Juli 1640. 1^5
geilen Näfclsersahrt, für welche die Kosten aus dem gemeinen Teckel bezahlt würden, hatten wollen vor-igen lassen. Die Mitlandlcnte hätten wegen dieser Neuerung an der Fahrt nicht Theil genommen, auchAnsprache dagegen gethan, daß die Kosten aus dem gemeinen Teckel bezahlt würden. Er glaubt, daßselben nach den Verträgen von 1532 und 1564 lind dem Landbuchc sich dessen nicht weigern können,W»al da das Bild des h. Fridolin auch im Landespauner lind im Landessicgel und auf den Fahnen der^'ocesschneu sei. Den katholischen Glarncru wird nun gerathen, sie sollen nochmals die Kochen aiw demdeinen Seckel verlangen; wenn sie dann gefragt würden, ob sie künftig es unterlassen wollten, das BildAnzutragen, sollen sie antworten, daß sie glauben, nach dem Vertrag von 1564 dazu befugt zu seiu;W" man aber dagegen Bedenken habe, so wolle mau von den vier Orten, welche den Vertrag gemacht^ten, eine Erläuterung begehren. Jedes Ort soll künftig seine Gesandten instruieren, den Katholiken alleszu helfen. (S. u. Sargans.) Stl". Der Abgeordnete des Bischofs von Basel, Gencralvicar
^Ulricus, schildert nach Uebergabe seines Eredenzschreibens die Noth, in welcher der Bischof durch das""gelagerte Kriegsvolk noch immer sich befinde; daß er kein anderes Einkommen mehr habe, als aus deinwelches aber zu seiner Erhaltung nicht hinreichend sei; daß ihm die Schlösser trotz dem Versprechennicht abgetreten wordeil seien. Er bittet, man möchte deßwegen nochmals mit dein Ainbassador^liand reden. Dieß geschieht durch eineil Ausschuß. Meliaud aber antwortet, daß dem Ansuchen zu eilt-^n „icht i>, seiiler Befugnis; liege; er räth, an den König, den Cardinal (Richelieu) und an den^°g von Longueville zu schreibeil, und anerbietet seine Unterstützung; jedoch sei an etile Räumung desBisthums nicht zu denken. Alan theilt diese Antwort dein bischöflichen Abgeordneten mit; an diekannten drei Orte läßt man Schreiben abgehen. K». (S.u. Freie Aemter.) lilc. siVll katholische Orte,!?^us Appenzell-Jnnerrhodeu.) Lucerus Gesandtschast rügt, daß Zug zu dein Bau der Brücke beitrotzdem daß ihre Herren und Obern Ncchtsanie und Briefe haben, ihn zu verhindern, von den dreidie Zustimmung erhalten habe, und verlangt wegen schlimmer daraus hervorgehenden Consequenzen,^ vom Baue abstehe. Zug bittet fremideidgenössisch, mau möchte es am Baue nicht hindern, da diese"'cke ilicnlandeil zum Schaden, Vielen zur Bequemlichkeit gereiche. Die drei Orte lassen es bei ihren
^enen Stimmen bewenden, behalte., jedoch Lucern seine Nechtsame und Briefe vor. Die übrigendies. >
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^'dtcn nehmen die Sache in den Abschied, damit ans eine andere Zusammenkunft instruiert werdenII. (S. u. Thurgau.) im». (VI mit Spanien verbündete Orte.) Hauptmann Crivelli, königlich
^"Uschcr Dolmetscher, läßt sich im Namen des spanischen Ambassadors.Karl Casati dahin vernehmen, daß"rkgraf de Leganez, wie er es dem an ihn abgeordneten Landammann Im Hof versprochen habe, in^n vier Monaten eine vollständige Pension bezahlen werde, daß auch inzwischen zu Gunsteil des^""entes des Obersten Zweyer die Rechnung angefertigt werden, die Auszahlung einiger Baarschafl und»richtige Fließung der gethanen Assignationen" erfolgen solle. Im klebrigen gibt er in Betreff der"Wehenden Pensionen den Gesandten zu bedenken, wie sehr der König durch Alisgaben für Erhallung»vr /^Wschen Wesens und die Sichcrstelluug der Grenzen in Anspruch genommen »verde, so daß es ihm^ Hand nicht möglich sei, die Orte in größcrm Maße zu befriedigen. Die Gesandten erblicken auch>r»e»l Versprechen nur leere Worte und Ausflüchte und glauben, daß es ihren Herren und Obern nichti»ll sein würde, wenn sie zu Erhaltung ihrer Reputation zu andern Mitteln schritteil. Unterdessen
,^uceru an den Markgrafen von Leganez, den Großcanzler oder an die spanischeil Minister schreiben.' katholische Orte, Glarus lind Appeuzell-Jnnerrhoden.) Der Nuntills drückt in einem Schreiben