Januar 1634. 81»
^ausgeschickt Reiter sollen verhüten, daß sich das Landvvlk sammle nnd sich nach Lucern begebe, oder daß^ Dorstadt und die nächst gelegenen Hänser in Brand gesteckt werden können. Mit dem ersten Hansenumn längs der Reuß hinauf nach Maschwanden ziehen, wo dann, wenn die Zürcher, wie zu hoffen' Zug stheu werden, das Volk beider Städte nicht weit von einander sein wird, so daß sie einanderleisten können; von Maschwanden und Willisan wird'es stracks gegen Lucern gehen, vor dem man^ ^gern tird, um die Landschaft von der Stadt abzuschneiden. Um den Lucernern anch vom See aus^Iwckeu einzujagen, wird man von Lenzburg etliche Weidlinge für je zehn Musketiere herführen und auf' «ee bringen. Dem Landvolk soll zugcsvrochen werden, sich rnhig zu verhalten, sonst werde man seiner^'eswcgs schonen. Damit der Lärm nicht vor der Zeit in die Stadt komme, sollen auf den Straßen' ^ <uifgestM werden, welche niemanden passieren lassen. Um den Lucernern die Hülfe von auswärts.^bchnciden, werdeil die Haslethaler und Oberländer die Unterwaldner „etwelchermaßen" angreife», undder Herzog von Nohan angesprochen werden, mit den zu Disentis stehenden Franzosen eine Diversion»id Gotthard zli machen. Schwhz wird durch den zürcherischen Gcwalthaufen zu Einsiedeln
crst> '^' wie auch von den evangelischen Glarnern im Schach gehalteil. Ans den Fall hin, daß dieser^ Auszug beider Städte zu schwach sein sollte, Zug und Lncern zu nehmen und dem Feinde im Feld^ ^ Zu halteil, so müssen beide Städte die Mahnungen durch das Land gehen lassen, damit zu schneller^^'''^ung ZUes in Bereitschaft sei. Glückt der Allschlag auf Zug nicht sofort, so kann dasselbe mit^ h hundert Mann belagert, und weil es von Höheil beherrscht wird, leicht beschossen werden; ebenso^ ^u, wen» auch mehr Volk hier vvnnöthen ist; das übrige Volk kann man in's Feld legeil. DamitÄg etwa einen Einfall in das Bernergebiet machen kann, wird das wälsche Regiment (2400
käst;"- ^ wälschen „Alisschußreiter" angewiesen, ein wachsames Auge zu haben „und die Diversion^ 'U zu erhalteil." Sollte man bemerken, daß gleich anfangs Solothurn sich rege, so könnte man vorerst^ lassen, Bern mit seiner Macht und seinem Geschütze sich dorthin wenden, davor eineUnd ^ Ü^bcn grvßeil BrechstlickeN, von deilen sechs 32 Pfund, das siebente 24 Pfd. schießen, errichten^ltc,^ bezwingen und dann eine Anzahl Volks darein legen; das übrige Volk würde dann überüvtz Luccrn marschieren. Der Anschlag gegen Rapperswhl, Mellingen und Brcmgarten müßte aberuicht ^ Solvthurns ausgeflihrt werden. Sollte aber Solothurn unschlüssig sein und doch
!allz ^ ^ ^ ^ Stillsitzen nnd der Neutralität ermahneil unter Androhung etiles Ein-^elck^" ^^uer Seite, wenn es sich nicht neutral halte. Ueberdieß sollte man den Rheingrafen Otto Ludwig,mit seiller Armee wieder im Elsaß ist, darum angehen (Oberst von Erlach bietet sich dazu./ M er mck seüler Reiterei eine Cavalcade in den Sundgau uild das Pruntrutische mache und sich da-
^eitlailg eiilguartiere, dainit Solothurn sich gegen ihn bewaffnen müßte und der Bischof voll
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"^u Svlothllrnern keine Hiilfe schicken könnte. Ferner könnte man auch 200 bis 300 von den Reitern,Thnrgau und den Landen des Abtes von St. Gallen liegen werden, in das Solothurnergebiet
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