Februar 1638. 1067
!>»id^^ erklärt, der erste Marsch habe ohne Vorwisscn seiner Herreu und Obern stattge-
^ don dem andern hätteil sie zwar gewußt, seien aber wegen ihres offenen Landes und ohne Armee
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Stand gewesen, Widerstand zu leisten; es werde übrigens seine Stadt und seine Brücken also vcr-^ daß sich niemand beklagen könne. Die Orte möchten Basel in dem Schreiben an dm Kaiser und. ^Herzogin Claudia entschuldigen, ein wachsames Auge auf dasselbe haben und im Nothfall thätliche^ ,^ten. — Man erklärt sich abermals dahin, einander bei einem Angriff durch fremde Potentaten,^ die auch sein möchten, nach dem Inhalt der Bünde auf erste Mahnung mit Gut und Blut beizustehen,ei» ^ H^zog Bernhard läßt man durch den Großweibel der Stadt Baden, begleitet von etilem Trompeter,h ^.^ben überbringen, in welchem man ihn ersticht, die Schlösser zu räumen, sein Volk von den Grenzenoder doch für Unterlassung der Jnsolcntien zu sorgen und den Geschädigten den Verlust zu cr--V ' Zugleich wird auch Fürbitte für die Frickthaler eingelegt. Da die weimarische Armee in französischende», ^ k» »lacht man dein französischen Ambassador Meliand davon Mittheiluug, dcßgleichen vonH ^ seither den armen Leuten zu Thengen, Lienheim uild Härdercn, die der Grafschaft Baden mit^ iaft zugethan sind, durch Nanzionieren, Wegnahme voil eilf Nossen und Niedermachen eines ehrlichen^ ^iZegilet ist, und verbindet damit die Bitte, er möchte dahin wirken, daß dieselben dafür entschädigt^ie»^' Ambassador ist darüber ungehalten und meint, daß dicß keine Soldateil, sondern Räuberiesti', ^ '"un niedermacheu solle, wo man könne; der König beabsichtige nicht, seine Verbündeten zu be-st... ^ selbst werde den Herzog durch einen eigenen Voten davon in Kcnntniß setzeil und um Reparation^setzt ^ Herzvg Bernhard antwortet auf das an ihn erlassene Schreiben, das Bisthum Basel habe er^ ^ stellen, da er auch dein Bischof nicht trauen könne, der schon mehrmals die
^'"echsel habe; er habe seinen Marsch ins Frickthal der Stadt Basel anzeigen lassen mit dersollx. ""ll, daß weder ihren Angehörigen noch andern eidgenössischen Unterthancn Unheil zugefügt werdenbei ^ gekoiuineil. Er beklagt sich auch, daß vom Schlosse Dorncck Alarmschüsse
Der Durchzuge abgefeuert worden seien, wodurch den Feinden sein Anrücken verkündet worden sei.
^ch desselben Weges zuvor mehrmals mit ganzen Armeen bedient. Die debandicrteu Reiter,ailgrenzenden eidgcilössischeil Unterthaueu Schaden zugefügt wordeil sei, werde er, falls siegibt bürden, exeiuplarisch strafeil liild den Unterthanen Satisfaction verschaffen. — Diese Antworteriistlichen Erörterungen, desgleichen die Aussage von drei weiinarischen Gefangencil, daßUchtes Aufbruch in Basel zwei Wagen mit Musketen, „Model" und Bandelieren beladen und in ein^hr ^ DelSberg hin hätten führen helfen. Basel entschuldigt sich deßwegeu mit Unwissenheit. Dieübet, ^ katholischen Orte älißeril, daß, wenn dergleichen der Gegenpartei zur Kenntniß komme, es sehrst ailsgelegt ivcrdeu. Man sollte einen ernstlichen Entschluß fassen, damit die Entschuldigung um
.^'"Mlg finde und Attentate vermicden werden. Sie hätten auch eine willfährigere Antwort er-^'^"ders wegen der drei Schlösser, deren gar nicht gedacht werde. Die katholischen Gesandten"gb»v in deil Abschied und überlasseil es ihren Herreil und Obern, ob sie ihre Unterthancn also^>i>s>/^^" wollen. — Die Evangelischen erkläreil, sie seien entschlossen, Alles zu thun, was die'"öchte des Vaterlandes Sicherheit erheischeil, hätten auch ihr Volk schon in Bereitschaft gesetzt. Alan^"l Mißtrauen in sie setzen und bei diesen schwierigen Läufen bei der Neutralität verbleiben,^.^"kischen Orte die Schlösser säubern wollten, werde man ihnen nicht dawider sein; was aber^'folgen möchte, werde die Zeit lehren; sie aber seien dann an dein zu besorgenden Unheil unschuldig.