1068 Februar 1638.
Damit die Grenzen am Rhein und in dessen Umgegend gegen die streifenden Parteien verwahrt wc>^wird dem Landvogt der Grafschaft Baden befohlen, die aufgestellten Wachen fortbestehen zu lassen, S'Kundschafter zu halten, für Alles nach Nothdurft zu sorgen und jeder Zeit, was ihm vorfallen nck^Zürich und Lncern mitzutheilen. Auf Gutheißen der Obrigkeiten wird er, sonne auch der Landvogt ^Freien Aemter, zu Erhaltung von ungefähr 200 Geworbenen eine Steuer auf Geistliche und WeltlicheFür den Fall, daß diese Gefahren länger andauern sollten, dürfte es auch passend sein, einen Kriegsrath"zwei- bis vier verständigen Männern aufzustellen, die beständig in der Nähe sein müßten. Die Orteihre Ansicht hierüber gelegentlich der Stadt Zürich mittheilen. «!. Niemand in der Eidgenossenschaft ^die in der Nachbarschaft geraubten Sachen den Soldaten abkaufen unter Androhung von Confiscatio»
Maaren und weiterer Strafe. Dein Landvvgt zu Baden wird befohlen, deßhalb fleißige Aufsicht zu h"und die Uebertreter ernstlich zu bestrafen. «.1) Das Schreiben des lkaisers (dat. Preßburg, den 9. Dcc- ^wegen der Einquartierung des Herzogs Bernhard im Delsberger Thal und besorgten Durchmarsches n>Reich wird beantwortet und mit Bezug auf das seither Geschehene bemerkt, daß dem Herzog von de»'keinerlei Vorschub geleistet worden sei. 2) In gleichem Sinne wird das Schreiben der Erzherzogin 6 abeantwortet. Die Gesandten von Zug willigen zwar in dieses Schreiben ein, wollen aber niemandenseines Fehlers entschuldigen; wer gefehlt habe, möge sich selbst verantworten.*) t. Abgesandte d0' ^Blinde theilen nach Ueberreichung ihres Creditivs die Ursachen mit, warum ihre Herreil undZeit nicht rathsam finden, die Rheinschanze zu demolieren. — Man findet die angeführten Bewegest'»' ^einleuchtend, daß man nicht weiter auf dem Begehren der Demolierung beharreil will. Es wird dneAbgeordneten durch einen Allsschuß mitgetheilt mit dein Ersuchen, daß sie die Festungen und ihren g ^
Stand so verwahren möchten, daß weder ihnen noch der Eidgenossenschaft Unheil von daher stM^ ^Einhellig entschließt man sich alsdann, niemanden den Paß durch die eidgenössischen Lande zujeden alles Ernstes davon abzuhalten. A. Bern, Freiburg und Solothurn lassen eS deshalber bei ihren frühern Erklärungen verbleiben, Basel bei seiner gedruckten Valvation. Schaffhanst^.^Appenzell erachten es fiir rathsam, „daß die Sorten besser abgesetzt" und der immer zunehmenden ^ ^rung gewehrt werde. Die übrigen siebeil Orte lassen es bei der zu Zug gemachten Ol,'dnnnll ,bleiben. I». Das Schreiben des Gubernators von Ljndau vom 7. Januar 1638 wegeil der neuen ^^wird beantwortet und derselbe abermals ersucht, für Beseitigung der Beschwerden zu sorgen,fernerer Klagen überhobeil bleibe. Desgleichen wird an die Erzherzogin Claudia um Abstellungder Erbeinigung zuwiderlaufenden Zollsteigerungen zu Weingarten, Gebertshvfen, Nncksteiu undösterreichischen Zollstätteil angelegentlich geschrieben, i. Laut Berichten aus Frankreich ist für die Obers ^ ^Hauptleute der neuen Regimenter trotz vielfachen Vertröstungen noch keine Satisfaction erfolgt,Kaufleute Beschwerden sind nicht gehoben, noch viel weniger den Obrigkeiten Zahlung der Pensionen,butionen, geliehenen Gelder und verfalleilen Zinsen geleistet worden. Mail läßt deßhalb durchschuß den französischen Ainbassador an seine Vertröstungen erinnern, damit man nicht genöthigt wrandern bereits besprochenen Mitteln zu schreiten. Dieser entschuldigt sich, gibt die Vertröstung, daßhalb fünfzehn Tagen vernehmen werde, daß die Officiere befriedigt und die Kaufleute ihrer Beschwerde ^entledigt werden, und bittet, die durch die dermaligen schweren Zeitläufe verursachteil großenberücksichtigen und noch etwas Geduld zu habeil. Es wird geantwortet, man wolle seinem "we ^glauben und sich noch etwas gedulden, k. Ein Abgesandter von Vicepräsident und Parlament