1022 März bis April 1037.
in den volkhomnen und würkhlichen Posses des Lands Veltlin betten sollen gesetzt werden, ist der Monss'^Vertrag uns hinderruggs ohne unserer Herren und Oberen Intervention auffgericht worden, in Crafftuns alle Hochheiten und Solemnitetcn benommen, derselbige aber nicht genommen sonder verworfsin>
Ist also die Sach verbliben bis; Ao. 1631, als das Keyserlich Vvlkh usz unser Landen abzogen,als bald der Herr de Lande, als Königlicher CommissariuS, vor unseren Herren und Oberen ersehn"" 'begcrt, man solle ein Anzahl Kricgsvolk werben und etwas uff der Steig und an der Nheiubu0^zue bauen zu Verhüetung der Pässen und eines gählichen Überfahls zuelassen, dv dan inan begenwüssen und von iminc ein runde cathcgorische Antivort haben wollen, ob Jr Maycstct gcsinnet siy, ^Land Veltlin beyder Grafschafftcn in dem Stand und Wäsen, wie (sie) unsere Herren und ^ ^ ^Ao. 1617 besessen, zue restituieren; da bat er uns rund ohne einiche Rescrva solches zethucn "trspn'r^^auch daß alle Kriegsfüerung, Durchzügen und Einquartierungen ohne einichen gemeiner Landen Cos"" ^ ^Schaden geschehen solle, und daß die Soldatesca sich in aller Gebühr mit Bezahlung der Virtual""halten sollent; item so etwas an der Nheinbruggen gebaut wurde, soll daselbsten von kein anderen A'"t"als von Püntneren oder Eydtgnossen besetzt iverden. .
Ist hernach auch versprochen worden, das ir Christliche Mayestet durch Jro Authoritct undbei Ihr hochfürstlich Durchlaucht Ertzhertzog Leopolden seeligcr Gcdechtnuß sovil vermögen Wöllc,
Neceß, so Ao. 20 cntzwischent Jr hochfürstlich Durchlaucht, undcr Engedin und Pretigcw auffgerichtzuerugg geben werde. Uff solches Versprechen hin hat man die Usfbrüch und die Schantz amConditioncn, wie obengemelt, zuegclassen, ist aber in Grundt der Warheit und mit gucter Erlauzue reden, deren keines gehalten. Das Land Veltlin habent sy zwei gantzc Jahren besessen, dnß'tl^^ ,den Grundboden tecinicrt und vcrhcrget, inan hat kein Tropffen Weins ohne Licentz und grosse ,
herußbringcn mögen, in den; Durchzügen und Quartieren haben sye sich ungebührlich verhaltenRauben, Schleichen, ircn Etlich gar uinb das Leben gebracht, ehrliche Weiber und Junkfrawen grsr ^dem armen gemeinen Mann in vilcn Orthen ir Speis; und Trank ohne einiche Bezahlungen ^und abgefressen, inmassen daß sye sich in all Wyß und Weg ungcbürlich Verhalten und allerhandtwillen verliebt tvvrden. — Die Beste am Rhein ist allein mit Frantzosen besetzt worden und und^ ^Schein der Dcfension zue einem Zivinghauß und Gefangcnschafft prcvalieren ivöllen; itcni die(wellen Jr Excellenz den Herren Hcrtzogen von Nohan vorbehalten haben) habent gegen unsere" ^und Oberen, als einen gefreytcn Stand, schlechte Procedur erzeigt; es ist öffentlich trcwt ivorde"' ^tvölle das Land init Fcwr und Schivärt anfallen und auf das eusserste vcrhcrgen und verderben;fürnembsten Fttrgesetzten das Haubt in das Velt schlahcn lassen. Solcher Trewworten habent ^Herren und Oberen in Obacht genommen, auch sich erinnert, wie offt und dikh in vergangnenjcnigen, so dem gemeinen Wasen zue Guetcm ersprossen iväre, sich opponiert und durch ire Pr"t ^hindert. Jtein die ferndrige zue Cleffen procedierte Artikel, nachdemc sye von den mehrerenmeinden angenommen, sind dicselb zum andern Mahl vcrendcret ivorden. Und uß disen allerhandtlichen Ursachen, und daß inan ihre Jnstabilitet und Unbestcndigkheit augenscheinlich und handtbverspürt, so habent unsere Herren und Obern, Rath und Gemeinden cinhelig sich entschlossen, daßden bcqucmistcn Mittlen trachte, damit wir dermalsten einist (uns) mit den benachbarten Fürsten inlichen Accord und Verglich einlassen möchtent, damit unsere Land versicheret und geistliche ""d ^Freyheit erhalten werden, und auch zue unseren abgetrungnen rebellierten Landen gelangeninit denselben in wahrer Vertrawligkheit, Einigkheit und guetcr Nachbarschafft lebei; mögent; d>u ^unsere Herren und Obern ein Gesandtschafft init volmcchtigcm Givalt nach Jnsprnlgg abgefertigt^