Mai 1638.
1083
8SZ5.
Vermittlungsconfermz.
Baden. 1«3«, 17. bis 2l. Mai (7. bis 11. a. K.).
Staatsarchiv Zürich. <Zv8t.XIl. Bd.lir. kol.4>ij.
^ Schiedherren: Für evangeli s ch Glar a s. Salomon Hirzel, Bürgermeister der Stadt Zürich;
Ludwig voil Erlach, Schultheiß der Stadt Bern. Für katholisch Glarns: Jost Bircher, Schult-^ Stadt Lucern; Johann Heinrich Zum Brunnen, Landammann z>l Uri. Gesandte von katholischH ^ u s. Fridolin Tschlidi, Alt-Landannnann; Balthasar Müller, Statthalter. Von evangclis chFeldinann, Landshanptmailn; Johann Heinrich Eliner, Landcsscckelineister. Gemeiner^iber-, Heinrich Waser, Stadtschrciber von Zürich.
Die Parteieir haben sich gefallen lassen, daß ein Versuch gemacht werde, das landliche Mißverständnis;seilt. ^ ^'^"beiren, mit dem Vorbehalt, daß, wenn keine Mittel zu einem Vergleiche gefunden werdenVersuch keinem Theil an seinen Rechten schade. Die Sätze von Zürich und Bern behaltendie ^"i^Pchen Glarnern ihr Recht gegenüber Schwhz vor. — Nach langen Verhandlungen einigen sichk»' Project und crsilchen die Gesandten ihre Herren nnd Obern für dessen Annahme zn dis-
Die Ratification erfolgte; das Instrument lautet also:
Wir Zlachbeicanten (folgen die Namen der oben angegebenen. Schicdherren) bekhennend iu?d thnnmengklichem mit dißerm Brieffe. Alsdann verschinnen sechszehenhimdert dreh nnd zwcntzigstendurch die Ehrengesandten der zwölf Orten Löblicher Eidtgnvschaft ein Vertrag nfgericht tvordenwuschen unseren getrüwen, liebeii, alten Eidtgiiosseic von beiden Religionen des Lands Glarns, under^udcrm iilhalteiide, daß die von der evangelischen Religion jedere Nvgtey zwehmahl und die Catho-Nien das drite Acahl dem Nmbgang nach bcsetzcii svllent, nnd aber Hernach unßer mich getrüw, lieb,^idtgnossen zn Schtvhtz wegen der beiden Nogthgen Utznach nnd Gastels, tvclche sh mit Glaruß^"einsamlich znbeherschen habent, dißern Antrag gethan, daß sh vermeinen wollen, es solten, tvaiin^mbgang an dem Ort Glarliß, allein Bögt nß denen, so sich zn der catholischcn Religion bekhennend,Wul ertvelt und verordnet werden, welches dann von den Evangelischen widersprochen, nnd wofchr) bh vbvermeltem Vertrag nit vollkommenlich verblhben »lögen, der gentzlichen Widernfhebnng nnd^ üntion iic ihren vorigen Stand oder aber einer gebürenden Landstheilung begehrt tvordei?; dieharllf, und biß ihiien in ein oder ander Weg Satisfaction beschehe, als bh fünf Jahren ungfahr^ Umbg^,,^ ^r Vvgteh Wcrdenberg ihre catholische Äät-Landtlüth betroffen, dieselben darzn cben-^wg uit wollen khommen laßen; tvesseir sh sich nun auch beschwert, sonderlich whl der Antrag gegen^ ^bcmgeUschm wegen Ntznach und Gastels nit von ihnen, den Catholischcn, als die jener Mither-^"ug in erstbenanten beiden Nogthgen tvol zugeben möchtent, sonder aiiderßtvohar fließen thühge;^ zwahre hiebevor gesaiilbte übrige einliff Ort gern gesechen, daß wolermelt unser lieb Eidtgnossen^ Schwätz „lögen beivegt werdeil, ihllen die Verwaltung dißer Vogthgen von Persohnen der evailge-Religicnl dem bestimbten Umbgang nach allch gefallen zelaßen. Wann sh aber darzn gütigklich^erstahu wollen, lind danne gedachte einliff Ort alle verdrießliche mehrere Whtlöüffigkeit, sonderlich^ ^genwürtigen vhne das beschtverlichen nnd gefahrlichen Zhtcn iNld Lönffen abschnhden nnd ufhebcn^ ^u, erachteilde zwüschen ihnen von Glarciß selbs noch wol beglläinc llild kommliche Mittel zefindcn