Mai 1634. 861
Ar^ Alt-Burgcr»,elfter und des Raths. Solothnrn. Hieronymus Wallier, Bauherr; Urs Vondes
beide des Raths. Schaffhauscn. Johann Jmthnrn, Burgermeister; Johann Wilhelm Ziegler,bau Appenzell. Martin Sllter, Landammann, von Jnnerrhodcn; Johanil Zellweger, Landes-
"uchter und des Raths, von Außerrhoden.
Eidgenössische Begrüßung. ». Basel als das ausschreibende Ort erzählt in seinem und der vier un-
hin Namen den bisherigen Verlauf der Kessclringschen Angelegenheit. Ihre Aufgabe gehe da-
Buttel aufzusindeu, durch welche sowohl diese Sache als andere Beschwerden, welche den Thurgau be-
freundlich beigelegt, das zwischen etlichen Orteil eingerissene Mißtrauen beseitigt und die alte eidgc-
^rrtranlichkeit wieder hergestellt werdeil könile. Sie bitten deßhalb die iilteressicrteil Orte, sich auch
^wiiimodieren lind es ihnen möglich zu machen, etwas Heilsames zn Stande zn bringen. I». HerrMcti
fgx denselbeil, deßgleicheil ein Schreiben und eine schriftliche Prvposition des Ambassadors, des^ ^ ^ Köllig habe ihm befohlen, die Orte zn ernlahnen, daß sie die zwischen etlichen unter ihnen^dcn Streitigkeiten gütlich beilegen möchten, und dabei seine guten Officien anzubieten. Den^ "gmcn Befehl habe er bereits bei denjenigen Orten ausgerichtet, welche sich die Mühe genvmmeu, ihn»icht^"^^ insbesondere der guten Absichten des Kölligs versichert. Derselbe wolle die Orte
hrer zwiespältig inachen, begehre auch nicht, sich an eine Partei anzuschließen und dieselbe in
^ Meinung zn bestärken; er erachte viclinehr, daß Einigkeit das wahre Interesse der Eidgenossenschaft
^üe übergibt im Auftrag des ordentlichen französischen Ambassadors Vialard ein königliches Credenz-
lei.
und
^igcnin
Ani
ermahne deßhalb die Orte zn gütlicher Beilegung der gegenwärtigen Streitigkeit, zumal bei denLäufen, da von zwei mächtigen Parteien nichts Anderes begehrt werde, als den eidgenössischeil Stand" ^>bustion" und Unordnung zu sehen und sich zn dem einen und andern Thcil zu schlagen, um ihreAi l "inäteil in der Eidgenossenschaft auszuüben. Wenn die Orte nicht einig werden und die Person des^chii^ ^ie auch seine guten Räthe nützlich sein könnten, so sei es bis zu der ordentlicheil Jahr-
^rte '.^^satzung nicht mehr so lange. Bis dahin könile man die Discussion der Punkte, über welche diebereinigen könnteil, aufschieben, wenn sie nicht lieber etliche Herren von den uninteressierten
k»dic>
^ ^ gleicher Zahl ernennen oder auch den Ambassador zuziehen wollten, um die Streitigkeiten zu bc-Weun es nicht möglich sei, sich wegen der Gewahrsame des Gefangenen zu vergleicheil, könne man
angenehme Personen wählen und ihnen denselben bis zur Entscheidung des Streites an-^lstci ^ unlängst zwischen dem Papst und der Herrschaft Venedig wegen eines Gefangenen ZwistNliU ^ denselben dem Köllig oder dessen Ambassador übergeben. Durch dergleichen Ver-
geineiilsainen Frelindes seieil immer Difsicultäten zwischeil beilachbarten Fiirsten beigelegt und^iege und Ungclegenheiten vermicdeil worden. Weuil der Unterschied der Religion oder^lachen der Anbahnung einer Uebereinkunft im Wege stehen nild die Unterhandlung eines Dritt-en ^ '^^-'^^udig seiil sollte, hätten die Orte keinen bessern Freund als den König, der nicht mit Unrechtder^ Gerechten trage. Weil auch in Frankreich die Verschiedenheit der Religion sich finde, hättenbild seine Minister immer im Brauche gehabt, die Streitigkeiteil, die daselbst cntstandeu, mit aller"l)»c Berücksichtiguilg der Religion beizulegen. Vorliegeudes Geschäft sei aber eine „civilische!chuld' »lit der Religion nichts zu schaffen; es handle sich blos darum, ob der Gefangeile
^ ^ Decrete der Jnteressierteil sich verfehlt habe. Da dabei die
"u nicht in's Spiel koinme, werde hoffentlich der Friede und die Einigkeit unter den Ständeil erhalten