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5,2,a (1875) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1618 bis 1648
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Mai 1633.

Unterthailen ihre Klagen und Antworten vor den Gesandten vorbringen, und diese werden dann ihr richter-liches Amt ausüben und eine Verordnung erlassen, daß die Unterthanen unter einander künftig sich besserverstehen und den guten alten Gebräuchen, den Verträgen und Abschiedeil gemäß sich benehmen sollen. ImUebrigen sind die Orte gesinnt, sich einfach auf den Landfrieden zu berufen und bei demselben zu verbleibenund sich deßwegen in keine Disputation einzulassen. I». Ob man zur Behandlung der das Rheinthal alleinbetreffenden Punkte einen Ausschuß der Amtleute von den katholischen Höfen nach Frauenfeld bernfen oderob man nach Nheineck gehen solle, um dieselben dort zu behandeln, wird zu entscheideil den nach Frauenfeldreisenden Gesandten überlassen. Katholisch Glarus und Appenzell-Jnnerrhodcn werden ersucht, auch ihreNathsbotschaften nach Frauenfeld abzuordnen, nm mit ihrem Rathe beizustehen, v. Vom Landschreiber derGrafschaft Baden erhält man den Bericht, daß weilige Tage vorher der auf dem Nafzerfeld liegende FleckenLvtstetten von etwa 350 Reitern verbrannt und über hundert Unterthanen ermordet worden seien. Luccrnhat sofort einen Abgeordneten nach Baden und Kaiserstuhl abgeschickt mit dem Befehl, daß man auf guterHut sein uild die Pässe bewachen solle. Die Gesandten ermahnen nun die Amtleute zu guter Aufsicht. D»nach dem Bericht des Abgeordneren jene Reiter noch in der Nähe des Schlosses Rütteln sich aufhalten, sowird für gut erachtet, an den Bischof von Constanz zu schreiben, er möchte daselbst die noch erforderliche»Maßregeln treffen; der obengenannte Abgeordnete von Luccrn erhält den Auftrag, daselbst Inspektion Z»halten und abzuwarteil, was für eine Wendung die Sachen nehmen. Den nach Frauenfeld reisenden Ge-sandten wird aufgetragen, mit denen von Zürich zu reden, ob sie bei Maßregeln sich betheiligen wolleil, uMdergleichen Feindseligkeiten von den eidgenössischen Grenzen und der nächsten Nachbarschaft abzuhalten-«I. (Ohne Glarus lind Appenzell.) 1) Der Abt von St. Gallen legt den Gesandten zwei Ansucheil vor. MFolge des Todes des Abtes im Kloster Fulda war etile zwiespältige Wahl erfolgt. Die durch Mönchevon St. Gallen vorgenommene Reformation jenes Klosters hatte die in Folge des Krieges aus dein Klosterweggegangenen Mönche in zwei Parteien gespalten. Diejenigen, welche von der Reformation nichts wisse»wollten, hatten Adolf von Hofenegg, die Anhänger der Reformation, deren einige im Kloster St. Galle»waren, Bertrain von Bellikvfen zum Abte gewühlt. Der Abt von St. Gallen bittet nun um ein Jnter-cesstonsschreiben an den Kaiser, derselbe möchte die Wahl des Letztern ratisicieren. Das Jntercesftonsschrcibe»wird bewilligt. 2) Sodann beklagt sich der Abt, daß Zürich gegen die Bünde und das Landrecht »»^gegen gethanes Anerbieten des Rechtes ihm die Gefälle des Gotteshauses St. Gallen und St. Joha»"/welche auf zürcherischem Gebiete liegen, Hinterhalte unter dem Vorwand, daß es sich für die wegeil derstreitigen Judicatur aufgelaufenen Kosten bezahlt machen wolle, in der That aber um die Genchmhalt»»gdes Vergleichs von Baden zu erzwingen. Dem Abte wird gerathen, seine Beschwerden und seine Grü»^dem Rathe zu Zürich vortragen zu lassen. Sollte das ohne Erfolg sein, so will man die Jnterposition drrOrte eintreteil lassen. «. (S. u. Luggarus.) L. (Ohne Freibnrg und Solvthurn.) Da nochetlichen Orten das Münzwescn im Argeil liegt, so soll den Gesandten auf die Jahrrechnung.zu Badeil ^fehl gegebeil werden, daß man endlich auf Mittel bedacht sein möge, daß das Münzen wirklich eingestr^werde, z» . Der Bischof von Basel sucht um 310 Mann an, welche nach Pruntrnt und Delsberg verlegwerden sollen. Sümmtliche Gesandteil sprechen sich dahin aus, daß sie sich angelegen sein lassen, alleszu leisten, was das Bündnis) von ihnen verlange. Die Abseildung der verlangten Mannschaft hingG^könne einstweilen noch nicht geschehen, weil einerseits Bern sich noch nicht klar wegen Gestattung des P»ß^ausgesprochen habe, andrerseits es vielleicht fürden Herrn Bundsverwandten" und die Orte selbst passt»^