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Juni 1635.
74Q.
Conferenz der V katholischen Orte.
Lneern. 1K33,9. Jm»i.
Staatsarchiv Lnecru. Mich, cie anno t«Z5. Bd. XXV. k»I.
Gesandte: Lucern. Ludwig Schumacher, Schultheiß und Schützenvenner; Jost Bircher, Ritter. 'KSchultheiß und Stadthauptmann; Heinrich Fleckenstein, Ritter, Statthalter und Pannerherr;
Meyer, Zeugherr. U r i. Johann Peter von Roll, Landammannz Heinrich Zum Brunnen,ammann; Kaspar Nomanus Troger, Ritter, Alt-Landammann; Johann Jakob Schmidt Ze"g^Schwyz. Johann Sebastian Abyberg, Landammann; Dicthelm Schvrnv, Statthalter; JohannCeberg, Ritter, Alt-Statthalter; Johann Gilg Anfdermaur, Landshauptmann. Unterw'a lden. WolfisStockmann, Ritter, Landannnann, von Obwalden; Kaspar Leni, Ritter, Landammann, von Nidwal^'Zug. Johann Trinkler, Ammann; Jakob Brandenberg, des Raths.
Diese Conferenz ist auf Ersuchen des franzbsischen Ambassadors zusaminenberufen worden. ^ ^scheint Herr von Alollondin in Begleitung des Herrn Dammartin, Secretärs des Ambassadors, vor d"Versammlung und eröffnet, daß des Königs, des besten und ältesten Bundesgenossen der Eidgenosse"^Absicht dahin gehe, dem eidgenössischen Leib zu seiner Nedintegration zu verhelfen, und daß er z"Zwecke der Eroberung des Veltlins sich angenommen habe, wobei die Ausübung der katholischen Rclig'"'vorbehalten worden sei. Zur Defension der bündnerischen Lande begehre er von allen Orten einen A"fb""'von 3000 Mann und hoffe, daß, da Solothurn bereits seine Zusage gegeben habe, die Herren undihre Entscheidung möglichst bald geben werden. Um seine Affection zu bezeigen, stelle der AmbassadorsFried- und Vereinigungsgeld zur Disposition, welches gelegentlich abgeholt werden könne, und w""!^daß man ihm die Rödel vorweise, damit er dieselben durchgehen und nach des Königs Willen baldmögl'^darüber disponieren könne. Zugleich bemerkt er, daß Getreide für dieses Volk bereits in Genf aug^sei und noch anderes folgen werde. Dem fügt er aber noch bei, daß in dem mit Spanien cr"e"^Bündnisse einige Punkte vorhanden seien, welche mit dein Bündnisse mit Frankreich nicht vereinbarbegehrt deren Abänderung und fügt schließlich bei, daß der König keine Gelegenheit verabsäume"gegen die Orte „mit guter Affection zu korrespondieren." — Die Instructionen lassen den Gesandte"zu, einen Entschluß zu fassen, zumal solche Werbungen von der Entscheidung der höchsten Gewalte" "hangen. Jedoch wird für erforderlich erachtet, daß die beiden Abgeordneten ihren Vortrag schriftlichlassen und deutlicher angeben, wie der Aufbruch sollte ins Werk gesetzt werden, und auf wie vielman die fünf Orte ansetze; ferner, welches die Punkte im spanischen Bündniß seien, die dem fra"D'Jzuwiderlaufen. Plan beschließt das Begehren des Ambassadors in den Abschied zu nehmen und einetation von vier Gesandten an die beiden vom Ambassador Abgeordneten zu schicken, um sich über die ^gedeuteten Punkte mit demselben einläßlicher zu besprechen, damit die Obrigkeiten einen sicherenPunkt für ihre Berathung haben. Die folgende Woche wird wieder eine Zusammenkunft zu Bcsp^^'s,dieser Sache stattfinden; Einigkeit sieht man als höchst nothwendig an, sowie das Aufgeben von ^
und Jnformalitäten, wie sie eine Zeit her in Uebung gekommen seien, ß». Das Schreiben derClaudia, von Zürich überschickt, ss. Absch. 739 of wird dem Abschiede beigelegt, um bei der nächste" st^örtischen Conferenz berathen zu werden.