Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
1160
Einzelbild herunterladen
 

1160

März 1610,

Landammann und Pannerherr; Diethelm Schorns, Alt-Landammann. Unterwalden. WoW^Stockmann, Ritter, Landaimnailil; Johann Jmfeld, Alt-Landammann und Landshauptmann, vonBartholomäus Odermatt, Landammann, von Nidwaldcn. Z u g. Wolfgang Wikart, Statthalter; Niklans 'Seckelmeister. Glarus. Jakob sBalthasar?s Müller, Landammann. Freiburg. Peter Heinricher, Ss ^meister; Franz Peter König, genannt von Mohr, Freiherr. Soloth urn. Johann Schwaller, Seckelniei! ^Mauriz Wagner, Bauherr. Appenzell-Jnnerrhoden. Jakob Wiser, Landammann und Paimer?^». Zürich hatte an die katholischen Orte geschrieben, daß der Kaiser das Ansuchen gestellt habe, ^XIII Orte möchten um wichtiger Ursachen willen nach Baden auf Lätare zu einer Tagsatzungsandten abordnen; zugleich hatte Lucern von der Erzherzogin Clandia ein Schreiben erhalten, die Gesa"der katholischen Orte möchten sich acht Tage vorher zn Lncern versammeln, damit die kaiserlichemit ihnen vertraulich conferieren könne- Als die Gesandten versammelt sind, kommt der Bericht, ^ ,Legation zn erscheinen verhindert sei. Man will die Ursachen dieses Nichterscheinens zn Baden vernetz""werden dieselben nicht triftig erfunden, so soll zu Erhaltung des billigen Nespects ein gebührendes ^timent an die Erzherzogin erlassen werden, ü». Da Zürich in dem Ausschreiben der Tagsatzung ^Baden auch den von den Evangelischen geforderten Beisitz eines evangelischen Protvkollisten und de"ihnen beanspruchten gebührenden Ncligionstitel auf die Tractanden gesetzt hat, so vereinigen sich die Stn"wieder in der den 2. December 1639 den evangelischen Orten von Lucern aus zugeschickten Erklärungwird, um künftig allemZappel und Gezänk" zuvorzukommen, durch einen eigenen Läufcrsboten Zürich ^schriftlich in Kenntniß gesetzt und das Ansuchen beigefügt, es möchte künstig dergleichen Prätensionen "lassen und, statt dergleichen schädliche Neuerungen zu begehren, sich mit dem beschäftigen, was zur ^ ^znng eidgenössischer Vertraulichkeit und zur Handhabung löblichen alten Herkommens diene. Sollü"^evangelischen Orte einen evangelischen Protvkollisten einzuführen sich unterstehen lind ohne einennicht sitzen wollen oder das eidgenössische Recht darschlagen, so sollen sich dadurch die katholischen Gcs""nicht irren lassen, sondern die Geschäfte fortsetzen und keinen Beischreiber neben dem Landschreiber d>Damit in Zukunft diese Uebercinkunft keine Aeuderung erleide und man sich streng daran halte, wird IOrtes Obrigkeit ihre Autorität darüber walteil lassen. Damit die Landschreiber mit um so besserer ' ^dein Geschäfte obliegen können, wird vorgeschlageil, daß sie während der Berathungen bei der Stelle b ^ ^und sich befleißen sollen, die schweren.und vornehmsten Sachen zu Papier zn bringen und hernach r"" ^Session abzulesen. Und damit der Landschreiber zu Badeil etwas zu seinem Behelfe in Händen habe .des Schutzes der Orte getrösten könne, wird ihm berichtet, was jener zwei Punkte halber anschrieben wird. «. Or. Thomas Heinrici und Georg Schötlin, Abgeordnete des Bischofs vonBaseh ^mit folgenden Bitten vor die Versammlung: 1) Die Gesandten möchten dem Bischof dazu verhelsiwdie Schlösser Zwingen und Pfeffingen, deren Restitution noch nicht erfolgt sei, für welche aber der ^zösische Ambassador die Vollmacht erhalten habeil soll, nicht nur ihm eingeräumt, sondern auchZugchörde an Land, Leuten lind Einkommen restituiert werden, und daß eine eidgenössische Salvag'" ^darein gelegt werden möchte. 2) Die Gesandten möchten darauf denken, daß das Schlößlein Bir^die Angehörigen des Amtes von der schwedischen Contribution befreit werden, damit der Bischofneben der solothurnischcn Salvaguardia wohnen könne und die Untcrthanen eineil Beitrag an dw ^guardia, wie an den andern Orten, zu geben im Stande seien. 3) Sie möchten auf die Abtret""b ^Städtlcins Delsberg und des ganzen Thales dringen, weil an selbigem Paß sehr viel gelegen sei-