Januar 1639. 1115
chn ^ ^ ^^l'^udte erklärt hierauf, er habe Befehl, jedem in den Aufbruch einwilligenden Ort sofort^ Mensch,,, cmch Fried- und Vereinungsgeld auszuzahlen; desgleichen solle den abgedankten Oberste»? und^Meilten so viel als nur möglich ausbezahlt uud im Laufe des Jahres sollen von Zeit zu Zeit ansehnliche"Aiea entrichtet werden. Obwohl dieselben bei etlichen Personen in Frankreich in die 259,009 Fr. auf-^chen hätten, solle denselben doch an ihren künftigen Zahlungen bis zur letzten Abrechnung nichts abge-, werden. Ja Betreff der auf die alten Contracte allsstehenden Distributionen werde er Alles anwenden,hierin ein guter Wille gcmacht werde. — Zürich, Bern, Uri, Glarus beider Religionen, Basel,Svlothlirn, Schaffhallsen, beide Appenzell willigen ein, jedoch so, daß des Gesandten Gegcnver-erfüllt werde. — Lncern, Schivhz, beide Unterwalden und Zug nehmen die Sache in denh'e»>d. ^ h^h^" Gewalten liicht mehr hätten versammeln können, das Vaterland selbst vondcZ U" ^^^en umringt und es bisher Nebung gewesen sei, daß man auf einer solchen Tagsatzung blos' '"bchsadors Begehreil entgegengenommeil habe. — Diese Erklärungen werden dem Ambassador durchl>ea ^^^en Ausschliß mitgetheilt, die gerügten Mängel und Klageil specificiert eingegeben und Abhülfe^ Der Ambassador vcrdailkt die gezeigte Bereitwilligkeit, ladet die einwilligenden Orte ein, diePension, das Fried- und VcreinungSgeld in der Stadt Svlvthurn abholen zu lassen. Dic-welche ihre obersten Gewalten noch nicht hätten versanuneln können, würden auf gleiche Weisesobald sie ihre Entschlüsse nvtificiert hätten. Er versichert, es solle dafür gesorgt werden,Zu '^ngel, über die mail sich billig beklage, künftig alle beseitigt werden. I». Die Obrigkeiten habenhöchsten Mißfallen erfahren, daß verbündete Potentaten das ihnen bewilligte Kricgsvolk den^irei, Vereinungcn schnnrstraks entgegeil außerhalb ihrer Lailde gebrauchen und in Herrschaften
ihx^^che "üt der Eidgenossenschaft confödcriert sind, und daß die Obersten und Hauptleute sich nichtsich ^gemäß verhalten, wodllrch der Reputation des Vaterlandes Abbruch geschehe. Alan entschließt^ einhellig dahin, daß, weil bisher jedes Ort seine Hanptlcute besonders in Eid genommen, einder elllfgesetzt lind ohne Unterschied gehalten werden solle, v. Es wird vorgestellt, daß von
de,, ^ ^^geilvssenschaft theils verbündeten, theils benachbarten Ständen bald der eine, bald der anderedcz ^ ^^gendeil Parteieil unterdrückt und zn Grunde gerichtet werde. So werde von den Commissären»ichtBerilhard voil Sachsen-Weimar auf die bischöflich-baselschcn Zehilten, Renten nnd Gefälle^>c>bl 7^ Neichsbvden, sonderil auch in den vcrbnrgerten Herrschaften, als Ergliel nnd Münsterthal
>»iss^. ^ gegriffen. — Es wird dcßhalb ail den Herzog Bernhard geschrieben, desgleichen an den Cvm-Hhr daß er mit Beziehung der Zehnten und Gefälle im Ergliel nnd Münsterthal bis zur Nück-
istq>l^, ^t'zogs aus Burgllild innehalten möchte. — Es wird auch ein Schreiben an den Rönig vone>ile ^ Gunsten des Bischofs berathen, das aber erst dann abgehen soll, wenn vom Herzog Berilhard^sscir. gekominen ist. — Weil aber glaubwürdige Berichte Angekommen sind, daß genannter Coiil-schloß Erguel, welches im eidgcilössischen Bezirk gelegen ist, mit Reitern besetzt habe, so wirdst. sofvrt an den König von Frankreich, ein zweites an den Cardinal Richelieu abgesandt.
^Herstellung und Verwahrung der Pässe wird, damit nicht durch plötzlicheil Einbruch dem' Schaden zugefügt werde, da nämlich bei den gegenwärtigen Läufen niemand zu trauen sei, und
Orten glatte Worte gegeben werden, für nothwendig erachtet, an die Obcramtleute der her-^chi», liegendeil Landvogteicn, desgleichen an deil Abt von Rheinau zu schreiben lind sie zur
st von Wachen aufzufordern, v. Basels Gesandte eröffneil, ihre Stadt habe sich jederzeit be-