October 1633.
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^ Gesandten ihr Ansuchen ihren Herren und Obern hinterbringen werden. Die zürcherischen Abgeordnetenklären, daß Zürichs ganze Handlungsweise nur die Ruhe und die Einigkeit zum Ziele habe, und wenn inM letzten Tageil auf ihrer Landschaft ein Sturm ergangen sei, so sei derselbe nicht gegen die katholischenMe gerichtet gewesen, sondern habe wegen eines in die Landschaft Schaffhauseus gemachten Einfalls statt-Jftuiiden. Sie wiederholen die Bitte um Kesselrings Freilassung und anerbieten sich, denselben auf jedeAufforderung hin, wohin man ihn begehre, zu stellen. Endlich wird den Abgeordneten zu dem bereits^gebenen Bescheid »och 'das Versprechen hinzugefügt, daß dem Kesselring, bis die Herren und ObernMeinung abgegeben hätten, nichts Ungutes widerfahreil solle, vorbehalten, daß er in guter Br-echung bleibe.
Zu !>. In diesem Schreiben vom 1. Oktober heißt es unter Andern!, daß Zürich eine vierfache Ge-sandtschaft nach Wpl zu den Anführern des Kriegsvolkes der vier Orte abgeschickt habe, daß KesselringsVerwandte Caution um Leib und Gut anerboten haben. „Da solche vielfältige gütliche Jnschlachungcn,fahrt das Schreiben fort, und gcthanes Eidtgnossisches Nechtspott nit stattfinden, sonder gewaltthätigc Handan ine gelegt werden sollte, zeigen wir an, daß wir es änderst nit alls für ein Absag und Pundtbruch>vurdent achten können und alls auch ein Oberkeit nach der erlaubten billigen Naach gcdankcn mücßcndt."
<SS1.
Confermz der V katholischen Orte.
Gersatt. 1633, 2t. October.
Staatsarchiv Luccrn. Absch. llo anno 1633. Bd. XXIII. kol. 463.
Gesandte: Luc er». Jost Birchcr, Ritter, Schultheiß und Stadthauptmann; Ludwig Schumacher,^akclmeister; Kaspar Nazenhvfer, Sentispitalmeister, alle des Raths. Uri. Johann Kaspar von Spiringen,Mannt Arnold, Landammann; Heinrich Zum Brunnen, Ritter, Alt-Landammann. Schwhz. Sebastian"Werg, Landammann; Johann Kaspar Ceberg, Ritter, Statthalter. Nnterwalden. Marqnard Jmfeld,"^-Landammann, von Obwalden; Johanil Walthart Lussi, Landauunann und Pannerherr, von Nidwalden.
Konrad Brandenberg, Seckelmeister; Johann Trinkler, Alt-Ammann.tt. Diese Confereuz ist znsammenbernfen ivorden, run sich zu berathen, wie inan sich gegenüber der^ Bern ausgeschriebenen Tagleistung der XIII Orte und der Zugewandten zu verhalten habe. Von den^Neu Gesandten wird die Ansicht ausgesprochen, daß, wenn man diese Tagleistung nicht besuche, die uu-^hvlischen Orte darin nicht blos^einen Despect finden, sondern auch den Verdacht verbreiten würden, alsM» die katholischen Orte gesonnen, sich gänzlich von ihnen zu trennen und nichts zur Ruhe und Sicherheit^ Vaterlandes beizutragen. Andere aber sind der Ansicht, daß die reformierten Orte bei dieser TagleistungM darauf ausgehen werden, die Sachen zu verschleppen, was aber den Orten, welche ihre Fähnlein im^d haben, nicht gelegen sei. Sie finden, daß der kürzeste Weg, um zu einem Ziele zu gelangen, der fei,der Abschied von Weggis (Nr. 650) in Vollzug gesetzt werde, wobei dann die den Thnrgau regierenden^ sich wohl vorzusehen haben, daß ihnen ihre Rechte und Gerechtigkeiten nicht aus der Hand gewundencrde». Bevor ein Entschluß gefaßt wird, hört man noch einen Bericht von Leu aus Untcrwalden und einschreiben der Landshauptleute und Kriegsräthe der vier im Felde liegenden Fähnlein an. Aus letzterm^ht man, daß die Leute ihres Dienstes überdrüssig sind und ihre Herren und Obern bitten, sich nach