914 Januar 1635.
bernischem Boden eine verdächtige Person aufgetrieben wird und sie in die getheilten Gerichte entläuft,der Oberamtmann befugt sein, ohne die Niedern Amtleute darum zu begrüßen, eine solche Person i» ^fangenschaft zu setzen, darf sie aber nicht aus den getheilten Gerichten führen lassen, sondern mußKlage stellen. Ein solches Versahren darf aber nicht denen gegenüber eingeschlagen werden, welche in ^Gerichten hauShäblich niedergelassen sind; gegen diese ist nach dem Vertrage und dem alten Bra»^verfahren. Gestohlene Sachen kann der Oberamtmann, wo er sie zu finden hofft, aufsuchen lassen.gestohlene Sachen aus der Jurisdiction der Stadt Bern in die von Solothnrn geflüchtet und die ^entdeckt, so kann der Bestohlene dieselben, wo er sie findet, wieder zu Händen nehmen; besteht das Gei^ ^in Vieh, so hat der Bestohlene die Atzungskosten zu vergüten, so wie auch die Kosten, wenn er deinnachsetzen läßt. «. Solothnrn macht sich anheischig die von Balm abgeführten Glocken entwederan Ort und Stelle zu setzen oder deren Werth zu vergüten, t". In Betreff des Wchrli Türk (s. Absch.der noch zu Solothurn in der Gefangenschaft sitzt, erbietet sich Solothnrn eine Erklärung zu geben,
Bern befriedigen »verde, xx- Solothurn erklärt, daß es die in Folge Oer VerhandlungenVorfall in der Clus noch restierenden 1000 Kronen in acht Tagen zu Fraubrunneu bernischenncten übergeben werde. I». Beschwerden gegen den Vogt zu Wangen wegen mehrerer arrestierter 6^ ^Salz in Folge der verweigerten Entrichtung des Zolls von Seite der Schisfleute; Klagen über denSchultheiß zu Büren wegen Confiscativn etlicher bei einen» Geldstag vvi» svlvthurnischen UntcrthaM" 'gelegten Gültbriefen. Berns Gesandte referieren.
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Stand- und Nechtstag über Kilian Kesselring.
Schwyz. 1335, 23. bis 2i). Januar.
LaiidcSnrchi» Stidwaldc». ^ .
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Gesandte: Uri. Alexander Beßler, Jakob Lusscr, Andreas Planzer, X. Zurcnseller, Johannes I' ^Jakob Stadler, alle des Raths. Schwhz. Dicthelm Schorns, Statthalter; Johann Gilg Ausd^'"' ,Alt-Statthalter und Landshauptmaun; Acelchivr Betschart, Siebner; Johann Jakob Jmlig,
Rcding, Gilg Betschart, Landsfähnrich. Unterwalden. Johann Jmfeld, Alt-Landammann undHauptmann; 5l. Schälk; Vl. Müller, Landsfähnrich; Von Flüe, Richter, von Obwalden; Kaspä^^,Ritter, Alt-Landammann; Konrad Von Büren, Statthalter, von Ridwalden. Zug. Paulus BengR ^Halter; Ulrich Heggli, Alt-Ammann; Rudolf Kreuwel; Johann Speck, Landsfähnrich; WilhelmBeat Hasler, alle des Raths. . , z>>
I. Die Blutsverwandten Kesselrings ersuchen, ihre unlängst zu Brunneu gcthane Fürbitte wiederh"^dürfen. Nachdem diesem Ansuche»» entsprochen worden, läßt Kilians Bruder, Johann Jakob, srin^zuerst durch Martin von Nickenbach, genannt Belmont, vortragen, tuender sich dann selbst mit seineu ^ ^lichci» Bitten, mit kummervollen Geberden und weinenden Augen an die Richter und ersucht dieseGeneigtheit zu haben, „die Rambsung dieses angestellten Rechtstages nicht allein änderst zu formiert ^den» ferners dci» Tag zu verschieben und seü»e über den Proceß verfaßte Ai»twort anzuhören."wandten verpflichten sich, deinjeirigen, was man Kilian dann als Strafe auferlegen werde, Gehorsam zu