gesandtschaft wegen de» Könige ^.od für dicßmal»°ch Zeit sei. Dagegen ist man der Ansicht, daß es besser sei, an die Königin um Gewährung der!i» bewilligten Punkte in: Allgemeinen zu schreiben. Man läßt also vorerst in aller Orte Namen^»^"dvlenz- und Gratnlatiousschreibeu abgehen, sodann wegen der betreffenden Angelegenheiten in:der Mehrzahl der Orte ein zweites Schreiben. Den, Ambassador läßt man eröffnen, man habe^sz h' ^Uügen vernommen, daß der Ansang zu eine,,: allgemeinen Friedcnstractat gemacht worden sei, und^^igin gedenke die Eidgenossenschaft darein einzuschließen; ebenso, dav das eidgenössische Kriegsvolkkü ^- ^ gebraucht werden solle, daß den Otten von niemand ein Verweis gemacht werden könne. Im Uebri-' " ^ »»an in Beziehung auf den einen und andern Punkt mehr und deutlichere Willfährigkeit erwartet.