Mai 1638.
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^ Betreffend demnach die Nsführnng der Landtvögten nacher Utznach und Gaffel, soll denselben unddenen by solchen Gelegenheiten innemmenden Vogt-Nechnungen und allen anderen Sachen, so denn-'nahlen zu verrichten sind, allwegen auch ein Gsandter der evailgelischen Religion bywohnen, deßglychendie Catholischen by der Nsführnng eines Landtvogts gehn Werdenberg ebemnessig einen Gesandtenhaben; item die Huldigungen in allen drehen Vogteyen in Nammen des Lands Glarns behder Reli-llioilen ingenommen werden, die beide Ritt aber, so uff St. Anthony gehn Utznach und uff St. Verenaegehn Schännis jerlichen znbeschechen pflegent, söllent der Gsandtschaft halber dem Umbgang nach ver-i^)en werden dergstalt, daß das eine Jahr die Evangelischen den Gsandten dahin geben und das andere-Mhr die Catholischen, und also fortan den: Umbgang nach; hingegen und wann man zu bcstimbtcnwahren nacher Werdeilberg rhtet von der Ehrschätzen wegen, die Catholischen auch einen Gsandten'^bent deil Evangelischen, auch alt- und nüwen Landtvögten dabh haben. Wann und aber in dißerndrehen Vogteyen etwas Wichtiges fürfiele nßerthalb deine, so der gwohnlichen Vogts-Verwaltiuig an-hanget, also daß man Gsandte in ein oder die ander von Oberkeits wegen zeschicken verlirsachet wurde,'^lcilt solche Gsaildtschaften von beiden Religionen verrichtet werden. Im Uebrigen und nßerthalb dißer"nßerer Erlüthernng, soll es by Nngangs angezvgnem Vertrag de Anno eiilthnsent sechshundert drü""d zwentzig in allen synen Pilncteil und Articlen fürbaß bestahn und blyben. Anlangende fehrnersdas Eidtgeben by den Landtsgineinden und sontsten, weßwegen die Catholischen sich beschwert, wann^ die Vorgesetzten und Veambten der evangelischen Religion betreffe, daß es nit mehr beschuhen ivolle') Gott und den Heiligen zewider den: Vertrag Anno fünffzechenhundert zwey und dryssig, solleilfahren die evangelischen Beambten die Eidtsformen nach ihren Brüchen vorspreche», der eatholischeAveffnde Statthalter oder anderer neehster catholischer Veambler die Wort „und die Heiligen" nocharzu thnn mögen, und dann dieselben jeder der jenigen, so den Eidt zeschweeren hat, wyl es Persvhnen" ^ifft voil beiden Religionen, solle nachsagen mögen oder nit. — Die eintnsent und sechtzig GuldenAte» betreffend, lvelcher iil Anno thusent sechshuildcrt vier lind zwentzig den Catholischen voil Glarnshicvoriger Handlilng wegen albercit zugesprochen worden, söllent die Evangelischen denselben unver-^gmlich entrichten; lunb daß aber sidert bcmelter Zyt des Zuspruchs die obgedachtc Mißversteildtnuß"n Utznach und Gaffel naher fürgefallen, so die Bezalung geschwelt hat, und daher» gemeine löbliche^ ebeiunessig vil Coffens erlitten, welchen sy nß eidtgnossischem guten Willen an ihnen selbß auchuldent, so söllent nit allein die von den Catholischen erfordernde Zinß von obgedachtcn eintnsent^ sechtzig Mldin Capital, sonder auch der Costen, von gegenivürtiger Handlung wegen ufgangen,^dersythZ ufgehebt syn und khein Theil an den anderen deßwegen nichts zeforderen haben. Wasan» füx Reden ald Sachen zwüschcnt ihnen beidcrsyts linder gantzer dißer Handlung und uß Anlaßselben sich siyert jüngstem Vertrag de Anno sechszehenhnndert drü und zwentzig wyter verloffen, soeineic oder anderen Theil beschwärlich oder nachtheilig fürfallen möchten, söllcn solche Reden llndi»^^^ h^mit nachinahlen gentzlich ufgehebt, todt lind absyn, und man eines solchen gegeil einandercn/ ärgern noch Ungutem nit mehr gcdencken, sonder Alles ein ußgeinachte Sach syn und sy fürbaßhin"'anderen beidersyths alle mitlandtliche Liebe luid Thrüw erzeigen. — Uild wailn dann hieruf wol-^ "a"t unßer gethrütv, lieb, alt Eidtgilosseil, Landt-Auunan, Rath liild geineiile Landtlüth des loblichen" ^ uild Orts Glarns von beiden Religionen, alß sy dißer unßerer wolmcinlich fürgeschlagncr will-^ 'cher Mitten berichtet worden, ihnen dieselben nutzeren Herreil und Obereil uild uns^ zu Ehreil und