1026 April 1637.
die meisten Gesandten der Ansicht, Lnccrn das unparteiische Recht anzubieten und es zu Ernennung 1^"Sätze aufzufordern. Da aber die Gesandtschaft von Schwyz berichtet, daß unlängst Schultheiß Sch»«»"sich anerboten habe, in dieser Sache seine guten Ofsicien eintreten zu lassen, so wird Landammannersucht, den Schultheiß von Lucern an sein gegebenes Versprechen zu erinnern. Sollte derselbe eine n tzgige Antwort geben, so wird man sich wiederum versammeln, um das liebe Recht eintreten zuI». Da der Streit zwischen den Parteien zu Gersau immer noch fortdauert, so soll die klagendeeiner von Lucern znsainmenznberufcnden Conferenz erscheinen. Wurde eine solche länger hinausgellwerden, so ist von Uri beförderlichst eine solche auszuschreiben, auf welcher als Gesandte diejenigen erlwmöchten, welche in diesem Streite gesprochen haben, v. (S. u. Bellenz w.)
Man sehe auch in dem Abschnitte HerrschaftsanzelcgcnhcitciuVositci Bcllcnz :c. e. Art. 920.
Cvnfcrenz der VII katholischen Orte.
Luccrn. 1637, 24. und 23. April.
Staatsarchiv Lucern. Absch. l!e anno 4637. Bd. XXVIl. 5oI. 49
Gesandte: Lucern. Ludwig Schumacher, Schultheiß und Venner! Heinrich Fleckenstein, Nittel^Halter und Pannerherr; Johann An der Allmend, Rs Raths und Baumeister; Kaspar Nuzeu^'b^Raths. Uri. Johann Peter von Roll, Ritter, Landammann; Johann Heinrich Zum Brunnen,Alt-Landammann; Johann Kaspar Arnold, Ritter, Alt-Landammann. Schwhz. Diethelm Schorns "ammann; Jtal Neding, Pannerherr und des Raths. Unterwalhen. Sebastian Wirtz, ^w'da"! „zuitd Paitnerherr, von Obwalden; Konrad Von Biiren, Landammann, von Nidwalden. Zug-
Wikart, Statthalter; Peter Trinkler, des Raths. Freiburg. Johann Daniel von Nlontenach, ^
Mitherr der Herrschaft Pont. Solvthurn. Hieronymus Wallier, Bauherr; Moriz Wagner, Stadlsund des Raths.
». Es erscheint vor der Versammlung der Ambassadvr des Herzogs von Savovcn, Valerio dcllaund bringt in seinem Vortrage folgende zwei Punkte zur Sprache. Erstens berichtet er, daßvom französischen Hofe her die sichere Nachricht gekommen sei, daß der Prinz von Eondö denhalten habe, die Wiedereinführung der alten Neutralität zwischen dein Herzogthnm und derBurgund nicht auszuschlagen. Im Namen des Herzogs ersucht er die Orte, da sämmtliche bereitsSache thätig gewesen seien, sie möchten eine so gute Gelegenheit nicht aus den Händen lassen, zun"Eidgenossenschaft, wenn ein solcher Vergleich zu Stande käme, sich desto eher des Friedens und ^0 ^getrösten könnte. Zweitens erklärt der Ambassadvr, daß der Herzog die von den Bündnevn ^König von Frankreich vorgenommene Action „auf's höchste empfinde", und daß zu besorgen s", ^König die Sache nicht ruhig hinnehmen werde, mit beigefügtem Ersuchen, die Gesandtenunterlassen, die Sache aufs beste vermitteln zu helfen. Durch einen Ausschuß läßt man dein i dckdes Herzogs Wvhlmeinenheit verdanken und ihm die Geneigtheit der Orte aussprechen, für EinstsNeutralität ihr Bestes zu thun. Die Gesandten finden, daß unter den dermaligen Umständen ^