Druckschrift 
5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
Entstehung
Seite
820
Einzelbild herunterladen
 

820 Januar 1634.

mit diesen unguten Leuten zu Frauenfeld, das ohnehin für die Evangelischen ein „ unglückhasiigOrt sei, oder auch anderswo weitere gütliche Verhandlungen anzuknüpfen, noch auch ferner sich h««halten zu lassen, zumal da die katholischen Orte sich verlauten lassen, sie seien nicht schuldig, die Protest«tioncn und das vorgeschlagene Recht anzunehmen. Auch Bern gedenke, die Sache Gott anheimzustest««'und alsdann mit Hülfe seiner Freunde und Verbündeten diejenigen von Gott erhaltenen Mittel anzuwendenwodurch die gerechte Sache erhalten und die Gegenpartei zun? Recht und zur Billigkeit bestimmt werde«könne. Ursachen seien mehr als genug vorhanden, zumal wem? man an den geistliche»? und weltliche«Freiheiten angefochten werde, was den Evangelischen von den katholischen Eidgenossen ohne Unterlaß »vid««fahre, und wovon man viele Exempel habe. Basel und Schaffhanscn erklären, weil man sich für die ^Walt so viel als entschlossen habe, so wäre ihre Unterhandlung, wenn dem also sei»? sollte, vergebens, db«des Vaterlandes Wille»? mochte man aber hierin nicht „gachen", sondern sich wohl in de»? Bünden umsehtund bedenke»?, wie gefährlich der Ausgang sein könnte. Allerdings seien mehrmals Dinge vorgefallen, w«ih«deren die Evangelischen befugt gewesen wären, denen von der andern Religion „in die Haare z»? komm«« 'der Streit sei aber immer wieder geschlichtet worden, und man sollte dcßhalb es auch jetzt nicht von d««Hand weise»?, die Ursache»? wohl zu ermessen und einen? billige»? Vergleich Gehör zu gebe»?. Man möch^ihnen gestatte»?, sich mit den andern unparteiischen Orten auf einer Couferenz zu Solothurn oder zu Bad««einige Zeit vor der allgemeinen Versammlung ins Mittel zu schlage»? und die Sache»? in? Friede»? verhandcl«zu helfe»?. Dabei seien sie nicht der Meinung, daß durch de»? Frieden die Bedrängten weiter bedrängstsondern vielmehr sicher gestellt »verde»? solle»?, und daß Alles nach Gebühr und Billigkeit „repariert" wc?'d«'Sollte dieß alles bei de»? Katholischen nicht verfangen, alsdann sei es die rechte Zeit und habe man ??Mmehr Fug, diejenigen Mittel anzuwenden, worauf dermalen hingedeutet werde. Weil sodann der Sta»^der Dinge in? deutsche»? Laude und der in der Eidgenossenschaft enge mit einander verbunden seien, wäre«'-sehr rathsam, de»? Ausgang in Deutschland abzuwarten und mit einer Exemtion noch innezuhalten. Zü«^und Bern entgegnen, ihre Herren und Ober»? könnten sich zwar wohl gefallen lassen, wenn die beide«Städte eine Conferenz der unparteiischen Orte ansetzten, und es wäre zu wünschen, daß »na»? dadurch Z«den? rechte»? Zweck gelangen möchte. Wie es aber die Zeit her das Ansehen gehabt habe, sei keine Hoffn««^vorhanden, daß etwas werde ausgerichtet »verde»?. Allerdings sollte man sich in den geschworenen Bünde«umsehen; die fünf katholischen Orte hätte»? dieselbe»? aber erst neulich gebrochen, als sie »vider die erg««'genen Protestatio»?»:»? und das Rechtsbot die Procedur gegen Kesselriug fortgeführt hätte»?, anderer frühe«««Jmprocedure»? nicht zu gedenken. Hieraus sei zu ersehe»?, daß man mit de»? fünf Orte»? nicht länger Fried««habe»? könne, als sie selbst »volle»?, weil sie die Ausführung ihres unguten Vorhabens »vider die Evangelisch««nur auf eine bequeme Zeit sparen. In Betreff der Frage, ob man mit der Anwendung von Gew«^während der Unterhandlung der unparteiischen Orte innehalten »volle, und ob Zürich und Bern eine allg«^meine Tagleistung besuchen würden, falls die unparteiischen Orte eine solche zu Stande brächte»?, daß^habe man keinen Befehl, »volle es aber all rsktzreuänm nehmen. Zürich »verde seine Erklärung da?'«^'Bern mittheilen und dieses beide Erklärungen unverzüglich Basel zusenden. — Basel und Schaffhwst««bitten nochmals angelegentlich, daß man mit der Exemtion nicht eile»? möchte. Für de»? Fall, daß '««^inzwischen etwas vornehmen sollte, haben sie de»? ausdrücklichen Befehl, nach Zürich und Bern zund daselbst vor kleinen und große»? Rüthen um Stillstand der Waffe»? anzuhalten. Weil sodannfahre»? in ihrer Nachbarschaft noch immer fortdauern und die Zeitumstände veränderlich

ZU

reit««

die ^

seien, so bitte»? sie zucsi