1072 Marz 1638.
nicht, daß diese Jnterposition dem gemeinen Frieden hinderlich sei. Auf die Anfrage, ob wegen dics^ ^schäftes bei dem König etwas zu erhalten sei, antwortet der Ambassador mit zierlichen CmuplimenttUWorren, es bleibt aber bei dein vorigen Bescheid. — Alan entschließt sich hierauf, an die dreium Wiederanfrichtnng der Neutralität und um einen Universalstillstand der Waffen zum Besten dcs^ ^meinen Friedens zu schreiben. Zu mehrerer Beförderung dieses guten und christlichen Werkes wird aden Cardinal von Richelieu und den Pater Joseph geschrieben. I». Der französische Ambassador er ^ ^den regierenden Orten der Grafschaft Baden, daß dem Herzog von Sachsen-Weimar durch den Landvr^Baden etliche Fässer Büchseupulvcr und Fastenspeise auf österreichischem Boden weggenommen undHinterhalten worden seien, obgleich der Herzog alle nachbarliche Freundschaft erzeige. Er ersucht u>" -tution. Aus Mangel an Instruction wird das Begehren aä rsksrsnäuin genommen. Man weißnichts Anderes, als daß diese Ladung au ungewohntem Ort in einem Gestrüpp mit Umgehung d^und Vcrläugnung der Waaren an der gewöhnlichen Zollstätte zu Kaiserstuhl auf der acht regierende ,Grund und Boden jenseits des Rheins abgeladen worden sind. v. Der Abgesandte des Parla»u> ^Dole, Herr de la Coste, eröffnet, daß seine Herren und Obern an der Wiederanfrichtnng derzweifeln und frägt an, ob, im Falle aus der Neutralität nichts werde und die Freigrafschaft andere ^ ^um Hülfe ersuche, derselben der freie Paß durch das eidgenössische Gebiet gestattet würde, und vb eden Orten wirkliche Hülfe zu erwarten hätten. — Die Gesandten, ohne Instruction, nehmen diese"in den Abschied. «I. Lncern macht darauf aufmerksam, daß auf der jüngst zu Baden gehaltenen Tag ^ ^der französische Ambassador versprochen habe, die eidgenössischen Forderungen binnen vierzehn ^ ^befriedigen; nun seien aber bereits fünf Wochen verflossen, ohne daß die Bezahlung erfolgt sei-innert deßhalb den Ambassador nochmals daran. Was er geantwortet, wird jeder Gesandte st'inee ^mitzutheilen wissen, v. Zu Beseitigung des ungleichen und seltsamen Geschreis, welches wegen ^Haftung „des Obersten von Castelen" (Oberst Hans Ludwig von Erlach, Herr zu Castelen) verbreitet ^ist, berichtet der Gesandte Berns, der Betreffende sei wegen des plötzlichen Einfalls des Herzogs in da^thal und aus Besorgniß für die Einkünfte von Königsfeldeu abgeschickr worden, um die Pässe cl
verwahren und den Herzog um Verschonuug von Land und Leuten zu ersuchen. Zum Unchw ^hingekommen, als die streitigen Parteien gerade im Treffen gewesen seien, habe sich dann nach ^rückziehen wollen, sei aber von den Kaiserlichen gefangen und nach Nheinfeldeu gebracht worden- ^wird zu Beseitigung ungleicher Gedanken in den Abschied genommen und zugleich an den Carduu^Richelieu, Pater Joseph und Marquis Coalin, Generalobersten der Eidgenossen, geschrieben, uütsich des Obersten von Castelen auch anzunehmen, t. Auf den Antrag Lucerns wird der Äw ^ersucht, dahin zu wirken, daß nicht nur des Bischofs von Basel Land und Leute, souderu auch °Säckingen möchten geschont werden. Der Ambassador sagt dieß unter zierlichen Complimenten zu-k aus tem Lucmier»-cmplal'.