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894 August 1634.
uothwcndig, einige Zeit zu warten, wie der Prälat sich wegen dieser Gesandtschaft gegen die Prädicantenwerde, und daß deninach die sechs Orte auf einer deswegen anzusetzenden Zusannncnknnft sich weitet ^rathen sollen, lvie in der Sache am besten zu handeln sein möchte. Weil nicht zu zweifeln sei, da» ^Prälat die Zumuthnng, das Ave-Maria zn sprechen, nicht werde fallen lassen nnd eher die Prädieantcw"'auf den beharrlichen Weigerungsfall ihres Dienstes entlassen »verde, und daß dadurch das Land seiner ^sorger beraubt und aus etwas Argem noch etwas Schlimmeres werde, so möge man sich bedenken, wie >»^sich dann verhalten wolle, ob und wie man nämlich, weil es bedenklich sei, von dem Fundament, wcmUda ist die Religionsfreiheit, zu weichen, sich der Sache durch gütliche, rechtliche oder Gewaltsmittel an»eh^'wolle und könne, oder ob man den Prädicanten das Sprechen des Ave-Maria nicht vielmehr »athc»^etwas Aergeres gewärtigen wolle, ü». Obgleich die evangelische Gemeinde zu St. Johann schon einigtohne Prädicant gewesen und von Basel für den beurlaubten Herrn ä Wengen bereits ein Anderesnannt ist, so erachtet man doch für besser, mit seiner Absendung noch vierzehn Tage zn warten.dieser Zeit nichts Neues, das zu Beschwerden Anlaß gibt, vorfallen wird, sollte man denselben mit ci»^Empfehlungsschreiben, in welchem auch an das erinnert wird, was mit dein Fttrstabt verhandelt wordc» 'abfertigen, mit der Bitte, ihm nichts Beschwerliches wider seine gelobte Glanbensconfession und sei»wissen znznmuthen. Der neue Prädicant möchte dann auch dahin instruiert werden, daß er, wem»ihm einfach das Antoben ans den Landfrieden und das Mandat zumnthet, sich nicht weigern, sonder» ^Canzcl annehmen, kraft Landfriedens aber das Ave-Maria neben dem Vater Unser nicht spreche» b''Würde ihm aber gedachtes Versprechen in szrsois zugemuthet, solle er sich damit entschuldigen, daßihm ailgezeigt habe, diese Zumuthnng würde ihm nicht gemacht werden, lind einen Verdank begehre»/desto weniger aber sich dafür bemühen, daß ihm das Predigen gestattet werde. ^
Zu z». Dem Abschiede des Baslcrcxemplars sind beigefügt: I) Fürtrag der evangelischenIhr Fttrstl. Gnaden dem Herrn Abt zu St. Gallen. 2) Bcschlvcrdts- und Fragspunctcn der Herrc» ^dicanten in der Grafschaft Toggcnburg, 11 Artikel. 3) Toggcnburgische Religionsbcschtverden. 4)an den Rath zu Basel, betreffend den Pfarrer Emanuel ä Wengen von Theodor Zwinger im Ncu»^,,^Ministeriums zu Basel. 5) Bedenken der Verordneten zur Lehr in der Kilchcn und Schuldie Bcschwcrdnusscn der evangelischen Kirchendienern in: Toggenburg, und noch manche andere ^Gegenstand betreffende Schriften.
Conferenz der die Vvgteien Schlvarzenbnrg, Orbe mit Tscherliz, Graudsem und
regierenden Orte Bern und Freibnrg.
Bern. 1K34, 23. und 29. August.
Staatsarchiv Bern. Frciburger Abschiede. Ao. (5. S. 23 und Jnstructionenbuch R. C. 333.
Gesandte: Bern. (Unbekannt.) Frciburg. Peter Heinricher, Seckelmeistcr; Jost Brüuish^ 'Zeugherr, beide des Raths.
Das Verhandelte findet sich im Abschnitte Herrschaftsangclegenhciten:
Verltisch-Freibm^ «v. Art. 29.
engtet Schlvllrzenüurll- «I, O. Art. 55, 56. («T—Q. S. Amtsrechnungen.)
Vögtei Artie mit ^-scherliH. R, III. Art. 1?4, 1?5. (L—1^. S. Amtsrechnungen.)
Bogt" Grandson. Art. 2V5—293.