948 Juli 1635.
Bitte, auch ferner darin zu continuicreu. Ein Schreiben in ähnlichem Sinne fertigt man auch an ^König selbst ab und ersucht ihn zugleich, dem Herrn Meliand, mit dessen Verhalten man bisher wo.zufrieden gewesen sei, beförderlich die Mittel an die Hand zn geben, daß er durch Entrichtung derstehenden Zahlungen, Pensionen nnd auf andere Weise seine Wohlineinuug noch mehr durch die Thatund so „des Königs Dienst in dem einen und anderen Weg desto mehr gefördert werden könne." ^Commissarius des Kaisers, Jakob Hannibal, Graf zu Ems, Gallaratc und Vaduz, eröffnet nach Ueberrcich^eines kaiserlichen Credentialschreibeus, der Kaiser habe mit Bedauern vernommen, daß die Herren oderMehrzahl von ihnen der Erbeiniguug nnd den öfter gethanen Erklärungen zuwider dem Kriegsvolk ^Königs von Frankreich, der den mit Kaiser und Reich zn Negensburg geschlossenen Vergleich offen gebrocktden Paß ins Veltlin gestattet habe. Das französische Volk habe sich seitdem nicht nur des Veltlins, ^dcrn auch verschiedener Pässe im Engadin bemächtigt. Die Orte möchten also die Graubttndnerbewegen, daß besagtes Volk alsbald ohne des Kaisers und des Reiches Schaden abgeführt werde, widoi^falls der Kaiser auf Mittel denken würde, das französische Volk zu vertreiben und Kriegsvolk hiiieiilzuschu^'Dabei habe man allein die Beruhigung des Reiches und seiner Zugehörigen im Auge, wie denn derdie Verträge nnd die Erbeinigung unverbrüchlich zu halten gedenke. Sollten die Franzosen nicht wo»^so erwarte der Kaiser, daß man gemäß der Erbeinigung dem kaiserlichen Kriegsvolk Paß und Nepal' ^statten, demselben mit Victualien und andern Kricgsbedürfnissen behülflich sein und den Graubi'M^^keine Assistenz bewilligen werde. Nach Vertreibung des französischen Kriegsvolkes solle Alles in denStand gestellt werden. — Dem Kaiser wird geschrieben, man glaube nicht gegen die Erbeiniguug " -die gegebenen Erklärungen gehandelt zu haben. Das französische Kriegsvolk habe den Paßüber österreichischen Boden, hernach durch etliche den Orten ungehörige Lande ganz unversehensaber nicht in der Meinung, die österreichischen Lande zn molestieren, sondern auf Befehl des Könige ^Frankreich nach Ausweisung des Bündnisses allein zum Schutz seiner Verbündeten, der GraubündnM'/zur Restitution ihrer verlorenen Lande. Die Orte seien Willens, die Erbeinigung getreulich zu bevbm^In ebendemselben Sinn wird an die Erzherzogin Claudia geschrieben. Von diesem Schreiben wird ^kaiserlichen Commissarius eine Abschrift zugestellt nnd ihm durch einen Ausschuß von acht Gesandte" ^fast gleiche Antwort crtheilt mit dem Beifügen, weil man über die andern Punkte nicht instruiert sehman selbige den Obrigkeiten berichten, damit sie sich der Gebühr nach entschließen können. In demlichen Credeutialschreiben waren die Worte enthalten „und Euch also gehorsam erzeigen". Der 6»m" ^rius wird ersucht, mit dergleichen Ausdrücken, die ine gegen eine lobl. Eidgenossenschaft gebrauchtseien, sie künftig zu verschonen, da dieselben eine Superiorität voraussetzen und künftig zn einergezogen werden konnten. — Der Abgesandte läßt sich durch diese Erklärung nicht befriedigen, sonder» ^ ^unter Andcrm, der Kaiser werde seine Feinde suchen, wo er sie finde, im Veltlin, in den Bünde»der Schweiz. — Obgleich man annimmt, daß er solches nicht auf Befehl, sondern für sich salbl^'N^jhabe, so wird doch für sehr nothweudig erachtet, für jeden Fall gut zusammen zu halten und die PaN ^zn verwahren. — Basel, Solothurn, Schaffhausen und Appenzell, die als an den Grenzen gelegeM^^,von dem leidigen Kriegswesen viel Angelegenheiten erfahren und je länger je größere Gefahr zu ge-haben, bitten um getreues Aufsehen und allfällige tröstliche Hülfe. Dieses alles wird in dengestellt, damit man des Einen und Andern eingedenk sei und sich gerüstet halte, einander im Fall dee ^nach dem Beispiel der Vorfahren mit Rath und That beizustehen, v. Joseph, Bischof zu Chur, chl"