Mai 1635. 937
Punkte, welche in dein übergebeucn Cahicr oder königlichen Abschied enthalten sind, ein freundliches Dank-^'"bsschreiben ausgestellt werden. Dieses darf aber nicht so gehalten sein, als wäre man mit den^'llten Resolutionen zufrieden, sondern es soll in demselben neben Wiederholung der Punkte glimpflich an-di/^^ werden, man hätte gehofft, über das Eine und Andere eine bessere Erklärung zu erhalten, und daß^^"bclegenheiten der evangelischen Orte in mehr Berücksichtigung gezogen worden wären. Endlich solli'crw'"A)rere Recommendationen bitten, und daß die gegebenen Versprechen in Betreff der Commercienwerden mochten, im klebrigen sich auf den Ambassador Meliand berufen. Damit auch bei Hofl>ge^^ Andere desto besser ausgewirkt werde, soll das Geschäft dem Ambassador durch ein weitlän-' Erinneruugsschreiben und eine Replik über den einen und andern Punkt anempfohlen mW das An-^ "an ihn gerichtet werden, die Agenten der Kaufleute mit den nothwerdigen Fürschreiben an den Hofsie ""d auch selbst um schleunige Expedition zu sollieitiercn. Diese zwei Schreiben sollen, sobald
sci»^^^ den übrigen Orten mitgetheilt werden. Zl. Dem französischen Ambassador wird aufa»l>v Hcrrn von Alollondin gcthancs Anbringen und übergebenes Credenzschrciben fremrdlich ge-
A» l ^ Letzterer ersucht, was sowohl der Zahlungen als anderer Punkte halber geredet worden, dein^"Klzeigen. 1. Das französische Manifest oder offene Patent, welches über die Einnahme des^ w» and über die Absichten des Königs verfaßt worden ist, wird der evangelischen Religion und ihren">r Veltlin zum Nachtheil gereichend angesehen. Alan soll deßhalb bei künftigen Begehren derhandle es sich um Werbung oder Pässe oder Anderes, nicht gerade in Alles einwilligen, sondernZur'l ^"^alteu, namentlich aber soll kein Ort ohne Wissen des andern seine Erklärung abgeben. Vondcn"- ^ könnte man sich inzwischen bei den Blinden erkundigen, was man dort hievon halte. Was es^ ^ Erfahrung gebracht, soll den übrigen Orten bei nächster Gelegenheit mitgetheilt werden,reich ^ ^ Serres, ein evangelischer und wohlerfahrener Ingenieur im Dienst des Königs von Frank-i»vw, ^ evangelischen Eidgenossen für den Nothfall, oder wann sie wollen, seine Dienste angeboten,Ae-, ^ Elesandtcn referieren lvcrden. Man ist der Ansicht, daß man über das Eine und AndereGrase, ^ ^ berathen und dariibcr bei erster Zusammenkunft sich entschließen könnte, i». Dem
^ ^ ^cr Städte Antwortschreiben „um gewisser Ursachen willen" nicht eingehändigt
c,"s Es nürd deßhalb für nothwendig erachtet, beförderlich ein anderes Schreiben zu berathen und^>c>n Schaffhausen theilt Ziirich mit, daß es die Pfarrei Dägerlen wie von Alters her mit
Pfarrer versehen lassen wolle, daß es auch den Zehnteuspan am Rutschwyler Berg gernzn ^ !6he und gesonnen sei, selbigen Zehnten dieses Jahr wegen des Klosters Allerheiligen in Empfangz» Zürich wünscht hingegen, daß zu Vermeidung von allerlei Angelegenheiten durch einen eigenen
Zch> hauSlMlich niedergelassenen Prädicantcn die Pfarrei versehen werde. Ueber den angedeuteten
^ÜPan will es seiner Obrigkeit referieren in der Hoffnung, daß das Gebührende auch erfolgen werde.
Zu «I. Meliand ^b folgende Erklärungen: I) An den Zusatz nach Mülhausen etwas an Geld oder^"nschcift zu cvntribuicren habe er keinen Befehl, wolle darüber an den Hof berichten. 2) In Betreff^ Angelegenheit Kcsselrings rathe er, von den vier Orten eine Antwort auf das von Zürich und Bern"sie erlassene Schreiben nachdrücklich zu verlangen und, da die katholischen Orte mit Werbung vonUegsvolk beschäftigt seien, auch von Seite der vier evangelischen Orte sich in Bereitschaft zu setzen.
Betreff des Defensionswcrks sei noch kein Entschluß vom Hof ihm zugegangen; in allgemeinenbrücken aber gicbt er die Vertröstung, daß der König mit demjenigen Kricgsvolk, welches er entbehren