Januar 1634. 819
sex, stch bringe, so habe man Ursache gcinlg, die Vermittlungsversuche der unparteiischen Orte
^r eintreten zu lassen. Zürich und Bern möchten sich also zu einer nochmaligen thurgauischen Conferenz9 chcn und eine solche mit den daselbst regierenden Orten besuchen. Auf derselben müßte nicht allein/r die Sache Kessclrings, sondern auch über alle andern Beschwerden verhandelt werden. Würde sich/ ann herausstellen, daß das Verfahren der katholischen Orte wider die evangelischen zu streng sei, so'u e ihueu alsdann das eidgenössische Recht öffentlich vorgeschlagen werden. — Schaffhausen eröffnet, essind^ sielwssi, vaß die gütlichen Vermittlungsversuche bei deu katholischen Orten so viel Eingang
eu würden, daß dadurch das zu besorgende weitere Umsichgreifen der Zwietracht verhindert würde.^ seine Herren und Obern Alles reiflich erwogen und sich in den Bünden und im Landfrieden umge-^ haben, was in solchen Fällen die uninteressierten Orte zu thun schuldig seien, erblicke es das bestekoi„ ^ ^uruhc und Empörung zu verhüten, darin, daß die angedeutete Conferenz zu Frauenfeld zu StandeSa l'^ ^selbst könnte vielleicht den Evangelischen im Thurgau besser als bisher geholfen und auch diekeinausgemacht werden. Zürich und Bern seien allerdings stark beleidigt, aber doch sei nochbilligende Ursache vorhanden, esnen Krieg deßwegen anzufangen; auch müsse man die ersteil"he, dw constanzische Belagerung, berücksichtigen. Insofern man sich der thurgauischen ConferenzAllere, habe Schaffhansens Gesandtschaft, wie die von Basel, Befehl, sich so viel als möglich für eine^m»ieme Zusammenkunft in Baden zu verwenden und sofort zu deu unparteiischeil Orten zu reiteu unds"iii " ^ ^ uuchmaligcs Zuthun eine solche zu Stande bringen könne. — Zürich antwortet,
uiid^ und Obern hätten nichts lieber gesehen, als wenn bei den fünf katholischen Orteil die Billigkeitdas Recht so viel Eingang gefunden hätten, daß man nicht vielfältig veranlaßt worden wäre, auf dasHerste zu denken. Es seien aber seit vielen Jahren alle Actionen der fünf Orte zum Nachtheil und)n sowohl der Obrigkeiten als der evangelischen Unterthanen und zu Hinderung des evangelischen Gottcs-f'vorgenommen worden, ungeachtet der gegebenen Sprüche und der Verträge. Sie hätten sogar. ' uh erklärt, daß sie mit den evangelischen Eidgenossen nicht Hausen könnten, bis dieselben wieder zueiiu" ^uch unvergessen sei das zu Frauenfeld 1630 gesprochene Urtheil. Obgleich dasselbe durch
^"sehnlichen Vertrag wieder aufgehoben worden sei, hätten doch Standespersonen geäußert, daß dieserMit ^ danern werde. Alles aber übertreffe die unbarmherzige und uncidgenössische Procedur
dem frommen Kilian Kesselring. Da die Sachen also beschaffen seien und die Evangelischen im^^"ch uoch täglich geplagt würden, so könne Zürich nichts Anderes thun, als die Sache Gott anheim-diel^ lhurgauische Conferenz werde es nimmermehr einwilligen, weil man ans voriger sich so
müssen gefallen lassen. Wenn man gleichwohl nach Frauenfeld käme und wider die"cedur Protestieren wollte, würden die katholischen Orte dieß ebenso wenig als früher annehmen. EineTagleistung werde auch den beiden Städten nicht mehr gelegen sein, weil eine solche von denfrüher ausgeschlagen worden sei, und es jetzt den Schein haben würde, als wären sie dazu von^Zwei Städten erbeten worden. — Bern repliciert, es erachte, daß es für den eidgenössischen Stand nichts^Mcs clls wenn Friede und Einigkeit in demselben erhalten werde. Wie sehr dieß den katholischencinv! Herzen liege, sei ans ihren hochmüthigcn und gewaltthätigen Handlungen an dem einen undHätte" ^ ersichtlich. Daraus könne man abnehmen, was für ungute Vorsätze sie jeder Zeit gehabt.
^ett die Mittel vergönnt, ihren bösen Willen wider die Evangelischen in der Eidgenossenschaft-Zusetzen, s» würden sie es gewiß nicht unterlassen haben. Wie Zürich, so habe auch Bern keine Ursache,