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Mai 1037.
Kaiser, der begehrt hatte, daß man den Paß nicht gestatte, wenn dem französischen .Kriegsvolk in den ^mehr Hülfe geschickt werden sollte, wird geantwortet, es sei kein Paß begehrt worden, sondern dasVolk sei bereits abgezogen. Das frühere Gestatten des Passes habe mit der Erbeinigung, die mau e ^ferner in guten Treuen halten werde, nichts zu thun und sei allein in der Absicht geschehen, daß oiein ihren vorigen freien Stand restituiert würden. Für den Fall, daß jemand die Restitution anß^^wollte, habe man sich gegen die III Bünde gemäß den bestehenden Bündnissen und der hergebrachte»Correspondenz erklärt. — In demselben Sinne wird an die Erzherzogin Claudia geschrieben, mit dcw Vfügen, der Herzog von Rohan habe dein getroffenen Accord gemäß den Durchpaß so veranstaltet, dab ^vier Waldstädte von dein besorgten Einfall frei geblieben seien. Die Erzherzogin möchte auch "immer fortdauernden neuen Auflagen und Zollbeschwerden, um deren Aufhebung man schon zu miedee,"^Malen geschrieben habe, wiederum aufbeben. Weil sowohl in dem Schreiben des Kaisers als in de»' ^Erzherzogin wiederum etliche imperativische und dem freien eidgenössischen Stande ungewohnteenthalten sind (über dergleichen hatte man sich bereits früher gegen Fels beschwert), wird Luceru erbmit dem Herrn von Schwarzenberg zu reden, daß bei der Canzlei dafür gesorgt werde, daß man k»die Herren und Obern, wie es vor Altem gebräuchlich gewesen sei, und nicht als Unterthanen ^.«. Alan glaubt, daß die Franzosen den Affront nicht ungerächt lassen werden und durch die t5idg"^schaft eine Diversion machen könnten, woraus dem Vaterland, das von fremdem Kriegsvolk ringsumblvkirt sei, Unheil erwachsen könnte. Alan hofft, daß, wenn man wisse, daß die Orte unter sich ^mb ^schon dadurch gefaßte Anschläge vereitelt werden könnten. Bern, Freiburg, Solothurn und Baseldaß sie keine Paßbcwilligung ertheilen werden, ohne zuvor die übrigen Orte davon in Kenntnis) Z»
Weil zunächst an ihren Grenzen ziemlich viel fremdes Volk liege, so bitten sie um getreues Aufsichtim Fall der Roth tun tröstliche Hülfe. Man erklärt sich hierauf einhellig dahin, welches Ort von fremde" ^angegriffen würde, dem sollen die übrigen mit Leib und Gut und ganzem Vermögen beispringen, ^ ^redlichen Eidgenossen gebührt. Jedes Ort wird sein Volk mit allem Nothwendigen ausgerüstet ^ ^Ferner sollen auch die Landvögte der gemeinen Vogteien ermahnt werden, die Pässe wohlhalten. — Was man wegen Eröffnung der Pässe für Bedenken hat, wird dein Ambassador Melian^ein Schreiben mitgctheilt. «I. An Kaiser Ferdinand III. wird ein Schreiben erlassen, worin ihmdes Hinschiedes seines Vaters condoliert, zum Regierungsantritt Glück gewünscht und er gebetenmöchte den eidgenössischen freien Stand seiner kaiserlichen Gnade und Huld empfohlen haltengnädigst geneigt sein, dahin zu wirken, daß dem höchst schädlichen Kriege nunmehr ein Ende gemacht >«. Der Ambassador Meliand schreibt, er habe die Beschwerden der Orte dem König und seinenmitgetheilt und hoffe auf eine günstige Antwort. In Betreff der Cvmmercien seien einige Neuernnlp^^reits aufgehoben. Er werde dahin wirken, daß alle Hindernisse, welche dem Bünvniß und dem freien^entgegen seien, beseitigt und auch in Betreff der Zahlungen die Orte zufrieden gestellt werden.Münzmeister von Uri, Passavant von Basel und Martin Besenval von Solothurn könnenLandesabwesenheit nicht stellen lind haben sich deßwegen entschuldigen lassen. Uri, Basel und So ^werden ersucht, das Ihrige zu thun, damit sich jene auf nächster Jahrrechnung stellen, widrigenfnveranlaßt würde, andere Mittel anzuwenden, zx» ^eil das ganze Land mit vielen LandstreichernBuben angefüllt ist, so wird auf Dienstag nach Trinitatis n. K. eine allgemeine Landjägijenigen, welche betreten werden und über ihr Thun nicht gute Auskunft geben können, sollen