Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
841
Einzelbild herunterladen
 

März 1634. 841

^stld, Alt-Landammann, Vvn Obwalden; Jakob Walthart Lussi, Landammann und Pannerhcrr; Johannöer, Alt-Landammann und Landshauptmann; 5kaspar Leu, Ritter, Alt-Landainmann, von Nidwalden.Ja/ Wikart, Hauptmann; Beat Jakob Mcyenberg, Adam Signer, alle des Raths. Freiburg

^"b Bumann, Alt-Seckclmeistcr; Peter Heinrichcr, Scckclmeistcr. Appenzell-Junerrhoden. Martin^ Landammann; Jakob Wiser, Alt-Lairdaminann und Pannerhcrr; Michael Kern, Statthalter. Abtlur Grießenberg, Hofincister; Johann Rudolf Neding vvn Schwyz, zu Glatt-

3' Landvogt im Toggenburg; Ulrich Christoph Schenk von Castel, Vogt auf Nomanshorn.dvi, ^vnferenz ist von Carolo Casati, Grafen zu Borgo Lavizzaro, ordentlichem Ambassador des Königs^ T^'üen, Philipp IV., in der Eidgenossenschaft im Namen und auf Kosten des Königs zusammen-Nach der eidgenössischen Begrüßung wird der Ambassador durch einen Ausschuß inabgeholt und dankt für die Geneigtheit, welche die Herren und Obern zu dem Könige und zuko/ ^^bml Jnfante gezeigt haben. Zu Abkürzung der Sache überträgt er die übrige Verhandlung dem^ chm Dolmetscher, Hauptmann Crivelli. Nachdem dieser in einem Vortrage die wohlthätigen FolgenSpanien neuerdings zu schließenden Bündnisses für die Erhaltung der Religion und Gerechtigkeitui den dermaligcn Zeitläufen hervorgehoben hat, ermahnt er zur Beschleunigung des Entschlusses.Noc der alten eidgenössischen Tapferkeit brennen, ob Gott will, noch in cuern Herzen, sie leuchtet

c»er Augen, daß ob solchem sowohl der Feind erschrecken, als dadurch bei den Freunden

hcst Glauben und Achtbarkeit erhalten wird. Darum.... weil euch eine so erwünschte Gclegen-

aidc/'^ gestoßen, entschließet euch bei Zeiten; denn alle Verlängerungen sind gefährlich. Voll-bild ^ Kürze; denn alle Aufzüge und sonderlich bei diesen Läufen sind verdächtig, bedenklichh» Darauf eröffnen die Gesandten ihre Instructionen. In denselben zeigt sich keine großedie ^ ' erklärt der freiburgisc!)e Gesandte, daß er instruiert sei, nur anzuhören und zu referieren;^s. ^ben Gesandten setzen jedoch ihre Berathung fort. In Erwägung nun, daß die bisher mit SpanienHeist Kundschaft den Orten nützlich gewesen ist und den cnnetbirgischen Nnterthanen merkliche Vor-H bracht hat, vvrnemlich aber, daß dieselbe die katholische Religion schützt undzu uicht geringerdas N- Vtißgttnstigcn dient"; daß ferner kein Fürst mit Fug sich darüber beschweren kann, weilsich c stch nur auf die Defcnsion bezieht, erklären im Namen ihrer Herren und Obern die Gesandtenbx^bk'>>derinaßen:Daß nämlich vürs erste sich unsere allcrsyts gnädige Herrn und Oberen hochgccret""b erkhennend, daß Höchstgedacht ihr Maycstät den gnädigisten Willen gefaßet und ge-eiste» ' hievor uffgenommcne löbliche beschirmbliche Pündtnus nach dem Exeinpcl ihrer großmäch-^stpii- nnltsäligist ruwendeir Voreltcren viirbaß ze erhalten und proseqiüreir, uff wölchc^ergnädigiste Neigung uild Affection wir an Statt und in Namen vorgesagt kraft des hievor^>scil /"^^'Pueic eigentlichen Gwalts und Bevclchs uns uff die Fürdersamme gerichtet, discs so lob- und^ürck so wyt inöglich abzereden und uns darüber einer satten Conclusivn beeder shts zever-ivch . nun zcvolg wir uns aller erstlich gesampt cinmüetig und einhelligklich erklärend, daß glych^derzyt disc Friindtschaft und Piindtnns in hocher Acht- und Estimation gehalten, auch erkhandt.Altvorderen, wir und unsere Undcrthonen so vil Zyt haro wohl daby befunden und wirgefährlichen Löuffen durch sölche zusampt der waren altcir Catholischcn Religion ver-' ^"gcn st^chirinbt werden mögend, als mit so vil größerein Iffer, surd unter uns die heitere Erklä-^gangm, sölche Ernüwernng uff das hcrlich Zil und End hin, wie der Buchstaben der alten

106