Juli 1634. 875
^Iter Fox,,,. Besonders aber protestiert Bern wegen seines Rechtes am Malefiz im Thnrgan lind der
'wsten, die es seiner Zeit zu suchen sich vorbehält. — Lucerns Gesandtschaft hat keinen Befehl weder zu
testieren noch zu „arguieren", sondern begehrt blos, es möchte in den Abschied gestellt werden, daß seinen
'-^reen und Obern Unrecht geschehe, wenn man sie zu einer Partei machen wolle. — Die vier Orte hätten
/' gern gesehen, wenn solche Vorschläge auf die Bahn gebracht worden wären, durch welche man des müh-
^,'gen Geschäftes hätte entledigt werden können. Weil das gütliche Project ihren Instructionen zuwider
!v wissen sie dermalen auch nichts Anderes zu thun, als Alles Gott und der Zeit anheimzustcllen und
u Obrigkeiten zu referieren mit der Erklärung, daß sie weder das vorige, noch das jetzige P?oject fiir
Endlich halten, und daß sich ihre Herren und Obern nach Belidben darüber entschließen werden. Sie
iiir freies Kriegsrecht, ihre Ehre und Reputation, Judicatur, auch alle ihre Rechte und Ge-
- 'gleiten vor, wiederholen ihre früher gethanen Gegenprotestationeu, weisen das ihres Erachtens ungül-
gc Rechtsbot von der Hand und berufen sich auf alle andern vorgebrachten Erklärungen. I». Der fran-
. ^ Aiirbassador, Herr Vialard, versichert in einem Schreiben die Orte der Zuneigung des Königs und dessen
llcht, den Frieden und die Einigkeit zu erhalten. Hingegen hätten einige Orte ein neues Bündniß mit
^ Hause gemacht, das sie oft beleidigt hätten; dasselbe müsse ihnen verdächtig sein, und sie dürften
Schein von dessen Freundschaft vertrauen, noch viel weniger von denjenigen Fürsten etwas
c- Hessen, denen es gewissermaßen erblich überliefert sei, ihre Borältern zu rächein Die Feindschaft
»in denjenigen, welche die Schmach empfangen haben, nicht gestorben, sondern die Asche bewahre immer. ") das
^ vnk Feuer, das sie bei erster Gelegenheit anfachen werden. Die Freiheit und den Frieden zu erhalten,»ur möglich, wenn die Orte sich unter einander verstehen und bei der Ungleichheit des Glaubens sichZusammen thun. Die Orte sollten sich also wohl in Acht nehmen, daß von denjenigen, von
»in
Aict^ Schein geliebt würden, nicht aus ihrer Zwietracht Nutzen gezogen werde. Sie möchten
. lesen Brief nicht als einen einfältigen und gemeinen Discurs betrachten, sondern als ein sicheres^ den Intentionen des Königs, als ein köstliches Pfand seines guten Willens gegen alle Orte. —deri'N^^ Ambassador wird ihre gutherzige Affection schriftlich verdankt und sie um Erhaltung
^ssa ^'Zicht. < . Der Oberst und Freiherr Peter König schreibt, wie ihn der Oberst Wolf Rudolf vonhuste ^ Monateil zu Lindau unter dem Vorwand der Verrätherei ganz eigenmächtig habe ver-
bat ^ Banden ans die Festung Ehrenberg im Tyrol führen lassen. — Das Schreiben
ivie 2- Juni il. St.) wird in den Abschied genommen, damit die Obrigkeiten vernehmen können,
^ u'i» Defension seiner Ehre retorquiert. «I. Da das Schreiben, das ans der Tagleistung
»»d katholichen Orten an den König von Frankreich, Eardinal Richelieu, Pater Joseph
^'udassador Vialard abzuschicken beschlossen wvrdeil ist, um sich wegen der Erneuerung des Biind-sx. ^ Spanien zu entschlildigen, die Billigung Freiburgs ilicht erhalten hat, weil es leicht, wenn es inistcis ^^ßien Form abgegangen sein sollte, Angelegenheiten verursachen könnte, so sind die Gesandten^'gs instruiert, die Schuld von sich abzulehnen, wenn Unheil daraus entstehen sollte,dci» Freiburgcrcrcniplar.
Zu z». Bon den zürcherischen Gesandten wird erklärt, weil man sich in dieser Sache nicht habe vcr-^» 'gen können, so sei eine allgemeine Tagleistung nothwendig. Desgleichen erklärcns.dic Gesandten von" ^ Vcstiinmtestcn, daß, wenn Wider das angebotene Recht dem Kcssclring ferner etwas an Leib undu» widerfahre, ihre Herren und Obern es rächen werden. Geschähe es von den Obrigkeiten, so werde