September 1633. 771
Gerthe:- gcfücrth worden, zumalen auch weilen der Herren eigene zu Nagaz, an der Zollbruggen und^>dern der Herren Eydtgnossen Tcrritoriis fürgangne Exempla erweyscn, da der Feind sich öffters des Vor-fei» gebracht, nicht allein durchpassiert, sondern auch sich fermicrt und befestiget, dadurch seinen Jntente^nal erreichet hat, die sembtlichen Herren Eydtgnossen es auch diß Orths so hoch nicht anziehen."' werden." Z». Herr de la Beanme präsentiert ein Schreiben des Herzogs von Nohan, worin derselbeetzen der Ereignisse vor Constanz die Jnterposition seines Königs anbietet und die Orte ermahnt, den wegeng eicher Religion sehr eingewurzelten Zwiespalt aus den Herzen zu verbannen und darnach zu trachten,>! der Friede in der Eidgenossenschaft erhalten werde. Den Katholischen stellt er den König als einenchw Freund der Religion, den Evangelischen als einen Freund der Gerechtigkeit dar. In gleichem Sinn^st de la Beanme. «. Jvhaiü: Ernst von Scherfcnberg, kaiserlicher Kämmerer und Feld-^ Ichall-Lieutcnant, schreibt von Ravensburg aus an die den Thurgau regierenden Orte, die kaiserliche^ Italien kommende Volk befinde sich in ziemlich großer Anzahl unweit des Bodcnseesscie, ^bald sich die Transportinittel finden, die Feinde des Kaisers an dem Ort, wo sie zu finden^' aufsuchen. Daraus könnte für der Eidgenossen Lande und Leute allerlei Ungemach entstehen; diee möchten deßhalb das schwedische Volk von ihren: Grund und Boden alsbald zu entfernen suchen lind^ gestatten, daß Constanz von daher angegriffen werde. In ebendemselben: Sinne schreibt vonj^^"berg ai: die XIII Orte und begehrt voi: ihnen eine kategorische Erklärung, was sie zu solcher,Ech" ^ebenen Worte zuwiderlaufenden Resolution veranlaßt habe, und ob sie die so lange bestandene^^'Ugung färbccß kräftig und aufrecht halten wollten. «I. Zürichs Gesandte eröffnen, der plötzlichedes Feldmarschalls Horn durch die Stadt Stein sei ihren Herren und Obern ganz fremd und bc-cuu^/' borgekommen. Es könnte scheinen, als ob sie davon Kenntniß gehabt Hütten; man kenne aber ihru>,d ^ eidgenössisches Gemüth, welches sich bei verschiedenen Gelegenheiten zu erkennen gegeben habe,diesen: Fall ihnen nichts Anderes zutrauen. Die von Stein hätten zwar berichtet,sert' ^ ^bvas Volk ihren: Flecken nähere; bevor man aber den Boten mit gebührenden: Auftrag habe ab-b^^^bnnen, sei der Einbruch schon geschehe::, und man sei davon erst durch den Landvogt in: Thurgauden worden. Weil die Sache kann: glanblich erschienen sei, seien hierauf Etliche abgeordnet wor-
^bcrn" ^ Amtliche Beschaffenheit der Sache kennen zu lernen. Dieses alles hätten ihre Herren und^ ihnen gewesenen Gesandten der fünf Orte mitgethcilt. Wegen allerlei Motiven und gcfähr-lichc' ^"^"enzen dürfte es nicht an: Platz sein, „die Sache mit Gewalt zu reparieren". Eine so bcträcht-innner zunehmende Macht mit einer so großen Anzahl Reiterei, die nur zu siegen und nichtso/'"bei: zu werden gewohnt sei, könne schwerlich vertrieben werden. Wollte man in den Thurgau ziehen,^>Ncis ^ ^ ^ Schwedischen widersetzen, die Eidgenossenschaft aber würde zun: Tummelplatz des Krieges
^ und den: höchsten Ruin preisgegeben werden. Weil der Fcldmarschall Horn versichere, daß er nichtFeind in diese Lande gezogen sei, daß die Eidgenossenschaft nichts Ungutes zu befürchten habe, und daß^ bezahlt werden solle, der Herzog von Nohan aber sich in: Rainen seines Königs zu freundlicher Jnter-
All.
,, °»°-b...» wb. s- »M.-ÜIi-I».h°l.jchm O-.° M d°°b!M»..»
V°u «« w>.