November 1635.
959
7S8.
Cvnfercuz der katholischen Orte.
Lucern. t«S5, 7. bis 9. November.
Staatsarchiv Luccr». Nl'sch. de anno tVZö. Bd. XXV. toi. tliS.
^ ^sandte: Lucern. Ludtvig Schumacher, Schultheiß uud Schützenfähnrich: Johauu Au der Allmend,^'Par Nazeuhofer, Scckelmeistcr; Ludwig Meyer, Kvruhausmeister. U r i. Johann Peter von^^'^^umauu; Johauu Heinrich Zum Bruuueu, Ritter, Alt-Landammauu; Kaspar Nomauus Troger,^^andannuann. Schwyz. Johauu Sebastian Abyberg, Landanunann; Dicthelm Schoruo,Uuterwaldeu. Wvlsgaug Stockmauu, Ritter, Laudauuuauu, vou Obwalden; Kaspar Leu,^udannnann, vou Nidwaldeu. Zug. Wolfgaug Wikart, Statthalter; Niklans Jteu, Seckeliucister;^uwel, des Raths. Glarus. Fridolin Tschudi, Laudauuuauu; Balthasar Gallati, Alt-Land-Freiburg. Johauu Reiff, Schultheiß. Solothurn. Hieronymus Wallier, Bauherr. Appen-^HNnerrho d eu. Jakob Wiser, Laudauuuauu uud Pauuerherr.dv», ^vnferenz ist zusammenberufeiu.tvordeu, um über den zu Baden au die VII katholischen Ortedurch dessen Abgeordneten, Auselm vou Fels, gestellten Autrag in Betreff des Vcltlius einenlt öu fassen, z». Der kaiserliche Abgeordnete wiederholt den zu Baden den sieben katholischen Orten^^'chiag, sie möchten das Veltliu bis zum völligen Austrag des Streites als Depositum über-lvbald als möglich ihre Juterpositiou eintreten lassen. Ferner wird ein Schreiben vom Am-»icht ^^laud verlesen, in welchem er anzeigt, daß er die Ansichten seines Königs über diese Sache nochden III Bünden der letzte Abschied von Baden noch nicht mitgetheilt worden sein soll, sohch ^ ^ ^'sandten sehr schwer, zu einer einläßlichen Artienlation zu schreiten. Trotzdem sind die HerrenAnsicht, daß man die Sache nicht aus den Händen lassen solle. Es wird dein Kaiser dafür^rcsp..^ ^ ^ Jnterposition der Orte angenommen habe, zugleich aber bedauert, daß von den beiden^ da.' ^ Parteien, dem König von Frankreich und den III Bünden, noch keine Erklärung erfolgt sei,^ im ^.^P^u in der Sache unmöglich mache. Sobald jene Erklärungen angelangt seien, würden die^ freundliche Mitwirkung angelegen sein lassen. Da Meliand in seinem Schreiben die Ver-^vrd ^2esprochen hat, daß die Gesandten zu Baden heimliche Verhandlungen mit dem kaiserlicheniWflvgen hätten, wird ihm darüber in einem Schreiben geantwortet und das Ansuchen bei-^ (S ^ uiöchte bei dem Könige dahin wirken, daß dessen Erklärung bald zu ihrer Kcnntniß komme.
^tMrus und Vier eunetbirg. Vogt, überh.) «. Die Gesandten von Glarus berichten, daß sie^e» ^ ^'es Streites mit ihren evangelischen Mitlandleuten eine Znsammeilkunft init Schwyz gehabtn Mittel gefunden worden sei, um mit ihrer Gegenpartei zur Ruhe sil kommen. Sie
!.^cirt '^chte sie bei dein letzten errichteten Vertrage schützen mW ihnen mit Rath beistehen. Hierauf-^">äl ^ ^^erische Gesandtschaft, daß der Span zwischen den beiden Parteien Schwyz nicht berühre,^ Baden im Jahre 1627 errichtete Abschied sage, daß seine Sache von dem noch immer^ ^nite verschieden und auch ausgemacht sei; überdieß habe es den letzten Vertrag errichten^fpricl^-^ ^ Schwyz unbillig, wenn es wegen der einen oder der andern Partei leiden sollte,solchen Fall den Beistand der Orte an. Da die Instructionen der Gesandten dahinSache gütlich oder rechtlich zu entscheiden, zu Letzterm aber die Anwesenheit der übrigen Orte