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August 1634.
». 1) Etil Theil der Gesandte» (Zürich) ist der Ansicht, daß mau, weil die vier Orte wider Bünde und Land-frieden jede gütliche oder rechtliche Verhandlung bisher von der Hand gewiesen hätten, ihnen als Bund-brüchigen die Bünde nunmehr anfkünden, sie nicht mehr als Eidgenossen anerkennen, sondern daß uia»jedermann ihre Handlungsweise vor Augeil stelleil und gemeinschaftlich handeln, um die Unbill zu räche»,und den Austrag Gott befehlen solle. — Eine andere Meinung (Bern) geht dahin, die unparteiischen Ortesollten die vier nach dem Inhalt der Bünde mit Ernst oder Gewalt zum Recht weisen, wie sie denn wege»der Verweigerung der Theilnahme an allen gewünschten Verhandlungen schon dazu befugt seien. Die vierOrte müßten die Prvtestationcn Zürichs und Berns annehmen oder der gedrohteil Rache gewärtig sein. ^Basel und Schaffhansen halten es für sehr bedenklich, bei den dermaligen Zeitnmständen diese Sache mit Gewaltdurchzuführen, auch für mißlich, durch Drohungen etwas auszurichten, da die katholischen Orte das Rechtbisher nicht hätten annehmen wollen. Man müsse also, jedoch ohne Nachtheil für die Ehre der beide»Städte, nach andern Mitteln sich umsehen, daß der ehrliche Mann ans seinen schweren Banden nnninel»'befreit werde. 2) Seckelmeistcr Hirzel übergibt etil Schreiben des französischen Ambassadors zu Solothiü»ail die vier evangelischen Städte, worin derselbe nochmals seine Jnterposition in der Kesselringschen R»g^legenheit anbietet. Nachdem man dessen wohlmeinende Erklärung vernommen und Hirzel dessen geneigte»Willen zu den evangelischen Orten insgemein bezeugt hat, wird in Berathnng gezogen, ob man dem R»»bassadvr darüber schreiben und ihn um beförderliche Jnterposition im 'Namen seines Königs, der ihn j»lalü Credenzschreiben deßhalb ins Land geschickt habe, neben den uninteressierten Orten ansprechen s»^-weil man vernommen habe, daß er zu Befreiung des Kcsselring vielleicht einiges Geld darschießen werde,ohne welches derselbe wahrscheinlich nicht freigemacht werden könne, und dainit man ihn nicht etwaiil einer unvorhergesehenen Furie hinrichte; oder ob die uninteressierten Orte für sich selbst sowohl bei de>»Ambassador als bei den interessierten Orten weiter um Befreiung und „Fristschaffnng" für Kesselring ihr'Bestes thnn sollten. 3) Zürichs und Berns Gesandte treten hierauf zusammen und eröffnen einander ihre iR-fehle. Zürich begehrt von Bern zu wissen, ob seine Herren und Obern für den Fall, daß man weg?»Kesselrings etwas Thätliches vornehmen wollte, oder wenn die katholischen Orte mit Hülfe der neuen sp»'nischen Armee selbst etwas wider diese Lande versuchen sollten, mit Zürich bei der schwedischensowohl, als bei dem französischen Ambassador um Hülfe anhalten würden, oder wie man sich sonst in ei»?gebührliche Defension stellen könnte. Berns Gesandte entschuldigen sich zum Theil mit dem Mangel eines SP?'cialbefehls und äußern vertraulich wegen Herbeiziehnng der schwedischen Hülfe allerlei Bedenken. Sie eractMfür besser, mit denselben in „der angefangenen guten Verständniß" zu beharren, ans welcher, we»"man sich weiter einlasse, bald eine „Unvergnüglichkeit" erfolgen würde. Um auf alle Fälle gefaßt zu s""'müsse man mit Ernst auf die Versicherung ihrer zwei Stände denken, da es einmal das Ansehen h»^'als ob die katholischen Orte bei ihrem hochmüthigen Beginnen mit bösen Anschlägen umgehen. Zu dies?»'Ende wäre die Ausführung des seit etlichen Jahren her besprochenen Defensionalwerkes das beste Mittel'Weil aber die übrigen zwei Städte hiezn nicht einwilligen würden, so Werve es erforderlich sein, daßStädte Zürich und Bern etwas geworbenes Volk zu Roß und zu Fuß, 4000 bis 0000 Mann, weil >»^dein Landvolk wenig auszurichten sei, aufbringen, und daß die verordneten Staudcsräthe künftig 'zusammenkommen. Inzwischen sei es nothwcndig, daß man aus Anlaß des spanischen Volkes dendu Lande in den Bünden von diesem Zustand schriftlich benachrichtige und demselben von Zürich ausSchreibeil, das der Freiherr von Schwarzenberg von Lucern ans an die evangelischen Orte geschickt ha^,