Mai 1637.
1029
81S
Gemcineidgenössische Tagsatzung der Xlll Orte.
Baden. 1637, 7. bis 11. Mai.
T<aa<«iarchit> Zürich, Kost. XII. 117. t'ol.176. Staatöarchi» L»c«r». Sllisch. de -mno IM. Bd. XXVII. lol. KS.
Zürich. Salomon Hirzel, Seckelmeister; Hans Heinrich Wascr, Stadtschreiber und desJohann Frischhcrz, Seckelmeister; Hans Rudolf Willading, Nenner, Zcnghcrr und des^ ' Lucern. Ludwig Schumacher, Schultheiß; Heinrich Flcckcnstein, Ritter, Statthalter und Pannerherr.
' Johann Heinrich Zum Brunnen, Ritter, Landammann; Johann Peter von Roll, Ritter, Alt-Land-kcich"" ^ch^oyz. Diethelm Schorno, Landammann; Jtal Reding, Pannerherr und des Raths. Untcr-^ Johann Jmfeld, Landammann und Landshauptmann, von Obwalden; Bartholomaus Odermatt,^^ihalter, von Nidwalden. Zug. Jakob Brandenberg, Beat Jakob Mehenbcrg, beide des Raths.
^^^Wsar Müller, Statthalter; Johann Heinrich Elmer, Seckelmeister. Basel. Hans RudolfL)berstzunstmeistcr; Bernhard Brand, des Raths. Freiburg. Johann Daniel von Montenach,-licm-' Raths. Solothnrn. Heinrich Grimm, Seckelmeister; Moriz Wagner, Stadtschrciber und des^ ^chasfhanscn. Johann Jmthurn, Burgermeister; Johann Jakob Ziegler, Alt-Stadtschreiberan» ^ Raths. Appenzell. Martin Snter, Landammann, von Jnnerrhoden; Johann Zellweger, Land-von Außerrhoden.
^^enössischc Begrüßung. — Es wird ein Schreiben des Marquis von Coislin, General der eid-
Regimenter in Frankreich verlesen, betreffend die Abdankung und Bezahlung der vier Regimenter,dj ^ Alles anzuwenden, daß die Orte und ihre Mitbürger zufrieden gestellt werden. Weil
Ämi ^^'»taligen Sollicitationen und besonders' auf die jüngst erlassenen Schreiben nicht einmal eine^»e»^ ist, so wird an den Ambassador Meliand ein nachdrückliches Schreiben erlassen, er möchte.. '"^uialigen Anerbieten gemäß dazu verhelfen, daß den Obrigkeiten die ausstehenden Pensionen,und baar geliehenen Gelder sammt den davon verfallenen Zinsen entrichtet, den Obersten undihre ausstehenden Zahlungen verabfolgt, der freie Handel und Wandel nicht gehindert und diehj^^chen, den Bundesartikeln zuwider laufenden neuen Auflagen abgestellt werden, damit die Obrig-zu c, daß man sie nicht immer mit leeren Worten abzuspeisen, sondern Bündnisse und Pacte wirklichlr», gewillt sei, widrigenfalls man gcnvthigt wäre, nach andern Mitteln sich umzusehen, um zu cr-N- ^ billig sei. 1». Weil die Franzosen wirklich aus dem Veltlin und den Blinden abgezogen sind,ist . /"'dniß zwischen Oesterreich und den drei Bünden in Nichtigkeit gebracht worden, aber noch unbekanntTch ^ ^ ^ Veltlins halber seinen Gang nehmen möchte, so wird für nothweudig erachtet, die ernstlichen^ ^ der III Blinde, des Kaisers, der Erzherzogin Claudia und der vorderöstcrreichischen RegierungAntworten, damit der weitere Aufschub nicht „ungleiche Gedanken verursache". An die III Bünde»icht ^^ben, wenn jemand sie in der vereinbarten Restitution stören wollte, so werde man ihm den Paßtzj^^tten, auch mit andern Mitteln nach Möglichkeit es hindern und allen cid- und bundcsgenössischenih„^' erzeigen. Die Bünde möchten ihrerseits ihre Lande und Pässe also verwahren, daß es wederFestu,rudern Benachbarten zu Präjudiz gereiche, die bei der untern Zollbrücke am Rhein gebautet>c>ß ^ '"wniehr beseitigen, die Festungen im Veltlin mit eigenen Leuten besetzen und darauf bedacht sein,^ Restitution Bestand gewinne, und daß das Veltlin nicht mehr in fremde Hand gerathe. — Dem