Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
881
Einzelbild herunterladen
 

Juli 1634.

881

worden ist, darüber werden die Gesandten mündlich zu berichten wissen, v. Nachdem Basels und Schaff-Hausens Gesandte schon abgereist sind, ist dem Seckelmeister Wirz ein Schreiben von Herrn Jost Groben,Prädicanten zu Krummenau, zugekommen. Dieser berichtet, er sei von dem Landvogt seiner Pfründe entsetztworden, weil er den englischen Gruß nicht habe beten wollen. Nach langem Bitten sei ihm bewilligtworden, die Kirche noch zwei Monate zu versehen, aber nicht länger. Dem Decau sei ein gleicher Termingesetzt; der Laudvogt habe sich offen gegen ihn verlauten lassen, daß ein Prädicant nach dem andern ent-fernt tverdeu müsse. Herr Hans Jakob Vreitinger, vordrister Pfarrherr der Stadt Zürich, der sich inkuier Badekur in Baden befand, erscheint sodann vor den noch anwesenden Gesandten der vier Orte, dankt^ die vorige gnädige Audienz und verwendet sich nochmals für die bedrängten evangelischen Tvggenburger.Äian anerkennt die Wichtigkeit des von Herrn Breitinger Vorgebrachten ickd erachtet eine beförderliche Ab-für nothwendig, damit es den guten Toggenburgern durch lange Verzögerung nicht ergehe, wie früher^ Evangelischen im Wallis, wo man dem Bischof auch nicht, wie man hätte thun sollen,in den Zaumfallen sei." Alan verabscheidet daher auf Gefallen der Obrigkeiten, daß beförderlich eine ansehnliche Ge-^tschaff aus allen sechs evangelischen Orten, von jedem ein Gesandter, zu dem Prälaten von St. Gallengeordnet werden solle. Damit die Sachv desto schneller von Statten gehe, soll jedes Ort seine Meinung^glichst bcllk» Zürich mittheilen und dieses, wenn die Meinungen zusammentreffen, den Tag bestimmen,dem man in der Stadt St. Gallen an der Herberge zn erscheinen habe. Inzwischen wird Landcsbau-Aeister Zellweger nach seiner Heimkehr jemanden aus dem Toggenburg zu sich bescheiden und ihm anzeigen,^ ^angelischen Gemeinden, sowie auch die Prädicanten möchten durch einen Ausschuß bei dein Landvogt

^ dem Prälaten ihrer Beschwerden halber supplicieren, um die freie Neligionsübunq bitteu und den Be-scheid

.^chwerdeii am besten bekannt seien, wird ersucht, die Instruction für die Gesandtschaft zu redigieren.

^ ^ nach Zürich berichten. Zürich, das den Toggenburgern am nächsten sei und dem der Tvggenburgeru. Freie Aemter.)

k.

n Man sehe auch im Abschnitte Hcrrschastsangelegcuhcitcu:

" ^lltci Freie Aemter. t> . Art. 47. Justizsachen.

Zu «.

Der Vortrag Brcitiugers ist dein Abschiede beigelegt.

vs«.

Conferenz von Uri, Schwyz und Nidwalden.

Brunnen. 1V34, 1». Juli.

z!i»,dcSiN'chiv Stidwaldc».

Ast : Uri. Walthart Baldeggcr, Statthalter und Landsfähnrich; Johann Jakob Tanncr, Ritter,

'^andaminann; Heinrich Püntiner, Seckelmeister. Schwyz. Johann Sebastian Abyberg, Landammann;

Schelm Schorno, Statthalter; Johann Gilg Aufderinaltr, Alt-Statthalter lind Landshauptmann; Martin

s^'^ubach, genannt Belmont, Franz Ziltener. Zlidwalden. Konrad Von Büren, Statthalter; Kaspardes Raths. .

er ^ u- Acllcnz w.) Uri wird ersucht, dem Landammann Trösel) in Mailand zu schreiben,

^uöchte ferner in Beziehung auf die Forderungen der Orte sein Bestes thun, und ihm noch den nöthigenfür einige Forderungen zukommen zu lassen, ferner auch dahin zu wirken, daß Landammann von

III