Februar 1635. 919
Reiter uöthig haben wird, soll jedes Ort, zumal diejenigen, welche die beste Gelegenheit dazu^ r», beförderlich darüber zu Rathe gehen, wie dieselbe zu erhalten sei. Man ist der Ansicht, daß man,ihren angehörigen Wirthen, Müllern, Aletzgeru, den Meherhöfen oder Dvrfschaftenein Pferd mit Znbehörde anszuriisten lind für gemeinsame Roth zn unterhalten auferlegte, zu einer'"Rich großen Anzahl kommen und zn diesen Pferden jeder Zeit auch tüchtige Reiter genug finden.welche Ulan von Zeit zn Zeit auch mustern und im Nothfall nebeil fremdem Volk, »venu manbedürfte, auch gebrauchen könnte. Gewisser Ursachen wegen will man es unterlassen, wegen diesesw>»als eingetretenen Zustandes an den König von Frankreich und den jetzt bei ihm befindlicheil Am-^Iladvr zu schreiben. Basel, Schaffhansen und St. Gallen werden als Grenzstädte dringend ersucht, es"uht an guteil Kundschaftern mangeln zu lassen und jeder Zeit den übrigen Orten das »litzutheilen, wasvertraute Leute in Erfahrung gebracht haben. I». Es wird ein Schreiben von Mülhausen an^ 6- 7. Februar) und hierauf ein mündlicher Bericht über den dermaligen Zustand und die große^uhr dieser Stadt augehört. Weil dieselbe als verbündete der französischen Krone von dem Herzog vonKreits iil königlich französische Protection genoinmeii worden ist, so wird für das Beste erachtet,Hill, ^ wie ihrer künftigen Erhaltung wegen, falls die Franzosen auch ans dein Elsaß wieder
"Pziehen sollteil, mit dem Herzog beförderlich mündlich cvnferiert werde, was am besteil dnrch einePrivatperson von Basel unter dem Vorwaud anderer Geschäfte, damit man nirgends etwas davon^ geschehen könnte. Basel wird dafür frelmdeidgenössisch angesprocheil, zumal da man in Erfahrung^ / cht hm, daß der Herzog deßhalb bereits königlichen Befehl empfangen habe. Dein Abgeordneten vonz». . ^ Zugleich der Auftrag gegebeil werde», den Mülhausen! im Namen der evangelischen Orte ernstlich^chen, etwas besser auf sich selbst zu sehen und sich auch für ihre Conservation einigermaßen anzu-^l'i,^ ifrrner soll der Abgeordnete das in dein Schreiben von Mülhausen angedeutete Original abfordern,lcr'!! ^ Herzog von Feria in frühern Jahren Befehl gehabt haben soll, sie feindlich anzufallen, damit^ te^ dunstigem Behelf desto sicherer aufbehalten würde. Dergleichen soll der Abgeordnete dem Herzog^^ahren, welche den evangelischen Ständen der Eidgenossenschaft drohen, ernstlich vorstellen und anhören,^ 'wthweiidige Hülfe zu Roß und zu Fuß man vermöge der mit Frankreich bestehenden Vereinigung imdch/ ihm zu erwarten habe. Sonst war man auch der Ansicht, daß es für die Mülhauscr ain»ich wenn sie einen evangelischen eidgenössischen Zusatz in französischem Sold in ihre Stadt bekämen,
der ^ ^ vertraulich ermahnt werden könnten, solchen von Frankreich selbst zu begehreu, worauf^ Mutierte Basels bei dein Herzog auch hindeuten könnte. Denn, wenn die verbündeten Orte wiederSchatz in ihren Kosten daselbst erhalten wollten, so würde ein geringer nicht viel helfen und einhy zur Defension genügender von den Orten nicht wohl zu erhalten sein, zumal da Basel und Schaff-»»al' ^'"ltlen ihr gänzliches Unvermögen vorwenden. Für den Fall, daß man wegen Mülhausen in^ wcilteter Weise eine Gesandtschaft an den Herzog schicken wolle, bitten die Gesandten von Basel, ihreund Obern lim allerlei wichtiger Ursachen willen damit zu verschonen und solche aus einem andern»>ld bellen, weil sie der beschwerlichen Zuinuthungen von beiden Parteien ohne das gar zu viel hätten»ichi ^ Ungelegenheiten mehr mit sich führen könnte. Dessenungeachtet ändert man obige Meinung^sucht, weil Gefahr im Verzuge ist, den Gesandten Basels nochmals, bei seinen Herren undtzrj ' ^hiu zu wirken, daß die Gesandtschaft möglichst bald in der angedeuteten Form abgehe und denOrten der Erfolg auch mitgetheilt werde. «. Basel berichtet, in was für großer Gefahr es wegen