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Mal 1633.
Appenzell. Martin Suter, Landammann, von Jnnerrhoden; Jost Heinzenberger, Alt-Landamman»!Johannes Zellweger, Landesbanmcistcr, von Außerrhode».
1) Eine Abordnung ans dem Klettgau berichtet, daß vor wenigen Tagen der Flecken Lotstetten dm'ä)schwedische Reiter verbrannt, bei 206 Personen niedergemetzelt, 236 zu Gefangenen gemacht, die Gefangene»und die ganze Landgrafschaft in Contribntion gesetzt worden seien; um fernem Verheerungen zu entgehe»,habe die Landgrafschaft sich dazu verstcheu müssen, 5666 Gulden zu bezahlen. Als Generalfeldmarschall vo»Schauenburg, der inzwischen um Thiengen und Lauchringen sich gelagert habe, dieß vernommen, habe clihnen gedroht, daß sie ihm, wem? sie den Schweden etwas gebe??, das Doppelte zahle?? müßten. Sie bitte»,ihnen eii? Jntercessionsschreiben an den schwedischen Commandantcn zu gebe??, daß er ihnen die auferlegteContribntion erlasse oder doch ermäßige. 2) Um ein Jntercessionsschreiben bitte?? die von Waldshut für de»sulzgrüfischci? Rentmeister, der gefangen eine Nanzivi? zahle?? sollte, die größer als sei?? Vermögen sei. — Dc'»Ansuchen wird entsprochen, it». Die Gesandtschast von Zürich bringt den Nathssnbstitut Hans HeinrichWaser mit und setzt ihn neben den Landschreiber des Thurgaus, um neben demselben zu protokolliere?? und bäder Abfassung des Abschieds behülflich zu sein. Die katholische?? Orte hätte?? zwar Ursache gehabt, die!"Neuerung sofort zu ahnden; sie thnn es einstweilen nicht, sondern lasse?? an? folgende?? Tage die Gesandt?»'voi? Zürich freundlich ersuchen, davoi? abzustehen. Da aber diese von ihrer Instruction nicht abgehe»können, die katholische?? Gesandte?? für Zulassung keine Instruction habe??, so erklären beide Theile, daß ^unter so bewandten Umständen nach Hause zurückkehren müßten, um ihren Herreu und Ober?? Bericht Z"erstatten. An? Nachmittag berathei? sich die Gesandten der katholischen Orte über diese Sache, finden, d»ßdiese Neuerung viel Mißverständnisse und Verwirrung herbei führen könnte, und daß sie die Einwillig»"!!i» dieselbe von ihrer Seite bei ihre?? Herren und Ober?? nicht verantworte?? konnten. Sie schicke?? aus ihr""Mitte zwei Abgeordnete au die Gesandtschast Zürichs, um sie zu bewege??, ihre?? Schreiber zurückzuziehc»'Diese aber erklärt, daß ihre Instruction es ihr nicht gestatte, und daß Zürich seilten Schreiber mitgebrachthabe, weil der Landschreiber schon zu wiederholten Malen aus Vorliebe für seilte Religio?? ii? Abfassung d""Abschiede mehr die Katholische?? begünstigt und die „Behelfe", welche Zürich vorgebracht habe, entweder gcr»'dezu weggelassen oder schlecht und mager aufgeführt habe. Sic fügt bei, daß Zürich künftig, wenn es si^un? Angelegenheiten, welche die Religion und de?? Landfrieden betreffe??, handle, ii? FrauenfeldBade?? einen unparteiischen Schreiber dabei habe?? wolle. Die katholische?? Orte erblicke?? darin die AbsichtZürichs, sich als die eine die katholische?? Orte als die andere Partei anzusehen. Sie beschließe??, daauf seiner Meinung beharrt, unter sich die Instructionen über die Angelegenheiten zu eröffnen, wegen tvelä^diese Confereuz zusammenberufen worden ist. Zürichs Gesandtschaft läßt darauf de?? katholischen Gesandtsage??, daß, wenn sie ii? diesen Angelegenheiten etwas vornähmen, sie dagegen protestiere und, falls diese ih^Protestatio?? nicht verfange, des eidgenössische?? Rechtes sich behelfen würde und, wem? dieselbe?? etwasde?? Evangelische?? vorzunehmen bedacht sei?? sollte??, Zürich diese?? die Weisung geben werde, keinezu leiste??. Die katholische?? Gesandten spreche?? ihr Bedauern über diese Erklärung aus und lade?? Zürich'Gesandte ein, an? folgenden Freitag de?? 27. Mai mit ihnen zu tractieren. In dieser Sitzung wiedcrhtZürich sein Begehre?? wegen Zulassung seines Schreibers und betont, daß dieß keine Neuerung sei, da Wäsi"früher zu Bade??, als es sich un? landfricdliche de?? Thurgau und das Nheinthal betreffende Angelegenheithandelte, als Schreiber zugelassen worden sei. Beide Schreiber könnten die Verhandlungen zusammentragtund. wenn man sich ü.er de?? Abschied verglichen hätte, könnte er von des Landschreibers Hand und unter dt