Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
903
Einzelbild herunterladen
 

September 1634. 903

c Gesandtschaft der unkatholischen Orte in Betreff der Prädicanten iin Tvggcnbnrg bei demselben vor-^erd' ^ dachtet, daß im Nheinthal von den Prädicanten diegähc" oder Weibertaufe eingeführthvben' daß von Zürich der stammheimische Arrest nicht relaxiert, sondern keineswegs wolle aufge-be .. ^'den. Er ersucht die Gesandten nin Rath. Diese antworten, was die toggenburgischcn SachenGl« r ^ ^ verhalten wisscil und nichts geschehen lassen, was dem katholischen

bei, 9^ Verträgen und dem Landfrieden zuwiderlaufe. In Beziehung auf das Taufen werde manl>e .^dbgten im Nheinthal und Thurgau dem: auch dort nehme diese Neuerung überhand schrei-be!, s ^ dieselbe beseitigen und den Prädicanten zusprechen, davon abzustehen. Wegen des ganz unbil-°de^ ^'"'nheimischcn Arrestes will man Zürich ernstlich auffordern, denselben entweder gütlich zu relaxierenI». darüber entscheiden zu lassen, sonst werde man dem Abt das Gegenrecht auszuüben gestatten,

lichxst, ^te.ss Zug hegt hervor, daß noch immer die Uebclstände im Münzwesen, namentlich der schäd-'N) I der groben Gold- und Silbersorten fortbestehe. Man kommt überein, daß die Reformation

A'ra ^ des Abschieds von Baden innerhalb vier Wochen angenommen und publiciert und Zürich an-. werden soll, ob es begehre bei demselben zu verbleiben. Der Ruf soll dann in den Orten sowohl,^ dm Vogteien verlesen werden. Niemand soll verpflichtet sein, mehr kleine Münze anzunehmen alsbei Pfenning; das Münzeil wird abermals eingestellt der Aufwechsel bei Leib, Ehr und Gut und

Nation des Geldes verboten. Die Gesandten von Freiburg und Solothnrn nehmen dieß in denhalb t lle deßhalb mit Bern zu verhandeln haben; ihre Obrigkeiten werdeil ihren Entschluß iniler-

^»ei, Puchen überschicken, i. sOhne Solothurn.s Graf Casati, spanischer Ambassador, wird durchB^^^fchuß begrüßt und an die Zusagen und Versprechen erinnert, welche der Cardinal Infant bei der^cht bu Mailand den Gesandten in Beziehung auf die Pensionen lind die andern Exstanzcn ge-

^l>bc ^af gibt den Rath, sie möchten sich mit dem gleichen Ansuchen an den derinaligcn

fchrcil ^ Cardinal Alberilozzi, iil eiilcm Schreiben wenden, welches er mit einem empfehlenden Begleit-halbcx" Zuschicken sich anerbieten. Er hofft, daß nicht nur der Pensionen und der andern AusständeCtih atisfaction erfolgen werde, sondern daß auch hinreichende Assignationen zur Erhebung der beiden^chttt Mailand und Burgund werden gegeben werden. Ic. (S. u. Freie Aenlter.) 1. Uri be-

^ es von Mailand aus, weil die leidigeSucht der Pest" in einige Orte der Eidgenossenschaft'^sseii ernstlich crmahnt worden sei, niemand von solchen inficierten Orten ohne Paßzedcl durch-

ber.v. ^edcs Ort wird nun das Nöthige anzuordnen wissen, damit nicht etwa der Paß geschlossen und^bger ^ '^^el aufgehoben wird. n». Es wird zur Sprache gebracht, daß der Ambassador Vialard seitdaß ^ angute und unfreundliche Reden gegeil die katholischeil Orte laut werden lasse und sich äußere,^f>r deren Ainbassador sei, weil er sich von seines Kölligs wegen beleidigt fühle. Die OrteUnfreundlichkeit niemals versehen, da sie mit den frühern Ambassadoren jederzeit in einem«a ß^^ichen Verhältniß gestanden hätten. Obgleich man glaubt, Ursache zu haben, in einem Schreibenbich ^'"bafsador oder an den König dessen sich zu beschweren, so zieht man es vor, dieß blos dem Ab-^Puverleiben, daß es seiner Zeit, wenn vonnöthcn erachtet wird, es zu thun, nicht vergesscil werde.^ ^^cn.) ^ (S. u. Nheinthal.) z». Es wird ein von Zürich und Bern an Solothurn ge-^^iben vorgelegt, iil welchem dasselbe ersucht wird, mit den uninteressierten Orten dahin zuden beideil Städten in Betreff der Kesselringschen Angelegenheit zum Rechte verholfcn